Mit ‘Museum für Moderne Kunst’ getaggte Beiträge

Website: www.mam.paris.fr

ArtKiss-Besuch: 27.06.2014

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.

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In der Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nimmt die US-Amerikanerin Dorothy Iannone (*1933, Boston) eine besondere Stellung ein. Sie vereinigt in ihrem Werk, das sich inzwischen über fünfzig Jahre erstreckt, Malerei und Bilderzählung, autobiografisches Schreiben und Filmen. Seit den 1960er Jahren gilt sie als eine Pionierin im Kampf gegen Zensur, für freie Liebe und weibliche Sexualität. Künstlerisch und konzeptuell geht sie bis heute kompromisslos ihren eigenen Weg.

Dorothy Iannones großes Thema ist die ekstatische Liebe. Die Gemälde, Bilderzählungen, Texte und Bücher dieser Vorreiterin für die sexuelle und intellektuelle Emanzipation der Frau speisen sich kompromisslos aus dem eigenen Leben. Iannones Kunst wurde immer wieder wegen angeblich pornografischer Inhalte zensiert. In der Tat ist ein Besuch der Ausstellung mit Kindern nicht zu empfehlen, da viele Bilder sehr explizit sind.

Doch  ihre Darstellungen der geschlechtlichen Vereinigung von Frau und Mann sollen eine mysthische Dimension besitzen, die von einer geistigen wie körperlichen Einheit der Gegensätze ausgeht. Hier verankert sich ihre Bildwelt in der Kulturgeschichte und interpretiert auf eine moderne und persönliche Weise Aspekte vorderasiatischer Religionen, etwa des Buddhismus.

Ausstellungsdauer: 20.02.2014 bis 02.06.2014

Website: www.berlinischegalerie.de

ArtKiss-Besuch: 08.03.2014

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.

Die Berlinische Galerie ist eines der jüngsten Museen der Hauptstadt und sammelt in Berlin entstandene Kunst von 1870 bis heute – mit lokalem Fokus und internationalem Anspruch zugleich.

1975 als privater Verein gegründet, eröffnete das Landesmuseum 2004 in Nachbarschaft zum Jüdischen Museum sein eigenes Haus in einer großzügig umgebauten Industriehalle mit 4.600 qm Ausstellungsfläche. Bildende Kunst – Malerei, Grafik, Skulptur, Multimedia – Fotografie, Architektur und Künstler-Archive formen einen Fundus, aus dem durch interdisziplinäre Verschränkungen spannungsvolle Dialoge entstehen.

Herausragende Sammlungsbereiche sind Dada Berlin, die Neue Sachlichkeit und Osteuropäische Avantgarde. Die Kunst des geteilten Berlin und der wiedervereinten Metropole bildet einen weiteren Schwerpunkt.

Website: www.berlinischegalerie.de

ArtKiss-Besuch: 08.03.2014

ArtKiss-Wertung:
5 Sterne: Ein Muss. Unbedingt anschauen!

Der Maler, Zeichner und Installationskünstler Franz Ackermann (*1963 in Neumarkt St. Veit, Bayern) gehört seit mehr als 15 Jahren zu den wichtigsten Gegenwartskünstlern. Franz Ackermann hat für die Berlinische Galerie ein Raumkonzept entwickelt, das Wandmalerei, Tafelbilder und Fotografie miteinander in Beziehung setzt. Er bespielt die über 40 Meter lange und etwa 10 Meter hohe erste Ausstellungshalle des Museums mit einer raumgreifenden Installation. Sie besteht aus einer eigens für das Museum geschaffenen Wandmalerei und wird durch großformatige Tafelbilder und fotografische Arbeiten ergänzt.

Franz Ackermann: Hügel und Zweifel - Ausstellungsansicht

Franz Ackermann: Hügel und Zweifel – Ausstellungsansicht

So entsteht ein ortsspezifisches Landschaftsbild in der Tradition der „Weltlandschaften“, wie sie sich im 16. Jahrhundert ausgehend von dem flämischen Maler Joachim Patinirs entwickelten: Ackermanns Arbeit eröffnet zunächst einen Überblick, gleich einem Panorama. Eine Hügellandschaft entfaltet sich. Verändert der Betrachter seine Position, offenbart sich aber auch ein ungeheurer Detailreichtum. Die idealtypische Szenerie wird durch Ergänzungen unterbrochen wie etwa Fotografien aus Indien und Tarlabasi, einem Istanbuler Stadtviertel, das kurz vor dem Abriss steht. Sie repräsentieren die im Titel der Ausstellung angesprochenen Zweifel, sind integraler Bestandteil der Wandmalerei und zugleich deren Widersacher.

Die Kombination unterschiedlicher Medien in der Berlinischen Galerie war nur an diesem Ort so zu sehen sein: Die Tafelbilder sind als Einzelwerke zu ihren Besitzern zurückgegangen, die Wandgemälde wurden übermalt.

Ausstellungsdauer: 18.09.2013 bis 24.03.2014

Website: www.berlinischegalerie.de

ArtKiss-Besuch: 08.03.2014

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!