Mit ‘Maler’ getaggte Beiträge

Er sieht sich selbst eher als Maler und weniger als Fotograf, auch wenn er seine Werke nicht mit dem Pinsel erzeugt. Der Berliner Künstler Michael H. Rohde zeigt derzeit in Hamburg Arbeiten aus seiner Werkserie „From below“ und buchstäblich „New Perspectives“ – Räume und ganze Häuser von Berühmheiten wie von Privatpersonen von unten!

Michael H. Rohde – Zoula, 83x146cm / 187x327cm, 2016, pigmentierter Ink-Jet-Print auf Alu-Dibond, protected by „VG Bildkunst“ Germany

Ganz unten stehen ist irgendwie auch immer am Anfang stehen. Die Kunst Michael H. Rohdes ist Reflexion der Welt und zugleich existenzielle Selbstbespiegelung aus allen Blickwinkeln. Rohde selbst erlebte unsere Gesellschaft bereits aus verschiedenen Perspektiven: als Maschinenschlosser, Maschinenbauingenieur, studierte Kunsttherapie/-pädagogik, freie Kunst, zuletzt bei Bernhard Johannes Blume an der HfbK Hamburg. 2009 war der Künstler sogar über fünf Monate obdachlos.

Wie genau er seine Werke erstellt, möchte Michael H. Rohde nicht verraten – nur soviel: für das Bild Zoula beispielsweise hat er zwei Monate gebraucht.

level one ist ein Ausstellungsraum für Studierende und Absolventen der Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg. Er bietet den Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit, Ausstellungserfahrungen zu machen.

Ausstellungsdauer: 03.02.2017 bis 23.02.2017
(anschließend vom 25.02.2017 bis 26.03.2017 im Kunstverein Rotenburg)

Website: www.hks-levelone.de

ArtKiss-Besuch: 02.02.2017

Advertisements

„Die Nachtwache“ von 1642 ist eines der berühmtesten Gemälde des niederländischen Malers Rembrandt van Rijn. Es hängt im Rijksmuseum in Amsterdam.

 Rembrandt van Rijn - Die Nachtwache

 Rembrandt van Rijn - Die Nachtwache

 Rembrandt van Rijn - Die Nachtwache

Rijksmuseum in Amsterdam

Website: www.rijksmuseum.nl/en

ArtKiss-Besuch: 16.05.2016

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.

Erró wurde 1932 in Island als Guðmundur Guðmundsson geboren und lebt seit 1958 in Paris. Bis 1967 trug er den Künstlernamen Ferró, bis er diesen nach einem siebenjährigen Rechtsstreit mit dem französischen Maler Gabriel Ferraud („Ferró“ und „Ferraud“ klingen in der französischen Aussprache exakt gleich) in Erró.

Erró - Science-Fiction Scape, 1992, 286 x 1320 cm, Glycerophtalische Farbe auf Leinwand, Collection Listasafn Reykjavfkur

Erró – Science-Fiction Scape, 1992, 286 x 1320 cm, Glycerophtalische Farbe auf Leinwand, Collection Listasafn Reykjavfkur

Im Vorgriff auf den schier unendlichen Informations- und Bilderfluss, der im Internet zu finden ist, galt Errós Interesse von Anfang an in dieser Fülle von Bildern. Er erfand neue Erzählformen in der Kunst dafür: Mit Collagen und Gemälden entwarf er eine visuelle und kritische Art, die gegen alle bisherigen Formen des Wissens, reich an Farbe und Witz, Exzess und Mehrdeutigkeit, allen zugänglich ist.

Das macLYON zeigt auf einer 3000 m² großen Ausstellungsfläche auf drei Etagen eine große und tolle Retrospektive. Mit mehr als 500 Werken, betehend aus Collagen, Performances, Filme, Aquarelle, Gemälde und Zeichnungen aus öffentlichen und privaten Sammlungen aus ganz Europa, wird die Arbeit von Erró, dem ersten Geschichtenerzähler in der Kunstgeschichte, gewürdigt.

Virtueller Ausstellungsbesuch

Ausstellungsdauer: 03.10.2014 bis 22.02.2015

Website: www.mac-lyon.com

ArtKiss-Besuch: 08.01.2015

ArtKiss-Wertung:
5 Sterne: Ein Muss. Unbedingt anschauen!

Uwe Hand - Mr. B., 2013, Mischtechnik auf Leinwand, 40 x 40 cm

Uwe Hand – Mr. B., 2013, Mischtechnik auf Leinwand, 40 x 40 cm

Uwe Hand gehört seit 40 Jahren zu den Wegbereitern und stilprägenden Protagonisten der gegenständlichen Malerei in Deutschland.

Zum ersten Mal seit sechs Jahren zeigt Reinhardt & Partner derzeit in der Hamburger Galerie greskewitz | kleinitz neue Arbeiten des in Berlin lebenden Künstlers in der Gastausstellung „Allerhand á la Hand“.

Ausstellungsdauer: 16.01.2015 bis 05.02.2015

Website: www.greskewitz-kleinitz-galerie.com

ArtKiss-Besuch: 15.01.2015

Wolfgang Kluge arbeitete als Auto-Konstrukteur und Unternehmensberater bevor er Kunst zu seinem Hauptberuf machte. Heute ist er ein Maler, der das Großformat bevorzugt. In seinem Atelier in Seevetal-Hittfeld haben die größten Bilder eine Höhe von 2,80 Meter. Kluges Bilder sind aber nicht nur groß, sondern auch farbenfroh. Erstellt sind sie mit dem Pinsel und/oder mit dem Spachtel, in der Regel mit Öl auf Leinwand. Signiert sind die Bilder meist mit „WHAK„, der Abkürzung des Namens des Künstlers: Wolfgang Hermann Albert Kluge.

WHAK

WHAK in seinem Atelier
© Wolfgang Hermann Albert Kluge

WHAKs Bilder zeigen die Spuren des Arbeitsprozesses, in dem sie entstanden sind: nicht nach einem vorgegebenen Plan, sondern im Verlauf des künstlerischen Produktionsverfahrens. Ihre Vollendung erlangen die Bilder erst im Auge des Betrachters. Der Rezipient wird in die Herstellung des Kunstwerkes einbezogen und gibt damit dem Bild erst Sinn und Bedeutung.

Wer sich in seinen großen Atelierräumen umschaut, staunt über eine Fülle imposanter und lichtdurchfluteter Bilder, die allesamt auf die eine oder andere Weise vor allem Dynamik, Vitalität und Lebensfreude vermitteln.

Website: www.whak.eu

ArtKiss-Besuch: 30.11.2014

Schon seit über 20 Jahren kenne ich die Kunst des autodidaktischen Malers, Musikers, Illustrators und Konzeptkünstlers Jim Avignon.

ArtKiss meets Jim Avignon

ArtKiss zu Besuch bei Jim Avignon

Damals kreierte er in Kooperation mit dem Journal Frankfurt u.a. Telefonkarten (1993). Für Swatch designte er 1996 eine Uhr. Auch ein Flugzeug der Deutschen BA wurde 1998 von Jim Avignon verschönert.

Nun hatte ich die nette Gelegenheit, Jim in seinem Studio in Berlin-Kreuzberg zu besuchen und mich mit ihm über alte Zeiten, sich und seinen Weg zu unterhalten. Es gab auch einen konkreten Anlass für meinen Besuch bei Jim Avignon: ich konnte mir ein großes Gemälde direkt bei ihm abholen: A man followed by his past

A man followed by his past, 2013, Acryl auf Papier, ca. 153 x 225 cm

A man followed by his past, 2013, Acryl auf Papier, ca. 153 x 225 cm

Ich liebe dieses Bild. Nun ist es Teil meiner Pop-Art-Sammlung. Ganz so, wie es sein sollte: Kunst, die gefällt, von einem Künstler der eigenen Generation.

Als Geschenk gab mir Jim noch sein kleines Büchlein „Trouble With The Aardvark„, gefüllt mit ca. 100 weiteren Kunstwerken von Jim Avignon, mit auf den Weg. Danke!

Website: www.jimavignon.com

ArtKiss-Besuch: 08.03.2014

MALERMEESE – MEESERMALER

Mit MALERMEESE – MEESERMALER zeigte das Museum der Moderne Salzburg eine umfassende Werkschau der malerischen Arbeiten des Künstlers Jonathan Meese.

Von 1995 bis 1998 studierte Meese an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg bei Franz Erhard Walther. Heute zählt er zu den herausragendsten deutschen Künstlern seiner Generation. Seine originäre, unverwechselbare malerische Sprache nimmt in ihrer Aussagekraft auch international einen singulären Status im Kunstgeschehen ein.

Die chronologisch angelegte Schau bot erstmals anhand exemplarischer Arbeiten einen Überblick über das gesamte Spektrum und die Entwicklung von Meeses malerischem Schaffen. Sie legt damit den Fokus auf den umfangreichsten und wichtigsten Teil seiner künstlerischen Arbeit, die darüber hinaus auch Skulpturen, Performances, Installationen und Bühnenarbeiten umfasst.

Die ersten Ölbilder Meeses aus den Jahren 1992 bis 1994 lassen noch die Auseinandersetzung mit der Formensprache der Klassischen Moderne erkennen. Eine verstärkte Beschäftigung mit der Malerei erfolgte ab dem Jahr 2000, nachdem sich Meese einige Jahre überwiegend der Performance und installativen Arbeiten gewidmet hatte.

Die für seine Arbeit wesentliche Idee der Bühne als einer inszenierten Gegenwelt überträgt er nun auf großformatige („Historien“-)Bilder, die eine intensive Beschäftigung mit Charakteren und Motiven aus der Hoch- und Populärkultur erkennen lassen. Daneben sind vor allem auch die Gattungen des Porträts und des Selbstbildnisses zentrale Aspekte seines Schaffens.

In seinen Selbstdarstellungen betreibt Meese ein raffiniertes Rollenspiel, mit dem er weniger die Suche nach der eigenen Identität als vielmehr das Maskenhafte und Oberflächliche verfolgt, das er in spielerisch-imaginierten Selbstumkreisungen variiert.

Meeses Werk ist von der Beschäftigung mit Persönlichkeiten der Weltgeschichte, mit Ur-Mythen und Heldenepen geprägt. In spezifischer Weise verdichtet der Künstler diese Motive unter Einbeziehung des Trivialen zu einem im wörtlichen Sinn „fantastischen“ Ganzen. Kompromisslos proklamiert er dabei sein utopisch angelegtes Konzept einer „Diktatur der Kunst“, wobei die Auseinandersetzung mit verfemten Figuren und Symbolen der deutschen (Zeit-)Geschichte ein bestimmendes Element ist. Oft grotesk überzeichnet, dekonstruiert Meese sie zum bloßen Ornament seiner Malereien oder führt sie im Mix mit Müll und Spielzeug ad absurdum. Mit dem systematischen, inflationären Einsatz dieser Symbole, die im Kontext der Darstellung von ihrer ursprünglichen Botschaft entkoppelt werden, verfolgt der Künstler deren Neutralisierung. Damit soll ihre Wirkungslosigkeit in der Gegenwart bekräftigt werden. Meese ist sich bewusst,  dass dabei auch öffentliche Diskussionen provoziert werden. Doch geht es seinem Selbstverständnis nach vorrangig darum, die Freiheit der Kunst zu bewahren, die sich keinen gesellschaftlichen und politischen Konventionen unterordnen darf.

Ausstellungsdauer: 16.11.2014 bis 09.03.2014

Website: www.museumdermoderne.at

ArtKiss-Besuch: 27.02.2014

ArtKiss-Wertung:
5 Sterne: Ein Muss. Unbedingt anschauen!