Mit ‘Richard Deacon’ getaggte Beiträge

Ars Aevi ist das Museum für zeitgenössische Kunst in Sarajevo. Es wurde während des Bosnien-Krieges als „Widerstand der Kultur“ gegründet. In dem sehr provisorisch wirkenden Gebäude, dass in den nächsten Jahren durch einen von Renzo Piano geplanten Neubau abgelöst werden soll, werden etwa 130 Werke von renommierten Künstlern wie Michelangelo Pistoletto, Jannis Kounellis, Joseph Beuys und Joseph Kosuth gezeigt.

Website: www.arsaevi.org

ArtKiss-Besuch: 23.07.2017

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.

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Von Hockney bis Holbein - Die Sammlung Würth in BerlinDie Sammlung Würth zählt zu den größten Privatsammlungen Europas. Sie umfasst rund 17.000 Kunstwerke. Die bedeutendsten Künstler der klassischen Moderne sind in der Sammlung vertreten aber auch Meisterwerke aus dem Mittelalter und Klassiker der zeitgenössischen Kunst. In nie gezeigtem Umfang wird die Kollektion mit 400 Kunstwerken von internationalem Rang in 27 Räumen inklusive Lichthof im Martin-Gropius-Bau präsentiert. Die Ausstellung „Von Hockney bis Holbein. Die
Sammlung Würth in Berlin“ ist definitiv ein „must see„.

Analog zur Geschichte der Sammlung Würth erzählt die Schau Kunstgeschichte rückwärts. So werden etwa David Hockneys Jahreszeiten-Zyklus, ein internationaler Skulpturenschwerpunkt von Eduardo Chillida bis Henry Moore, Meisterwerke der Klassischen Moderne von Pablo Picasso bis Edvard Munch, herausragende Kunstkammerobjekte und eine Auswahl der Alten Meister der Sammlung Würth, darunter eines der bedeutendsten Gemälde des 16. Jahrhunderts, die „Madonna des Bürgermeisters Jacob Meyer zum Hasen“ von Hans Holbein d. J. gezeigt. Ein weiterer Höhepunkt ist die 25-teilige monumentale Installation „The Last Judgement Sculpture“ des Anthony Caro im spektakulären Lichthof des Martin-Gropius-Bau, die der Brite einst für die Biennale in Venedig schuf.

Mit der Ausstellung setzt der Sammler Reinhold Würth, der in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag feierte, sein Engagement in der Bundeshauptstadt fort, das mit der Einrichtung einer Kunstkammer im wiedereröffneten Bode-Museum im Jahr 2006 seinen Anfang nahm.

Ausstellungsdauer: 11.09.2015 bis 10.01.2016

Website: www.gropiusbau.de

ArtKiss-Besuch: 25.09.2015

ArtKiss-Wertung:
5 Sterne: Ein Muss. Unbedingt anschauen!

Galerie Thaddaeus Ropac, Villa Kast, Salzburg

Galerie Thaddaeus Ropac, Villa Kast, Salzburg

Die Galerie Thaddaeus Ropac zeigt in der Salzburger Villa Kast ihre vierte Einzelausstellung des britischen Bildhauers Richard Deacon, der zu den bedeutendsten britischen Bildhauern der Gegenwart.

Seine existenzielle Auseinandersetzung mit Raum und Form ermöglicht eine grundlegend neue Blickweise. Entscheidend ist sein physischer Umgang mit den verschiedensten Materialien. Seine wellenförmig geschwungenen Skulpturen mit ihren rhythmischen Verflechtungen oder die biomorph anmutenden Raumkörper zählen zu den vielschichtigsten Werken der modernen Bildhauerei. Bereits die Anfänge seiner Karriere waren von Experimenten mit unterschiedlichen Materialien und künstlerischen Ausdrucksformen geprägt, die Performance, Fotografie und Zeichnung umfassten. Charakteristisch für seine Arbeit ist das tiefe Interesse an der spezifischen Materialität seiner verwendeten Werkstoffe, die so verschieden sind wie laminiertes Holz, Beton, PVC, Edelstahl und Keramik. Deacons Skulpturen erscheinen als komplexe Lineamente, rhythmische Verflechtungen oder organische Körper und beeindrucken durch die außergewöhnliche Durchdringung von Form, Oberfläche und Raum.

Richard Deacon begann Ende 1999 in einer Kölner Werkstatt mit dem Material Keramik zu arbeiten. In Salzburg zeigt Ropac vier rätselhafte biomorphe Skulpturen aus diesem Material, die vielfarbig gefasst und mit einer prächtigen Glasur versehen wurden.

Die Keramikskulpturen treffen in der Ausstellung auf sechs pulverbeschichtete Edelstahlskulpturen in leuchtenden Farben aus dem Zyklus Alphabet, die in ihrer Strenge, Klarheit und grafischen Ästhetik einen Gegensatz zur wabernden Oberfläche der Keramikskulpturen bilden. Sie sind aus mehreren fünf- bis siebeneckigen Feldern zusammengesetzt, die jeweils wie Bienenwaben oder Segmente eines Spinnennetzes aneinander anschließen. Die Objekte lehnen an der Wand, berühren den Boden und bilden eine Mischform zwischen Wandzeichnung, Relief und freistehender Skulptur. Im Mittelpunkt steht dabei das Spiel mit positiver und negativer Form aus dem Verständnis heraus, dass eine Skulptur nicht nur durch ihre Oberfläche, sondern vor allem durch ihre Zwischenräume definiert wird.

Deacons Skulpturen reflektieren häufig die materielle Welt des alltäglichen Lebens; Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs liefern den Anstoß, über bestimmte Strukturen und Formen nachzudenken.

Ausstellungsdauer: 25.01.2014 bis 05.04.2014

Website: www.ropac.net

ArtKiss-Besuch: 27.02.2014