Mit ‘Künstlergruppe Brücke’ getaggte Beiträge

KSR

Die Ausstellung „Karl Schmidt-Rottluff: expressiv, magisch, fremd“ untersuchte erstmals die Faszination des berühmten „Brücke“-Künstlers für außereuropäische Kunst und Kultgegenstände und seine lebenslange Rezeption der für ihn magischen Kraft dieser Objekte.

Karl Schmidt-Rottluff: Monte Palatino, 1930 - Brücke-Museum Berlin - Karl und Emy Schmidt-Rottluff Stiftung - © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Karl Schmidt-Rottluff: Monte Palatino, 1930 – Brücke-Museum Berlin – Karl und Emy Schmidt-Rottluff Stiftung – © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Das Bucerius Kunst Forum präsentierte rund 80 Arbeiten Schmidt-Rottluffs aus über 50 Schaffensjahren, darunter Skulpturen, Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafik. Die Werke wurden in direkten Dialog mit afrikanischen und ozeanischen Objekten aus der umfassenden ethnografischen Sammlung des Künstlers gesetzt, der bereits als junger Mann begann, außereuropäischer Kunst und Kultgegenstände zu sammeln. Die Ausstellung präsentierte neue wissenschaftliche Erkenntnisse über den Nachlass des Künstlers und veranschaulichte, wie Schmidt-Rottluff stilistische und inhaltliche Anregungen umsetzte und darüber hinaus Motive direkt in seine Bilder übernahm.

Ausstellungsdauer: 27.01.2018 bis 21.05.2018

Website: www.buceriuskunstforum.de

ArtKiss-Besuch: 21.05.2018

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.

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Max Pechstein. Künstler der Moderne

Mit der Ausstellung „Max Pechstein. Künstler der Moderne“ präsentiert das Bucerius Kunst Forum erstmals das Schaffen des deutschen Expressionisten in einer Einzelschau in Hamburg. Sie würdigt den Künstler Max Pechstein (1881-1955) als wegweisenden Vertreter der Moderne und lässt sein vielschichtiges Werk vor dem Hintergrund verschiedener biografischer und geografischer Schwerpunkte neu aufleben.

Die Schau zeigt, wie sich Pechsteins Stil mit jedem Aufenthaltsort veränderte und weiterentwickelte, darunter Paris, Berlin und Dresden, Monterosso in Italien und Palau in der Südsee. Über die motivische Prägung unterschiedlicher Lebensmittelpunkte hinaus ergründet die Ausstellung, wie der Künstler frühzeitig wichtige Strömungen und Neuerungen in der Malerei erspürte und in seiner Kunst verarbeitete.

Die Schau gibt in über 70 Werken Einblick in alle signifikanten Werkgruppen und Schaffensperioden Pechsteins zwischen 1906 und 1932. Präsentiert werden neben einer Vielzahl seiner Gemälde auch Druckgraphiken, Zeichnungen, Aquarelle und Holzschnitte.

Max Pechstein rezipierte als einer der ersten deutschen Künstler die Ausdrucksmittel des französischen Fauvismus und wandelte sie in einen eigenständigen expressionistischen Stil um. Nach einem künstlerisch prägenden Parisaufenthalt zwischen 1907 und 1908 war er in Dresden und Berlin maßgeblich an der Bildung des „Brücke“-Stils beteiligt. Ab 1912 fanden auch Elemente des Kubismus Eingang in sein Werk.

Ausstellungsdauer: 20.05.2017 bis 03.09.2017

Website: www.buceriuskunstforum.de

ArtKiss-Besuch: 20.05.2017

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.

Kirchner. Das expressionistische Experiment

Mit „Kirchner. Das expressionistische Experiment“ präsentiert das Bucerius Kunst Forum einen der einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Das druckgraphische Schaffen Ernst Ludwig Kirchners ist das umfangreichste des deutschen Expressionismus. Die Ausstellung vereint rund 130 oft großformatige und starkfarbige Holzschnitte, Radierungen und Lithographien aus der weltweit bedeutenden Sammlung des Brücke-Museums Berlin sowie einige Gemälde aus deutschen Privatsammlungen.

Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938) steht wie kein an derer Künstler für den Aufbruch der Moderne in Deutschland. 1905 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Künstlergruppe Brücke in Dresden. Kirchner und seine Malerkollegen versuchten, durch ihre expressive Ästhetik das Wesen der Dinge freizulegen. Auch nach der Auflösung der Gruppe 1913 arbeitete Kirchner unermüdlich weiter, zeigte das hektische Treiben der Metropole Berlin und später, von 1917 an, die Schweizer Bergwelt bei Davos, wo er bis zu seinem Freitod 1938 lebte.

Sein vielschichtiger Stil, der mal von kantigen, groben Formen, mal von weichfließenden Linien oder grellen Farben geprägt ist, fasziniert noch heute durch seine Eindringlichkeit und den psychologischen Gehalt der Motive.

Die Ausstellung im Bucerius Kunst Forum führt vor Augen, dass sich diese bildnerische Revolution nicht auf Kirchners Malerei beschränkt, sondern in besonderem Maß Widerhall in seinem druckgraphischen Schaffen findet. Hier behandelte Kirchner mit Akten, Badenden, Tanz- und Straßenszenen und einem neuen Blick auf den Menschen in den Portraits innovative Themen der „Brücke“, die er durch den scharfen Schnitt und die harten Kontraste von Schwarz und Weiß kennzeichnete. Auf farbigen Papieren und mit ausdrucksstarken, leuchtenden Druckfarben verlieh er traditionsreichen künstlerischen Techniken expressiven Charakter und machte sie für die Moderne fruchtbar. Für ihn war die Druckgraphik das wichtigste Experimentierfeld eines neuen expressionistischen Stils.

„Kirchner. Das expressionistische Experiment“ zeigt die intensive Auseinandersetzung des Künstlers mit den verschiedenen Techniken, wie dem Farbholzschnitt, der Radierung oder der Lithographie. Kirchner nutzte die spezifischen Eigenschaften der jeweiligen Drucktechniken, um seine ästhetische Sprache zu entwickeln. Anders als für die meisten Künstler war die Druckgraphik für ihn kein Mittel zur Vervielfältigung seiner Bildideen, sondern eine eigenständige Kunstform. Es ging ihm nicht darum, Auflagenwerke zu schaffen, um seine Bildfindungen zu vervielfältigen. Sein Verständnis des Druckens war vielmehr, mit der Druckplatte und dem Papier ein jeweils einzigartiges Werk zu schaffen. Kirchner konnte dem Holz oder Kupfer mit scharfkantigen Werk zeugen Formen abringen, die sich in keinem anderen Medium hervorbringen ließen.

Ausstellungsdauer: 29.05.2014 bis 07.09.2014

Website: www.buceriuskunstforum.de

ArtKiss-Besuch: 06.07.2014

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.