Mit ‘Moderne’ getaggte Beiträge

Max Pechstein. Künstler der Moderne

Mit der Ausstellung „Max Pechstein. Künstler der Moderne“ präsentiert das Bucerius Kunst Forum erstmals das Schaffen des deutschen Expressionisten in einer Einzelschau in Hamburg. Sie würdigt den Künstler Max Pechstein (1881-1955) als wegweisenden Vertreter der Moderne und lässt sein vielschichtiges Werk vor dem Hintergrund verschiedener biografischer und geografischer Schwerpunkte neu aufleben.

Die Schau zeigt, wie sich Pechsteins Stil mit jedem Aufenthaltsort veränderte und weiterentwickelte, darunter Paris, Berlin und Dresden, Monterosso in Italien und Palau in der Südsee. Über die motivische Prägung unterschiedlicher Lebensmittelpunkte hinaus ergründet die Ausstellung, wie der Künstler frühzeitig wichtige Strömungen und Neuerungen in der Malerei erspürte und in seiner Kunst verarbeitete.

Die Schau gibt in über 70 Werken Einblick in alle signifikanten Werkgruppen und Schaffensperioden Pechsteins zwischen 1906 und 1932. Präsentiert werden neben einer Vielzahl seiner Gemälde auch Druckgraphiken, Zeichnungen, Aquarelle und Holzschnitte.

Max Pechstein rezipierte als einer der ersten deutschen Künstler die Ausdrucksmittel des französischen Fauvismus und wandelte sie in einen eigenständigen expressionistischen Stil um. Nach einem künstlerisch prägenden Parisaufenthalt zwischen 1907 und 1908 war er in Dresden und Berlin maßgeblich an der Bildung des „Brücke“-Stils beteiligt. Ab 1912 fanden auch Elemente des Kubismus Eingang in sein Werk.

Ausstellungsdauer: 20.05.2017 bis 03.09.2017

Website: www.buceriuskunstforum.de

ArtKiss-Besuch: 20.05.2017

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.

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Das Bucerius Kunst Forum präsentiert mit der Ausstellung zum Werk Paula Modersohn-Beckers eine konzentrierte Neubetrachtung der deutschen Ausnahmekünstlerin.

Paula Modersohn-Becker. Der Weg in die Moderne

Die Einzelausstellung veranschaulicht anhand von rund 80 Werken die singuläre Bedeutung ihres kurzen künstlerischen Schaffens in einer Zeit zwischen zwei grundverschiedenen Künstlergenerationen: den Spätimpressionisten und den Expressionisten.

Die Schau ermöglicht durch gezielt gewählte – teils auch weniger bekannte – Gemälde und Zeichnungen einen neuen Blick auf das herausragende Werk von Paula Modersohn-Becker. Die Präsentation motivischer Wiederholungen verdeutlicht die Entwicklung ihrer eigenen Bildmittel und Methodik im Verlauf ihres kurzen künstlerischen Schaffens.

Paula Modersohn-Becker - Kopf eines blonden Mädchens mit Strohhut, um 1904, Kunst- und Museumsverein Wuppertal

Paula Modersohn-Becker – Kopf eines blonden Mädchens mit Strohhut, um 1904, Kunst- und Museumsverein Wuppertal

Während Modersohn-Beckers eigenwilliger und avantgardistischer Stil zu ihren Lebzeiten als irritierend oder befremdlich empfunden wurde, gilt er heute als revolutionär und zukunftsweisend.

Ausstellungsdauer: 04.02.2017 bis 01.05.2017

Website: www.buceriuskunstforum.de

ArtKiss-Besuch: 10.03.2017

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!

Wolfgang Kluge arbeitete als Auto-Konstrukteur und Unternehmensberater bevor er Kunst zu seinem Hauptberuf machte. Heute ist er ein Maler, der das Großformat bevorzugt. In seinem Atelier in Seevetal-Hittfeld haben die größten Bilder eine Höhe von 2,80 Meter. Kluges Bilder sind aber nicht nur groß, sondern auch farbenfroh. Erstellt sind sie mit dem Pinsel und/oder mit dem Spachtel, in der Regel mit Öl auf Leinwand. Signiert sind die Bilder meist mit „WHAK„, der Abkürzung des Namens des Künstlers: Wolfgang Hermann Albert Kluge.

WHAK

WHAK in seinem Atelier
© Wolfgang Hermann Albert Kluge

WHAKs Bilder zeigen die Spuren des Arbeitsprozesses, in dem sie entstanden sind: nicht nach einem vorgegebenen Plan, sondern im Verlauf des künstlerischen Produktionsverfahrens. Ihre Vollendung erlangen die Bilder erst im Auge des Betrachters. Der Rezipient wird in die Herstellung des Kunstwerkes einbezogen und gibt damit dem Bild erst Sinn und Bedeutung.

Wer sich in seinen großen Atelierräumen umschaut, staunt über eine Fülle imposanter und lichtdurchfluteter Bilder, die allesamt auf die eine oder andere Weise vor allem Dynamik, Vitalität und Lebensfreude vermitteln.

Website: www.whak.eu

ArtKiss-Besuch: 30.11.2014

Das Kunstmuseum Wolfsburg sammelt seit 1994 internationale zeitgenössische Kunst. Mit Werken rund um die Minimal Art, Conceptual Art, Arte Povera, Body Art und Medienkunst wurde die Basis gelegt. Nun machte sich das Museum auf die Spurensuche innerhalb der eigenen Sammlung und zeigt mit der Ausstellung „Spuren der Moderne“ auf rund 1.000 Quadratmetern 34 Werke von 30 Künstlern aus den 1960er-Jahren bis in die Gegenwart umfasst.

„What looks good today may not look good tomorrow“ lauten Titel und Inhalt einer Arbeit von Michel Majerus von 1999. Damit bringt er auf den Punkt, was Charles Baudelaire 1863 beschrieb, als er den Begriff der Modernität als Ausdruck von Zeitgeist prägte: Vergänglich und flüchtig sei diese. Als Zeitbegriff ist die Moderne schwer zu erfassen – unbestreitbar sind jedoch einige ihrer bestimmenden Inhalte und Ästhetiken.

In einem thematisch gegliederten Parcours, der die Felder Porträt, darstellende Malerei, Abstraktion, Architektur und Design, Wissenschaft und Technik, Aufklärung und Spiritualität sowie Global Art umfasst, wird hier die Frage nach dem aktuellen Einfluss der Moderne in den Raum gestellt. Wie wird die Moderne in Werken von Künstlern wie Elizabeth Peyton, Thomas Schütte, Cindy Sherman, Neo Rauch, Tobias Rehberger, Andreas Gursky, Olafur Eliasson, Gerhard Merz oder James Turrell heute rezipiert?


Ausstellungsdauer: 15.03.2014 bis 26.10.2014

Website: www.kunstmuseum-wolfsburg.de

ArtKiss-Besuch: 10.10.2014

Ernst Barlach Museum Wedel

Christian Rohlfs – Magie der Farben, 14. April bis 14. Juli 2013, Ernst Barlach Museum Wedel

Christian Rohlfs, ein deutscher Maler der Moderne, erforschte die lichte und transparente Wirkung der Farben. Er entwickelte eine Neigung zur Stilisierung und Reduktion der vorgefundenen Motive, die er gerne mit dem Farbfluss des Aquarells umsetzte. Die Ölmalerei gab er in den 1920er Jahren mehr und mehr zugunsten frei gestalteter Aquarell- und Temperaarbeiten auf.

1927 begab sich der Künstler in das schweizerische Ascona am Lago Maggiore. Die spezifische Helligkeit des Südens verlockt den fast achtzigjährigen Künstler zu einer bis dahin nicht gekannten bildnerischen Darstellung von Farbe und Licht. Das Inhaltliche tritt jetzt zugunsten flammender Farbtöne fast vollständig zurück. Licht dringt in die Farben ein, bringt sie zum Leuchten und erzeugt ein so transparentes Erscheinungsbild, dass die Motive losgelöst von aller materiellen Schwere förmlich zu schweben beginnen.

Die magische Wirkung der Farbe ist für Christian Rohlfs das zentrale Gestaltungsmittel geworden, mit dem er die Erscheinungen der Dinge in reine Malerei zu überführen vermag, die auch dem heutigen Betrachter tief bewegende Natur- und Landschaftsdarstellungen vor Augen führt.

Ausstellungsdauer: 14.04.2013 bis 14.07.2013

Website: www.ernst-barlach.de

ArtKiss-Besuch: 23.06.2013

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.