Mit ‘Zeichnung’ getaggte Beiträge

Gesa Braun: Malerei und Zeichnung (Photo.Kunst.Raum. Hamburg)

Gesa Braun: Malerei und Zeichnung (Photo.Kunst.Raum. Hamburg)

Website: www.photokunstraum-hamburg.com

ArtKiss-Besuch: 06.10.2019

 

Cy Twombly (1929 - 2011) Ohne Titel (Rosen), 2008 Acryl und Kreide auf Holz 252,5 x 187,3 x 1,1 cm Udo und Anette Brandhorst Sammlung, Foto: Nicole Wilhelms, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Museum Brandhorst, München © Cy Twombly Foundation

Cy Twombly (1929 – 2011) Ohne Titel (Rosen), 2008 Acryl und Kreide auf Holz 252,5 x 187,3 x 1,1 cm Udo und Anette Brandhorst Sammlung, Foto: Nicole Wilhelms, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Museum Brandhorst, München © Cy Twombly Foundation

Mit mehr als 200 Werken aus unterschiedlichen Schaffensperioden bietet die Sammlung Brandhorst einen einzigartigen Überblick über die künstlerische Entwicklung Cy Twomblys. Die retrospektive Auswahl an Gemälden, Skulpturen, Zeichnungen und Fotografien spannt einen Bogen von den frühen 1950er-Jahren bis hin zu einem Bild aus Twomblys allerletzter Werkserie, die er 2011 kurz vor seinem Tod fertig gestellt hat. Die Zusammenschau der verschiedenen Medien, in denen Twombly seit seiner Studienzeit am Black Mountain College gearbeitet hat, vermag dabei überraschende Konstellationen ans Licht zu bringen.

Cy Twombly (1929 - 2011) Ohne Titel (Rosen), 2008 Acryl, Kreide auf Holz 252,5 x 185,2 x 1,1 cm Udo und Anette Brandhorst Sammlung, Foto: Nicole Wilhelms, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Museum Brandhorst, München © Cy Twombly Foundation

Cy Twombly (1929 – 2011) Ohne Titel (Rosen), 2008 Acryl, Kreide auf Holz 252,5 x 185,2 x 1,1 cm Udo und Anette Brandhorst Sammlung, Foto: Nicole Wilhelms, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Museum Brandhorst, München © Cy Twombly Foundation

Twombly hat dem jeweiligen Ort, an dem seine Werke entstanden sind, Zeit seines Lebens eine zentrale Bedeutung beigemessen. Insbesondere in seinen Fotografien spielt Twombly vielfach auf den Arbeitsprozess und die besondere Atmosphäre bei der Entstehung seiner Bilder und Skulpturen an. In seinen Interieurs gelingt es Twombly, seine Wohnräume zu poetischen Orten der Imagination zu steigern, in denen sich Natur und Kultur, Banalität und verfeinerter Geschmack begegnen. Paradigmatisch wurden deshalb die Fotografien den monumentalen Rosen gegenübergestellt, die Cy Twombly eigens für den zentralen Saal im Obergeschoß des Museums gestaltet hat. Sie reflektieren den Kontext ihrer Herstellung: intime Szenen aus Twomblys Atelier, Zitronen aus seinem Garten, Strandaufnahmen, knallig-bunte Aufnahmen von Süßwaren und poetischen Blumenarrangements. Sie alle vermögen das weite Spektrum von Twomblys Rosendarstellungen zu veranschaulichen.

Cy Twombly (1929 - 2011) Ohne Titel (Per Nino), 1970 Acryl, Buntstift und Papiercollage auf Papier 62 x 49,5 cm Udo und Anette Brandhorst Sammlung, Foto: Haydar Koyupinar, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Museum Brandhorst, München © Cy Twombly Foundation

Cy Twombly (1929 – 2011) Ohne Titel (Per Nino), 1970 Acryl, Buntstift und Papiercollage auf Papier 62 x 49,5 cm Udo und Anette Brandhorst Sammlung, Foto: Haydar Koyupinar, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Museum Brandhorst, München © Cy Twombly Foundation

Der 1928 in Lexington, Virginia, geborene Cy Twombly ist einer der einflussreichsten Künstler der Gegenwart. Ausgehend vom Abstrakten Expressionismus entwickelte er einen eigenwilligen gestischen Stil mit schriftartigen, „linkischen“ Zeichen, die er auf großformatigen Leinwänden ins Monumentale steigert. Kein anderer Künstler des 20. Jahrhunderts hat sich dabei so bedingungslos auf den „Nullpunkt“ der modernen Kunst eingelassen wie Twombly. Schreibübungen von Kindern, gedankenverlorenes Gekritzel und Graffitis auf Hauswänden dienen ihm als zeitgenössische Ausgangspunkte, um den Erfahrungsgehalt mythischer Erzählungen zu aktualisieren und einen Bogen zu den großen Themen der mediterranen Kulturgeschichte zu spannen. In seinen letzten Lebensjahren hat Twombly ein beeindruckendes Spätwerk geschaffen, das in seinem malerischen Reichtum an die späten Schaffensjahre von William Turner und Claude Monet erinnert.

Cy Twombly (1929 - 2011) Untitled (Bacchus), 2005 Acryl auf Leinwand 317,5 x 417,8 cm Udo und Anette Brandhorst Sammlung, Foto: Haydar Koyupinar, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Museum Brandhorst, München © Cy Twombly Foundation

Cy Twombly (1929 – 2011) Untitled (Bacchus), 2005 Acryl auf Leinwand 317,5 x 417,8 cm Udo und Anette Brandhorst Sammlung, Foto: Haydar Koyupinar, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Museum Brandhorst, München © Cy Twombly Foundation

Ausstellungsdauer: 31.05.2016 bis 05.05.2019

Website: www.museum-brandhorst.de

ArtKiss-Besuch: 24.03.2019

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!

 

Der 1948 in Wien als Sohn eines Beamten geborene Gottfried Helnwein zählt zu den weltweit bekanntesten, aber auch umstrittensten österreichischen Künstlern der Gegenwart. Seine Ausstellungen erzielen Besucherrekorde. Helnwein gehört mittlerweile zu den international populärsten Malern der Gegenwart.

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Helnwein-Cover für das Album „Blackout“ von den Scorpions (1982)

In seinen Arbeiten setzt sich Gottfried Helnwein überwiegend mit den Themen Schmerz, Verletzung und Gewalt auseinander. Diese betreffen Körper und Psyche in gleichem Maße. Seine künstlerischen Interventionen sind von einer schmerzhaften Unmittelbarkeit, deren emotionale Energie weit über die großen Bildformate hinaus den Raum und den Betrachter ergreift.

Mit dem Bild vom „malträtierten Kind“ greift er frontal die uns lieb gewordenen kindertümelnden Bildvorstellungen an und spricht in diesem Zusammenhang von der durch Krieg, Verletzung, Misshandlung und Vernachlässigung weltweit zunehmenden Traumatisierung von Kindern.

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Helnweins Provokationen sind enorm, weil sie so still, so subversiv und klammheimlich daherkommen. Sie packen uns von hinten, da wo die antrainierten und gut funktionierenden Verdrängungsmechanismen sitzen. Seine Kinderbilder können zum Horrortrip für den Betrachter werden. Vielfach sind die sanften Kindergesichter durch Verletzungen furchtbar entstellt. Blut, Narben, Wundmale, Bandagen. Der Anblick ist manchmal kaum auszuhalten. Aber was bedeutet das schon gegen die täglich von vielen Millionen von Kindern erlittenen Schmerzen, Qualen und Folterungen?

Gottfried Helnwein denunziert nicht die Kinder – das häufigste Missverständnis, mit dem man sich gegen seine Kunst wehrt – sondern unsere Neigung, vor dem Leiden der Anderen die Augen zu verschließen. Helnwein hat das Kinderleid aus dem Persönlichen ins Universelle gehoben und entlarvt damit unsere Blindheit, unsere Abgestumpftheit, unsere Sucht nach heiler Welt und unsere Angst vor der Realität als zutiefst unmoralisch.


Ausstellungsdauer: 19.11.2017 bis 08.04.2018

Website: www.ernst-barlach.de

ArtKiss-Besuch: 18.02.2018

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!

Leiko Ikemura gilt als eine der bedeutendsten Künstlerinnen unserer Zeit mit internationaler Anerkennung. Bereits seit den 1980er Jahren ist sie fester Bestandteil bei renommierten Biennalen und Ausstellungsprojekten in namenhaften Museen und Kunstinstitutionen. Mehr als 20 Jahre war Leiko Ikemura als Professorin an der Universität der Künste in Berlin tätig. Nun stellt die Künstlerin ein gemeinsames Projekt mit einer Auswahl ihrer Meisterschüler der vergangenen Lehrjahre in Hamburg aus. In der von ihr kuratierten Gruppenausstellung „Wir Magier“ werden sowohl Werke von ihr als auch ihren ehemaligen Studenten gezeigt.

Ausstellungsdauer: 13.10.2017 bis 17.11.2017

Website: www.evelyndrewes.de

ArtKiss-Besuch: 18.10.2017

Neo Rauch: Männer mit Flugzeugen, 2012. Courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin and David Zwirner, New York/London // © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Mit der Sammlung Viehof präsentieren die Deichtorhallen Hamburg an zwei Standorten, der Halle für aktuelle Kunst und der Sammlung Falckenberg in Hamburg-Harburg, eine der bedeutendsten deutschen Privatsammlungen zeitgenössischer Kunst.

Rund 560 Werke von 75 Künstlern verwandeln die Deichtorhallen in ein temporäres Museum der Gegenwartskunst. Die Sammlung Viehof, in die wichtige Teile der Sammlung Speck und Sammlung Rheingold eingeflossen sind, vereint Werke aus den Bereichen Malerei, Zeichnung, Fotografie, Skulptur, Installation und Video mit Schwerpunkt auf deutsche Kunst von der Nachkriegszeit bis heute. Im Zentrum der Ausstellung stehen hochkarätige Konvolute einzelner Künstler, darunter Georg Baselitz, Joseph Beuys, Candida Höfer, Jörg Immendorff, Sigmar Polke, Daniel Richter und Rosemarie Trockel.

 

Ausstellungsdauer: 01.10.2016 bis 22.01.2017

Website: www.deichtorhallen.de

ArtKiss-Besuch: 29.12.2016

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!