Mit ‘Hamburg’ getaggte Beiträge

Michael Peltzer - Boogie Down, 2021 170 x 195 cm Acryl auf Nessel
Michael Peltzer – Boogie Down, 2021 170 x 195 cm Acryl auf Nessel

Michael Peltzer öffnet seinen Plattenkoffer und präsentiert seine neue Bilderserie. Die Schallplatten-Cover von Klassikern erstrahlen durch seine typische Technik in neuem Glanz und werden von ihm so in den Ikonenstatus erhoben. Bereits in jungen Jahren war der Künstler ein großer Fan von Vinyl, eine Leidenschaft und Faszination, die er so schnell nicht aufgegeben hat – bis heute sammelt er Schallplatten und mischt als DJ das Kölner Nachtleben auf.

In seinen neuen Arbeiten präsentiert er einen kleinen Querschnitt durch die Popkultur – vier Jahrzehnte von den Beatles bis hin zu Dr. Dre – diese Hits dürfen in keinem Schallplattenladen fehlen. Die Verbindung der Leinwände zu ihrem Original bildet der Titel, der sich auf die Katalognummern der einzelnen Platten bezieht. Let’s boogie!

Michael Peltzer - Lab (Ausstellungsansicht)
Michael Peltzer – Lab (Ausstellungsansicht)

Ausstellungsdauer: 18.09.2021 bis 15.10.2021

Website: www.evelyndrewes.de

ArtKiss-Besuch: 17.09.2021

Hirofumi Fujiwaras in Ton vormodellierten Bronzefiguren stehen und sitzen im Raum der sie umgibt, in sich ruhend, ihre Körper wirken lebendig, ihre Gesichter delikat.

Es ist sind seine ersten Bronzearbeiten und im Entwicklungsprozess war es Fujiwara besonders wichtig, in jeden Schritt involviert zu sein, um seinen Figuren genauso viel Liebe geben zu können wie seinen Kunststoffunikaten. Die hellgraue Patina der Bronzen hat Fujiwara jeweils selbst aufgetragen – ein malerisch anmutender Prozess, der jede der Figuren in Nuancen unterschiedlich aussehen lässt.

Fujiwaras Skulpturen, Erde und Wind, sind Schwärmer; sie zeugen von einer romantischen Sehnsucht nach Unerreichbarem, sie bewegen sich zwischen den Welten. Ihr kontemplativer Blick ins Unbestimmte gerichtet, tragen sie Referenzen des japanischen wie auch europäisch-westlichen Kulturkreises in sich. Sie scheinen jugendlich und doch alterslos, androgyn und losgelöst von jeglichen Stereotypen – isoliert vom Diesseits, aber doch ganz im Moment, im So-Sein verankert.

In unserer sich immer schneller bewegenden, stets nach Modifikation ausgerichteten Gesellschaft verkörpern Fujiwaras Erde und Wind zugleich Sehnsucht und Ideal.

Ausstellungsbroschüre zum Download (PDF, 2.6 MB)

Ausstellungsdauer: 18.09.2021 bis 15.10.2021

Website: www.evelyndrewes.de

ArtKiss-Besuch: 17.09.2021

Henrik Spohler: Containerterminal, Hamburg 2013, Deutschland © Henrik Spohler
Henrik Spohler: Containerterminal, Hamburg 2013, Deutschland © Henrik Spohler

Das Bucerius Kunst Forum widmet sich als erstes Museum mit einer Ausstellung der Darstellung von Industrie im Dialog der Medien Malerei und Fotografie. Die Schau „Moderne Zeiten. Industrie im Blick von Malerei und Fotografie“ spannt einen zeitlichen Bogen vom Beginn der Industrialisierung bis heute, von der Romantik bis zur zeitgenössischen Fotografie. Bildgewaltig macht sie die Entwicklungen und Veränderungen in der künstlerischen Industriedarstellung über einen Zeitraum von 175 Jahren deutlich.

Heinrich Kley: Die Kruppʼschen Teufel, um 1912/13, LWL-Industriemuseum – Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur Foto: LWL-Industriemuseum
Heinrich Kley: Die Kruppʼschen Teufel, um 1912/13, LWL-Industriemuseum – Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur Foto: LWL-Industriemuseum

Das Bucerius Kunst Forum versammelt knapp 30 Gemälde und rund 170 Fotografien von über 100 Künstlerinnen und Künstlern, darunter Werke von Adolph von Menzel, Conrad Felixmüller, Albert Renger-Patzsch, August Sander, Otto Steinert, Evelyn Richter, Hilla und Bernd Becher, Robert Voit, Thomas Struth und Inge Rambow.

Die Schau beleuchtet chronologisch in fünf Kapiteln, wie sich die künstlerische Industriedarstellung über die Jahrhunderte verändert hat und dokumentiert damit zugleich eindrucksvoll die Geschichte der Industrie in Europa und schlaglichtartig darüber hinaus.

Ausstellungsdauer: 26.06.2021 bis 26.09.2021

Website: www.buceriuskunstforum.de

ArtKiss-Besuch: 17.08.2021

ArtKiss-Wertung:

4 Sterne: Sehenswert!

Lukas Glinkowski: Maybe I am Barking Up The Wrong Tree – But We'll See! (Ausstellungsansicht)

In seiner Einzelausstellung bei Evelyn Drewes beschäftigt sich Lukas Glinkowski ausschließlich mit dem Spiegel als Material und Projektionsfläche. Präsentiert wird ein visuelles Mash-up: plakative Zitate aus Musik, Kunstgeschichte, Comics und dem urbanen Raum finden sich auf dem ungewöhnlichen Bildträger wieder. Bei oberflächlicher Betrachtung könnten die grellen Farben im Kontrast mit dem glatten Material an die Überreste einer Berliner Party-Nacht erinnern. Der intensive Blick in den Spiegel und auf die Motive konfrontiert die Betrachtenden hingegen mit sich selbst und den Fragen des Lebens, die der Künstler in Wortfetzen und Symbolen auf dem reflektierenden Malgrund andeutet.

Glinkowskis Kunst ist nah am Leben; sie schafft Raum für ein Spiel mit Seh- und Denkgewohnheiten. Auch, wenn sich mit jedem Werk eine eigene Idee des Künstlers verbindet, darf und soll doch jeder Sinnzusammenhang vom Betrachter ganz individuell für sich erschlossen werden.

Lukas Glinkowski: Maybe I am Barking Up The Wrong Tree – But We'll See! (Ausstellungsansicht)
Lukas Glinkowski: Maybe I am Barking Up The Wrong Tree – But We’ll See! (Ausstellungsansicht)

Ausstellungsdauer: 29.05.2021 bis 31.07.2021

Website: www.evelyndrewes.de

ArtKiss-Besuch: 28.05.2021

Über die Ausstellung „Why Should I Hesitate: Putting Drawings to Work“ des international anerkannten südafrikanischen Künstlers William Kentridge hat ArtKiss schon im Januar 2020 berichtet, nachdem sie im Zeitz MOCAA gezeigt wurde.

Die Show ist nun in Hamburg wieder zu sehen und wirkt aufgrund der größeren und helleren Ausstellungsräume anders als im MOCAA auf die BesucherInnen.

Ausstellungsdauer: 23.10.2020 bis 01.08.2021

Website: www.deichtorhallen.de

ArtKiss-Besuch: 12.03.2021

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.

Ausstellungsansicht Georges Braque. Tanz der Formen Foto: Ulrich Perrey
Ausstellung „GEORGES BRAQUE TANZ DER FORMEN“ im Bucerius Kunst Forum Foto: Ulrich Perrey

Das Bucerius Kunst Forum hat am 9. März 2021 die retrospektive Ausstellung „Georges Braque. Tanz der Formen“ nach dem 2. Lockdown wiedereröffnet. Anhand von 80 Werken wird das malerische Werk Braques erstmals seit über 30 Jahren in Deutschland umfassend präsentiert. Die Schau ist eine Kooperation mit dem Centre Pompidou, Musée national d’art moderne, Paris, und war Anfang Oktober kurz vor Schließung der Kultureinrichtungen eröffnet worden. 

Erstmals seit über 30 Jahren wird das malerische Werk von Georges Braque in Deutschland umfassend präsentiert. Braque gilt als der Initiator des Kubismus und ist einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Die chronologisch aufgebaute Ausstellung spürt mit 80 Werken seiner erstaunlichen schöpferischen Vielfalt nach: vom fauvistischen Frühwerk über die Entwicklung des Kubismus bis zu den letzten, nahezu abstrakten Serien der Nachkriegszeit.

Georges Braque: La Sarcleuse / Die Jätmaschine, 1961–1963, Centre Pompidou, Musée national d’art moderne, Paris Schenkung Madame Georges Braque, 1965 © VG Bild-Kunst, Bonn 2021 © Foto: Centre Pompidou, MNAM-CCI / Bertrand Prévost / Dist. RMN-GP

Die dämmernde Landschaft seines Werks „Die Jätmaschine“ – oft verglichen mit Vincent van Goghs „Weizenfeld mit Raben“ – gilt als das letzte Gemälde, das Braque vor seinem Tod am 31. August 1963 schuf. Es bildet auch den Abschluss der Ausstellung im Bucerius Kunst Forum.

Ausstellungsdauer: 10.10.2020 bis 30.04.2021

Website: www.buceriuskunstforum.de

ArtKiss-Besuch: 12.03.2021

ArtKiss-Wertung:

2 Sterne: Wenn man nichts besseres zu tun hat…

Die Deichtorhallen präsentieren das Projekt QUADRO mit Arbeiten von Kerstin Brätsch, Kati Heck, Stefanie Heinze und Laura Link.

Kati Heck, Meisterengelchen: Pufff, 2019 250 x 180 cm Öl und Buntstift auf Leinwand, Künstlerrahmen aus Holz Courtesy Tim van Laeren Gallery, Antwerp Copyright: © Kati Heck

Kati Heck, Meisterengelchen: Pufff, 2019 250 x 180 cm Öl und Buntstift auf Leinwand, Künstlerrahmen aus Holz Courtesy Tim van Laeren Gallery, Antwerp Copyright: © Kati Heck

Die Ausstellung ist als Antwort auf die vorhergehende Ausstellung „Die jungen Jahre der Alten Meister“ mit Werken von Georg Baselitz, Anselm Kiefer, Sigmar Polke und Gerhard Richter zu lesen. Was dort an Grundlagen der deutschen Malerei zu sehen war, wird hier nun in die Gegenwart überführt.

Kerstin Brätsch, Fossil Psychic For Christa (Stucco marmo), 2019 110 x 131,1 cm Gips, Pigmente, Kleber, Wachs und Öl auf Wabe, Filz Courtesy Gavin Brown`s Enterprise, New York Copyright: © Kerstin Brätsch. Courtesy Gavin Brown`s Enterprise, New York

Kerstin Brätsch, Fossil Psychic For Christa (Stucco marmo), 2019 110 x 131,1 cm Gips, Pigmente, Kleber, Wachs und Öl auf Wabe, Filz Courtesy Gavin Brown`s Enterprise, New York Copyright: © Kerstin Brätsch. Courtesy Gavin Brown`s Enterprise, New York

Die Ausstellung QUADRO beantwortet beispielhaft die Frage, welchen Vorrat an Formulierungen, Formeln und Symbolen sich die Malerei aktuell geschaffen
hat, um uns in figurativen, neo-surrealistischen oder experimentellen Bildern in ihren Bann zu ziehen.

 
Ausstellungsdauer: 14.02.2020 bis 06.09.2020

Website: www.deichtorhallen.de

ArtKiss-Besuch: 20.05.2020

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!

Mona Ardeleanu, Kuro 2018/IV, 2018 Öl auf Leinwand, 140 x 120 cm Courtesy Galerie Thomas Fuchs, Foto: die Künstlerin Copyright: © Mona Ardeleanu

Mona Ardeleanu, Kuro 2018/IV, 2018 Öl auf Leinwand, 140 x 120 cm Courtesy Galerie Thomas Fuchs, Foto: die Künstlerin Copyright: © Mona Ardeleanu

Mit dem Ausstellungsprojekt „Jetzt! Junge Malerei in Deutschland“ haben das Kunstmuseum Bonn, das Museum Wiesbaden und die Kunstsammlungen Chemnitz – Museum Gunzenhauser den Versuch unternommen, den aktuellen Stand des Mediums Malerei zu bestimmen. Ziel war es, einen gültigen Querschnitt durch die junge, in Deutschland entstandene Malerei zu geben und dabei alle Erscheinungsformen des Mediums ohne konzeptuelle oder ideologische Einschränkungen zu berücksichtigen.

Die Deichtorhallen Hamburg präsentieren als vierte Station der Ausstellung eine Auswahl von rund 150 Werken aus dem ambitionierten Projekt.

Lydia Balke, Hibernation Battlefield II (A Stained Mattress. Two Frozen Bodies. One Shattered Life.), 2017  Öl auf Nessel 230 x 160 cm Courtesy der Künstlerin. Foto: Lydia Balke Copyright: © Lydia Balke

Lydia Balke, Hibernation Battlefield II (A Stained Mattress. Two Frozen Bodies. One Shattered Life.), 2017 Öl auf Nessel 230 x 160 cm Courtesy der Künstlerin. Foto: Lydia Balke Copyright: © Lydia Balke

Nicht erst seit dem Aufbruch der Romantik um 1800 gilt die Malerei in Deutschland als führende Disziplin der Kunst. Die Nation der Malerfürsten des ausgehenden 20. Jahrhunderts treibt bis heute die Entwicklung der Malkunst voran und ist weltweit angesehen. Die vier kollaborierenden Museen, die sich besonders der Malerei verpflichtet fühlen, stellen mit dieser Ausstellung die nächste Generation wichtiger Maler/innen in Deutschland vor.

Vivian Greven, Leea, 2017 Öl auf Leinwand, 120 x 110 cm Privatsammlung Setareh, Foto: die Künstlerin Copyright: © Vivian Greven

Vivian Greven, Leea, 2017 Öl auf Leinwand, 120 x 110 cm Privatsammlung Setareh, Foto: die Künstlerin Copyright: © Vivian Greven

In den drei parallel im Herbst/Winter 2019 stattgefundenen Ausstellungen in Bonn, Chemnitz und Wiesbaden wurden rund 500 Werke von 53 Künstler/innen ausgestellt, die die Generation der heute Vierzigjährigen repräsentieren. Gezeigt werden Künstler/innen, welche die Malerei im klassischen Sinne als Tafelbild oder als Bild auf der Wand gegenwärtig weiterentwickeln.

Zum ersten Mal seit der deutschen Wiedervereinigung wird mit der Ausstellung der Versuch unternommen, einen möglichst umfassenden Überblick über die gegenwärtige Malerei in Deutschland zu geben. Ohne inhaltliche Beschränkung, jedoch mit Fokus auf klassische Bildtraditionen und deren Befragung wird die Aktualität dieser Gattung überprüft und im besten Falle bestätigt werden.

 
Ausstellungsdauer: 14.02.2020 bis 06.09.2020

Website: www.deichtorhallen.de

ArtKiss-Besuch: 20.05.2020

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!

Mit der Gruppenausstellung „Smiley“ eröffnet Evelyn Drewes nach dem zweimonatigen Corona-Lockdown von Mitte März bis Mitte Mai 2020 wieder ihre Galerie. Gezeigt werden Arbeiten von Marion Fink, Lukas Glinkowski, Lennart Grau, Steffen Kern, Tobias Köbsch, Hanna Nitsch, Michael Peltzer und Robert Rudat.

Ausstellungsdauer: 11.05.2020 bis 03.07.2020

Website: www.evelyndrewes.de

ArtKiss-Besuch: 20.05.2020

Matheus Rocha Pitta - The Curfew Sirens (Ausstellungsansicht)

Ein zentraler Aspekt in Matheus Rocha Pittas Arbeit ist die Untersuchung von Gesten. Als Artikulation von Körper und Sprache haben diese weitreichende ethische und politische Implikationen. Seit vielen Jahren pflegt Rocha Pitta ein umfangreiches Archiv mit Zeitungsausschnitten, die nach gestischen Ausdrücken und ihrem Herkunftsort geordnet sind. Die Abbildungen verwendet er in gegossenen Betonplatten verschiedener Größen und Formen, auf denen er das Material zu mehrschichtigen Kompositionen anordnet. Mit seinen „versteinerten“ Collagen konstruiert Rocha Pitta Geschichten, Erinnerungen und Szenarien, die verschiedene
Formen von Autoritarismus, Fehlinformation, Ausbeutung und Ungerechtigkeit reflektieren und sich ihnen widersetzen.

Für seine Ausstellung The Curfew Sirens in Hamburg hat Rocha Pitta ein Ensemble von acht neuen Skulpturen namens Sirenen entwickelt.

Ausstellungsdauer: 15.02.2020 bis 31.05.2020

Website: www.kunstverein.de

ArtKiss-Besuch: 20.05.2020

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!