Mit ‘German Pop’ getaggte Beiträge

Schon Anfang Februar hat ArtKiss die Arbeiten von Jens-Ole Remmers vorgestellt (Part I), nun hat Evelyn Drewes die Ausstellung bis Mai verlängert und zeigt Part II der bunten Collagen aus vielen kleinen Marken-Logos:

Die Ausstellung ist gleichzeitig Teil des „Gallery Weekends“ der Gale­rien im Kontorhausviertel („Sai­son­er­öff­nung„), an dem die teilnehmenden Galerien Samstag und Sonntag (21. und 22. März 2015) von 12-17 Uhr ihre Pforten für Kunstinteressierte öffnen und zu Galerieführungen und Künstlergesprächen einladen. Ein Besuch lohnt sich!

Ausstellungsdauer: 21.03.2015 bis 02.05.2015

Website: www.evelyndrewes.de

ArtKiss-Besuch: 20.03.2015

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!

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Jens-Ole Remmers‚ Collagen bestehen aus vielen kleinen Marken-Logos, die auf- und übereinander angeordnet sind. Mit etwas Abstand betrachtet ergeben sie bunte Bilder. Schöne Bilder, die an Pop Art erinnern.

Der Künstler bedient sich scheinbar in Supermärkten, um an die farbig mit internationalen Brands wie z.B. der australischen Apfelmarke Pink Lady® bedruckten Kartons zu gelangen, mit denen er seine Werke erstellt. Evelyn Drewes zeigt derzeit seine Arbeiten in der Ausstellung „Watchlist I/2015„.

Jens-Ole Remmers - Chata - Kartonage, collagiert, 2014, 60 x 42 x 15 cm

Jens-Ole Remmers – Chata – Kartonage, collagiert, 2014, 60 x 42 x 15 cm

Remmers, ein Meisterschüler von Ottmar Hörl, macht – ganz den Pop-Art-Ikonen Andy Warhol und Mel Ramos folgend – Alltagsgegenstände, in diesem Fall Transportkisten, zu Kunstwerken. Darüber hinaus fertig er auch Skulpturen aus Silikondruckvorlagen.

Jens-Ole Remmers - Watchlist I/2015 - Ausstellungsansicht (Brands/Mond, Canddelight, Something from somewhere)

Jens-Ole Remmers – Watchlist I/2015 – Ausstellungsansicht (Brands/Mond, Canddelight, Something from somewhere)

Ausstellungsdauer: 07.02.2015 bis 19.03.2015

Website: www.evelyndrewes.de

ArtKiss-Besuch: 06.02.2015

In einer großen Überblicksausstellung präsentiert die Schirn Kunsthalle Frankfurt erstmals ein breites Panorama der Pop Art in ihrer spezifisch deutschen Variante – ein bisher kaum beachtetes kunsthistorisches Phänomen. Pop, der in Großbritannien und den USA seinen Anfang nahm und sich dort rasch als gattungsübergreifende Universalkultur etablierte, erfuhr in den 1960er-Jahren in der noch jungen Bundesrepublik Deutschland eine originelle künstlerische Ausprägung.

Die in Westdeutschland lebenden Künstlerinnen und Künstler wie Thomas Bayrle, Christa Dichgans, K. H. Hödicke, Konrad Klapheck, Ferdinand Kriwet, Uwe Lausen, Sigmar Polke oder Gerhard Richter setzten sich – im Gegensatz zu den angloamerikanischen Künstlerkollegen mit ihrem oft plakativen und glamourösen Vokabular – in ihren Arbeiten mit den weniger grandiosen Banalitäten des deutschen Alltagslebens auseinander, ironisieren die kleinbürgerlichen Geschmacksideale und die beklemmende und trügerische Gemütlichkeit der 1960er-Jahre. Auf die Phase des Wirtschaftswunders folgte eine der politischen Aufarbeitung der damals jüngsten deutschen Vergangenheit. In der Bildenden Kunst suchte man nicht nur nach einem neuen Kunstbegriff und einer neuen Identität, hier fanden auch Prozesse der Demokratisierung statt.

Das Konzept der Ausstellung beleuchtet die vier maßgeblichen Zentren der Pop Art in Deutschland: Düsseldorf, Berlin, München und Frankfurt am Main. Sie brachten die Pop Art in ihrer Schlüsselphase als eigene großstädtische Kunstform zur Ausprägung.

„German Pop“ vereint rund 150 Kunstwerke und Dokumentationsmaterialen von 34 Künstlerinnen und Künstlern, darunter sowohl etablierte als auch längst vergessene und weitestgehend unbekannte Protagonisten der deutschen Pop Art. In der Ausstellung sind beeindruckende und überraschende Arbeiten zu sehen, die teils seit Jahrzehnten nicht mehr ausgestellt wurden oder sogar noch nie öffentlich zugänglich waren. „German Pop“ versteht sich als Archäologie eines Jahrzehnts – den 1960er- bis frühen 1970er-Jahren –, die mit Gemälden, Objekten und Skulpturen, Filmen, Collagen und Grafiken eine Bestandsaufnahme der deutschen Pop Art leistet.

Ausstellungsdauer: 06.11.2014 bis 08.02.2015

Website: www.schirn.de

ArtKiss-Besuch: 21.12.2014

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!