Mit ‘Jasper Johns’ getaggte Beiträge

Jurij Korolev, Kosmonauten, 1982 Öl auf Leinwand, 195 x 315 cm © Foto: Carl Brunn, Courtesy: Ludwig Forum für Internationale Kunst Aachen, Leihgabe der Peter und Irene Ludwig Stiftung
Jurij Korolev, Kosmonauten, 1982 Öl auf Leinwand, 195 x 315 cm © Foto: Carl Brunn, Courtesy: Ludwig Forum für Internationale Kunst Aachen, Leihgabe der Peter und Irene Ludwig Stiftung

Mit „The Cool and the Cold. Malerei aus den USA und der UdSSR 1960– 1990. Sammlung Ludwig“ präsentieren der Gropius Bau und die Peter und Irene Ludwig Stiftung eine umfangreiche Gruppenausstellung, die zur Zeit des Kalten Krieges entstandene Arbeiten aus beiden weltpolitischen Machtzentren vereint und sich so dem Verhältnis von Ost und West aus kunsthistorischer Perspektive annähert.

Peter und Irene Ludwig gehörten weltweit zu den ersten SammlerInnen, die US-amerikanische und sowjetische Kunst parallel sammelten. Ihre umfangreiche Sammlung ermöglicht die kritische Gegenüberstellung von Werken aus beiden Lagern des Ost-West-Konflikts. Die Ausstellung zeigt rund 125 Arbeiten von 80 Künstlerinnen aus den Beständen der Sammlung Ludwig aus sechs internationalen Museen, unter anderem von Alex Katz, Jo Baer, Erik Bulatov, Ivan Čujkov, Helen Frankenthaler, Jasper Johns, Ilja Kabakov, Lee Lozano, Natalja Nesterova, Viktor Pivovarov, Jackson Pollock und Andy Warhol. Im gesamten Erdgeschoss des Gropius Bau – mit Blick auf die Mauerreste und die Gedenkstätte Topographie des Terrors – findet so eine Gegenüberstellung statt, die Kontinuitäten und Gegensätze künstlerischen Denkens und Arbeitens offenlegt.

Die Ausstellung untersucht, wie KünstlerInnen zur Zeit des Kalten Krieges auf politische wie ästhetische Fragen ihrer Epoche reagierten und Vorstellungen individueller und gesellschaftlicher Freiheit verhandelten. Im Spannungsfeld der verschiedenen Stile, Ismen und Denkrichtungen aus drei Jahrzehnten wird Kunst auch als Ausdruck von und Kommentar zu Ideologien lesbar.

Video-Teaser zu Ausstellung.

The Cool and the Cold. Malerei aus den USA und der UDSSR 1960–1990. Sammlung Ludwig, Installationsansicht, 24.9.2021–9.1.2022, Gropius Bau © Foto: Luca Girardini
The Cool and the Cold. Malerei aus den USA und der UDSSR 1960–1990. Sammlung Ludwig, Installationsansicht, 24.9.2021–9.1.2022, Gropius Bau © Foto: Luca Girardini

Ausstellungsdauer: 24.09.2021 bis 09.01.2022

Website: www.gropiusbau.de

ArtKiss-Besuch: 03.10.2021

ArtKiss-Wertung:

4 Sterne: Sehenswert!

Das Whitney-Museum hat in New York ein neues Gebäude in der Gansevoort Street 99 im Meatpacking-District bezogen. An dieser Adresse beginnt auch der beliebte Highline Park.

Das Gebäude des neuen Whitney Museums wurde von Renzo Piano entworfen. Im Vordergrund das südliche Ende des Highline Parks.

Das Gebäude des neuen Whitney Museums wurde von Renzo Piano entworfen. Im Vordergrund das südliche Ende des Highline Parks.

Der Park als Touristenattraktion und das gerade neu eröffnete Museum führen derzeit auch an Wochentagen zu langen Warteschlangen schon vor dem Museum:

Eingangsbereich des Whitney Museums

Eingangsbereich des Whitney Museums

Im Museum selbst ist der Kunstgenuß definitiv durch die Menschanmassen getrübt: Aufzüge und Treppenhäuser sind überfüllt, der Lärmpegel ist hoch und man sieht die Werke kaum. Es bleibt zu hoffen, dass sich das mit der Zeit normalisiert, wobei es sich aber teilweise auch um Designfehler handelt (die oberen Etagen sind z. B. nur mit dem Aufzug oder die Nottreppe zu erreichen).

Nun aber zur Ausstellung: Zur Einweihung des neuen Museumsgebäudes wird die Geschichte der Kunst in den Vereinigten Staaten seit Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts bis zur Gegenwart gezeigt. Die mehr als 600 Werke stammen alle aus der Sammlung des Whitney. Der Titel „America Is Hard to See“ stammt aus aus einem Gedicht von Robert Frost und einem politischen Dokumentarfilm von Emile de Antonio. Der Titel soll metaphorisch die ständig wechselnden Perspektiven der Künstler und ihre Fähigkeit würdigen, mit der Entwicklung von visuellen Formen auf die Kultur der Vereinigten Staaten zu reagieren. Die Ausstellung ist in 23 Kapiteln über das ganze Museum verteilt chronologisch geordnet (von unten nach oben werden die Werke immer jünger).

Ausstellungsdauer: 01.05.2015 bis 27.09.2015

Website: www.whitney.org

ArtKiss-Besuch: 22.05.2015

ArtKiss-Wertung:
5 Sterne: Ein Muss. Unbedingt anschauen!

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Website: www.moma.org

ArtKiss-Besuche: 14.09.2013 und 01.10.2013

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!