Mit ‘Malerei’ getaggte Beiträge

Leiko Ikemura gilt als eine der bedeutendsten Künstlerinnen unserer Zeit mit internationaler Anerkennung. Bereits seit den 1980er Jahren ist sie fester Bestandteil bei renommierten Biennalen und Ausstellungsprojekten in namenhaften Museen und Kunstinstitutionen. Mehr als 20 Jahre war Leiko Ikemura als Professorin an der Universität der Künste in Berlin tätig. Nun stellt die Künstlerin ein gemeinsames Projekt mit einer Auswahl ihrer Meisterschüler der vergangenen Lehrjahre in Hamburg aus. In der von ihr kuratierten Gruppenausstellung „Wir Magier“ werden sowohl Werke von ihr als auch ihren ehemaligen Studenten gezeigt.

Ausstellungsdauer: 13.10.2017 bis 17.11.2017

Website: www.evelyndrewes.de

ArtKiss-Besuch: 18.10.2017

Advertisements

AKatTT2Die Londoner Galerie Timothy Taylor zeigt derzeit Arbeiten des renommierten amerikanischen Malers Alex Katz. Die britische Repräsentanz des Künstlers präsentiert u.a. eine Auswahl seiner frühesten Zeichnungen und neue, groß angelegte „Line“-Silhouette-Skulpturen.

AKatTT1

Alex Katz ist weltweit bekannt für seinen einzigartigen Ansatz zur zeitgenössischen Darstellungsmalerei, der in Reaktion auf die Dominanz des abstrakten Expressionismus vor der Entstehung der Pop Art in den USA entwickelt wurde. Die Ausstellung kontrastiert über 50 frühe Bleistiftzeichnungen mit den neuesten Werken des Künstlers  – eine Reihe von großformatigen Skulpturen, die die prägenden frühen Zeichnungen des Künstlers schön widerspiegeln.

Die Ausstellung präsentiert auch zwei unsichtbare Skulpturen, von denen eine von Katzs Frau Ada inspiriert wurde – ein wiederkehrendes Thema in seinen Werken. Die 11-Fuß-Skulptur ist eine Single-Line-Zeichnung von Adas Profil: 60 Jahre später beziehen sich die Werke von Katz noch auf die Klarheit der Linie, die er in seinen frühen U-Bahn-Zeichnungen definiert hat.

AKatTT0

ArtKiss hat Alex Katz persönlich getroffen und auch mit seiner Frau und Muse Ada ein paar Worte wechseln können. Ada war der Meinung, dass die neue Line-Skulptur mit ihrem Profil nicht den massiven Sockel benötigen würde und idealerweise vor unifarbenen Wänden aufgestellt wird. Alex Katz hat verraten, dass er für Februar 2018 eine Ausstellung mit Black & White Prints in Hamburg plant.

Ausstellungsdauer: 03.10.2017 bis 18.11.2017

Website: www.timothytaylor.com

ArtKiss-Besuch: 03.10.2017

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!

 

 

Angetrieben von der Freude an der Verbindung von körperlichen, visuellen und intellektuellen Verständnissen entstehen die Arbeiten von Mena Moskopf. Ein sehr wichtiger Aspekt ist dabei das Innehalten und Hervorheben des Moments. Die Lust an Blicken und das Spiel in der Beobachtung stößt einen Prozess des Erkennens in einer fluiden, schnelllebigen und von Bildern übersättigten medialen Zeit an.

Die Vorlagen der malerischen Arbeiten sind daher aus dem realen sowie dem digitalen Leben gegriffen. Ausschlaggebend für die Auswahl der Fotografien und Screenshots von Personen, sind deren Intensität im Ausdruck. Die Situationen stammen hauptsächlich aus alltäglichen Begebenheiten und rufen Fragen über die veränderte Selbst- und Fremdwahrnehmung hervor.

 

Ausstellungsdauer: 09.09.2017 bis 06.10.2017

Website: www.evelyndrewes.de

ArtKiss-Besuch: 08.09.2017

Sadko Hadzihasanovic wurde 1959 in Bihac, Bosnien und Herzegowina geboren. Er studierte und promovierte (1982) an der Akademie der Bildenden Künste in Sarajevo, erlangte sein MFA an der Universität Belgrad (1984) und ging 1993 nach Kanada. Heute lebt und arbeitet Hadzihasanovic in Toronto.

Website: www.ugbih.ba

ArtKiss-Besuch: 25.07.2017

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.

Ars Aevi ist das Museum für zeitgenössische Kunst in Sarajevo. Es wurde während des Bosnien-Krieges als „Widerstand der Kultur“ gegründet. In dem sehr provisorisch wirkenden Gebäude, dass in den nächsten Jahren durch einen von Renzo Piano geplanten Neubau abgelöst werden soll, werden etwa 130 Werke von renommierten Künstlern wie Michelangelo Pistoletto, Jannis Kounellis, Joseph Beuys und Joseph Kosuth gezeigt.

Website: www.arsaevi.org

ArtKiss-Besuch: 23.07.2017

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.

Neo Rauch: Männer mit Flugzeugen, 2012. Courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin and David Zwirner, New York/London // © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Mit der Sammlung Viehof präsentieren die Deichtorhallen Hamburg an zwei Standorten, der Halle für aktuelle Kunst und der Sammlung Falckenberg in Hamburg-Harburg, eine der bedeutendsten deutschen Privatsammlungen zeitgenössischer Kunst.

Rund 560 Werke von 75 Künstlern verwandeln die Deichtorhallen in ein temporäres Museum der Gegenwartskunst. Die Sammlung Viehof, in die wichtige Teile der Sammlung Speck und Sammlung Rheingold eingeflossen sind, vereint Werke aus den Bereichen Malerei, Zeichnung, Fotografie, Skulptur, Installation und Video mit Schwerpunkt auf deutsche Kunst von der Nachkriegszeit bis heute. Im Zentrum der Ausstellung stehen hochkarätige Konvolute einzelner Künstler, darunter Georg Baselitz, Joseph Beuys, Candida Höfer, Jörg Immendorff, Sigmar Polke, Daniel Richter und Rosemarie Trockel.

 

Ausstellungsdauer: 01.10.2016 bis 22.01.2017

Website: www.deichtorhallen.de

ArtKiss-Besuch: 29.12.2016

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!

George Condo - Windswept Figure, 2007 / Öl auf Leinwand, 50,8 x 40,6 cm / Sammlung des Künstlers, New York /  Courtesy Sprüth Magers und Skarstedt / © VG Bild-Kunst, Bonn 2016 / Foto: © George Condo 2016

George Condo – Windswept Figure, 2007 / Öl auf Leinwand, 50,8 x 40,6 cm / Sammlung des
Künstlers, New York / Courtesy Sprüth Magers und Skarstedt / © VG Bild-Kunst, Bonn 2016 / Foto: © George Condo 2016

Das Berliner Museum Berggruen zeigt eine Werkschau des US-amerikanischen Malers George Condo. Diese erste große Ausstellung zeitgenössischer Kunst seit der Gründung des Museum Berggruen setzt Werke Condos aus den frühen 1980er-Jahren bis heute in Beziehung zu Künstlern der Klassischen Moderne aus der Sammlung der Nationalgalerie.

Die Präsentation von Meisterwerken von Cézanne, Picasso, Matisse, Klee und Giacometti aus dem Museum Berggruen unter Einbeziehung der Werke Condos entfaltet ein offenes Feld an Verweisen. Bereits seit den frühen 1980er-Jahren bezieht sich Condo in seinen Werken mit einer Mischung aus Humor, Ironie und Verehrung auf die gesamte Bandbreite der europäischen wie US-amerikanischen Kunst. Für seine teils grotesken Bildfindungen greift er auf Gattungen wie Akt, Stillleben und Porträt zurück.

Condo kombiniert spielerisch kunsthistorische Referenzen, insbesondere formale wie motivische Bezüge zu den Künstlern der klassischen Moderne, deren einstmals schockierende kubistische Bilder längst in den Kanon der Kunstgeschichte eingegangen sind. In gleichem Maße fließt die Populärkultur in Condos Arbeiten ein und so zeigen etwa seine Porträts Anleihen an Comicfiguren wie Batman, Bugs Bunny oder Micky Maus.

George Condo. Confrontation - Installationsansicht / Museum Berggruen, Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin / Pablo Picasso: Bildnis Jaime Sabartés, 1904 | Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Museum Berggruen / George Condo: The Missionary, 2004 | Sammlung des Künstlers, New York / Courtesy Sprüth Magers und Skarstedt / Pablo Picasso: Sitzender Harlekin, 1905 | Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Museum BerggruenGeorge Condo: Seated Couple, 2005 | Sammlung des Künstlers, New York / Courtesy Sprüth Magers und Skarstedt / © Succession Picasso / VG Bild-Kunst, Bonn 2016 / Foto: Timo Ohler

George Condo. Confrontation – Installationsansicht / Museum Berggruen, Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin / Pablo Picasso: Bildnis Jaime Sabartés, 1904 | Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Museum Berggruen / George Condo: The Missionary, 2004 | Sammlung des Künstlers, New York / Courtesy Sprüth Magers und Skarstedt / Pablo Picasso: Sitzender Harlekin, 1905 | Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Museum BerggruenGeorge Condo: Seated Couple, 2005 | Sammlung des Künstlers, New York / Courtesy Sprüth Magers und Skarstedt / © Succession Picasso / VG Bild-Kunst, Bonn 2016 / Foto: Timo Ohler

Die Ausstellung George Condo. Confrontation im Museum Berggruen versteht die Malerei des 20. und 21. Jahrhunderts als unablässig in Bewegung bleibender Prozess von wechselseitigen Bezügen und Traditionen.

George Condo - Multi-Colored Pod, 1996 / Öl auf Leinwand, 55,2 x 38,1 cm / Sammlung des Künstlers, New York / Courtesy Sprüth Magers und Skarstedt / © VG Bild-Kunst, Bonn 2016 / Foto: © George Condo 2016

George Condo – Multi-Colored Pod, 1996 / Öl auf Leinwand, 55,2 x 38,1 cm / Sammlung des
Künstlers, New York / Courtesy Sprüth Magers und Skarstedt / © VG Bild-Kunst, Bonn 2016 / Foto: © George Condo 2016

Ausstellungsdauer: 19.11.2016 bis 12.03.2017

Website: www.georgecondoinberlin.de

ArtKiss-Besuch: 19.11.2016

ArtKiss-Wertung:
2 Sterne: Wenn man nichts besseres zu tun hat…