Mit ‘Fotokunst’ getaggte Beiträge

Max Ott - Munich Impressions (Detail)

Max Ott – Munich Impressions (Detail)

Der Fotokünstler und Dozent für Graphik, 3-D-Design und Fotodesign an der IFOG-Akademie München, Max Ott, präsentiert unter dem Titel „Munich / New York / Florida“ eine Auswahl von Fotodrucken, die er als Wahrnehmung der eigenen Stadt und der seiner Besuche in New York auf den Spuren seines dortigen Künstlerfreundes Paul Ching-Bor sowie in Florida im Atelier des Malers Marcus Jansen thematisiert hat und dann gestalterisch umsetzte.

Max Ott - One Hour Photo, Munich

Max Ott – One Hour Photo, Munich

Seine Stadt-Ansicht von München sind dargestellt etwa durch eine pittoreske Verkehrssituation an einer Kreuzung der Innenstadt mit lauter roten Autos, durch kreisrund wirbelnde Oktoberfest-Bahnen oder durch einen mit verzerrenden Fototechnik neuen Blick auf berühmte Meisterwerke in den Münchner Pinakotheken.

Max Ott - Art Reloaded

Max Ott – Art Reloaded

In New York sieht Ott vor allem die Dominanz der omnipräsenten rechteckigen Fassadenstrukturen. In Florida läßt er die Industrielandschaft hinter dem Ausgang des Studios von Marcus Jansen aus sich öffnen, hin zum Meer vor Fort Myers.

Max Ott - Wiesndelic, Oktoberfest

Max Ott – Wiesndelic, Oktoberfest

Die Brückenfunktion zwischen den Wahrnehmungen der drei Stadtsituationen stellt M­ax Ott mit 20 Foto-Tableaus von der Donnersberger Brücke als einer Art von „Müll-Partitur“ her – ausgelegt auf dem Boden der Galerie.

Ausstellungsdauer: 14.03.2017 bis 02.05.2017

Website: www.ott.photography

ArtKiss-Besuch: 25.03.2017

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.

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Ur-Leica von 1914 © Leica Camera AG

Ur-Leica von 1914 © Leica Camera AG

Die Ausstellung „Augen auf! 100 Jahre Leica Fotografie“ beleuchtet in 14 Kapiteln Aspekte der Kleinbildfotografie – von journalistischen Strategien über dokumentarische Ansätze bis hin zu freien künstlerischen Positionen. Im Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg werden u.a. Arbeiten von Alexander Rodtschenko, Henri Cartier-Bresson, Robert Capa, Christer Strömholm, Robert Frank, Bruce Davidson, William Klein, William Eggleston, René Burri, Thomas Hoepker, Bruce Gilden präsentiert.

Rund 550 Fotografien von über 140 Künstlern, ergänzt um dokumentarisches Material – Zeitschriften, Magazine, Bücher, Werbemittel, Broschüren, Kameraprototypen, Filme – rekapitulieren die Geschichte der Kleinbildfotografie von den Anfängen bis in unsere Tage. Man sollte ungefähr 1 1/2 Stunden für den Besuch der Ausstellung einplanen, um alles sehen und lesen zu können.

Ausstellungsdauer: 24.10.2014 bis 11.01.2015

Website: www.deichtorhallen.de

ArtKiss-Besuch: 08.11.2014

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.

 

Das Werk des legendären französischen Fotografen Guy Bourdin (1928–1991) wird bis 26. Januar 2014 im Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg präsentiert. Die bisher umfangreichste Guy Bourdin-Ausstellung stellt sowohl eine Auswahl der beeindruckendsten Modestrecken und Kampagnen Bourdins vor, als auch bisher unveröffentlichtes Material aus seinem
persönlichen Archiv.

Zum ersten Mal sind sein malerisches Werk und seine filmischen Notizen der Öffentlichkeit zugänglich. Darüber hinaus werden Polaroid-Fotos, Skizzen und Texte sowie Schwarz-Weiß-Aufnahmen aus den 1950ern präsentiert, die Künstlerporträts und Pariser Stadtansichten zeigen. Die Ausstellung zeichnet damit nicht nur das fotografische, malerische und filmische Gesamtwerk Bourdins nach, sondern gibt auch Einblicke in die Arbeits- und Denkweise dieses visionären Image-Makers.

In seiner über 50-jährigen Schaffenszeit hat Bourdin für die führenden Modehäuser und -magazine gearbeitet. Mit dem Blick eines Malers schuf er komplexe Bilder, die in unglaublichen Kompositionen faszinierende Geschichten in Schwarz-Weiß und Farbe erzählen. Er war einer der ersten Fotografen, der in Werbe- und Modefotografien anstelle eines Produkts eine Erzählung zum Bildinhalt erhob. Mit dem Medium der Modefotografie vermittelte er seine Botschaft und erforschte die zwischen dem Erhabenen und dem Absurden changierenden Bereiche. Berühmt für seine narrativen Bildinhalte und seine surreale Bildsprache, die Verbindung einfacher Objekte mit mehrdeutigen, oft rätselhaften Subtexten, brach Bourdin radikal mit allen Konventionen der Mode- und Werbefotografie.

Guy Bourdins Karriere begann in den 1950er Jahren mit schwarz-weißen Modeaufnahmen für die Pariser Vogue. Es ist nahezu unbekannt, dass die Hälfte von Bourdins OEuvre aus Schwarz-Weiß-Fotografien besteht, die ebenso kraftvoll sind, wie seine bekannten Farbaufnahmen. Diese Farbfotografie steigerte er mit dramatischen kompositorischen Akzenten und intensiver Farbsättigung zur maximalen Ausdruckskraft.

Im Format der Doppelseite sah Bourdin eine künstlerische Herausforderung. Er behandelte die Doppelseite nicht wie zwei Einzelseiten, sondern als eine Gesamtseite mit Falz. Er schneiderte seine Kompositionen auf die konzeptuellen und grafischen Besonderheiten der Doppelseite zu – das Spiegelbild-Motiv, das zentral für seine Arbeiten ist, findet hier seine Entsprechung: Layout und Design des Magazins werden wichtige Metaphern für das fotografische Medium und sprechen damit Auge und Verstand gleichermaßen an. Während Bourdin formale Elemente benutzte, wollte er gleichzeitig das Realistische der Fotografie überwinden, indem er das dargestellte Motiv ins Surreale abwandelte und die Bildoberfläche unkonventionell manipulierte. Mit seinem kreativen Freigeist und einer kompromisslosen Arbeitsmoral gab Guy Bourdin der Fantasiewelt der Generation der späten 1970er Jahre eine bildliche Entsprechung.

Ausstellungsdauer: 01.11.2013 bis 26.01.2014

Website: www.deichtorhallen.de

ArtKiss-Besuch: 09.11.2013

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!

Plakat

Harry Callahan (1912-1999) gilt als einer der innovativsten und einflussreichsten Fotografen der amerikanischen Fotografiegeschichte des 20. Jahrhunderts. Seine schöpferische Intensität, der ästhetische Stellenwert seines Werks im Kontext der amerikanischen Fotografie des 20. Jahrhunderts und auch die Tatsache, dass sich der Geburtstag des Künstlers 2012 zum hundertsten Mal jährte, nehmen die Deichtorhallen Hamburg zum Anlass, sein Werk in einer umfangreichen Retrospektive mit über 280 Arbeiten zu zeigen. Die Ausstellung ist die bislang größte Werkschau, die sowohl die in Schwarz-Weiß produzierten Silbergelatineabzüge des Künstlers als auch die im Dye-Transfer-Verfahren hergestellten farbigen Arbeiten einbezieht.

HarryCallahan2-Blog

Als einer der Ersten überwand Harry Callahan die vorherrschende Ästhetik des Realismus, indem er die „New Vision“, die László Moholy-Nagy im New Bauhaus in Chicago etabliert hatte, und die sogenannte „Straight Photography“ von Ansel Adams innovativ und hochsensibel fortentwickelte. Allein das New Yorker Museum of Modern Art würdigte Callahans fotografisches Œuvre zwischen 1946 und 1997 in insgesamt 38 (!) Ausstellungen. Gemeinsam mit dem Maler Richard Diebenkorn repräsentierte Callahan 1978 die USA auf der Biennale in Venedig – als erster Fotograf überhaupt. Trotzdem wird Callahans facettenreiches fotografisches Werk in Europa noch immer als fotohistorische Rarität gehandelt.

Callahans Werk, das ab 1938 in einem Zeitraum von fast sechzig Jahren entstand, umfasst neben Natur – und Landschaftsfotografien, Aufnahmen von Callahans täglichen Streifzügen durch Städte wie Detroit, Chicago, Providence, Atlanta oder New York. Straßenzüge, Schaufenster, Gebäude oder vorübereilende Passanten sind seine Leitmotive, häufig in so intensivem Licht. Sehr früh begriff er die Fotografie als ein rein künstlerisches Medium, betrachtete sich als Kunstfotograf und nicht als Vertreter der angewandten Fotografie. Andere Arbeiten, in denen seine Frau Eleanor und die Tochter Barbara im Mittelpunkt stehen, werden in späteren Jahren abgelöst von einem weiteren großen Experiment: den Aufnahmen, die auf zahlreichen Reisen nach Frankreich, Italien, Marokko, Portugal oder Irland entstanden. Seine Arbeiten dokumentieren eine sich abzeichnende Moderne, die das alltägliche Leben immer umfassender überformt.

Im Sinne seiner drei Hauptthemen – die Natur, die vertraute Figur Eleanor, die Stadt – spiegeln seine Bilder in immer wieder neuen, rückläufig miteinander verflochtenen Bezügen Callahans Leben. Zugleich zeichnen sie den sozialen und kulturellen Wandel in den USA nach: dezent, elegant, mit einem Hang zur Abstraktion, äußere Veränderungen seismografisch erfassend. Beständig reflektiert Callahan in seinen Bildern das eigene wie das fotografische Sehen.

Ausstellungsdauer: 22.03.2013 bis 23.06.2013

Website: www.deichtorhallen.de

ArtKiss-Besuch: 12.05.2013

ArtKiss-Wertung:
2 Sterne

Gleich neben dem renommierten Herzzentrum in Bremen stellen die Künstlerinnen Gaby Ahnert und Nicole Schmidt ihre Fotoarbeiten rund um das Thema „Herz“ aus.

Die Fotos sind farbenfroh, humorvoll, nachdenklich, verträumt, kitschig – machen einfach Spaß. Vielleicht helfen sie dem einen oder anderen Patienten des nahe gelegenen Herzzentrums zu einer schnelleren Genesung. Für den Fotokunst-Interessierten sicher eine kurze Stippvisite wert.

Man kann die Bilder auch kaufen: Die Preise liegen zwischen 300 und 650 €.

Herzarbeiten

Ausstellungsdauer: 15.02.2013 bis 15.08.2013

Website: www.visit-hotel.de

ArtKiss-Besuch: 24.04.2013

Fotokunst als Sammelobjekt oder exklusiver Einrichtungsgegenstand – in der Tantus Photo Galerie in den Hamburger Colonnaden kann man sich inspirieren lassen, eigene Fotos auf bis zu 10 Quadratmetern auf Büttenpapier, Canvas, Metall oder Acryl-Glas zu veredeln, oder sich einfach für eines der tollen ausgestellten Motive begeistern lassen.

Zur Auswahl stehen Filmstars, Sportszenen, Landschaften, Stillleben, Musiker, Autos und vieles mehr – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die 2005 von Timm Vollert und Iris Hahn eröffnete Galerie steht sowohl Laien als auch Kunstliebhabern offen, die Interesse an hochwertiger Original-Fotografie haben und erschwingliche Photo-Kunst in ungezwungener Atmosphäre erleben und erwerben möchten.

Öffnungszeiten: Mo-Sa 11.00-18.00 Uhr

Website: www.tantusgalerie.de

ArtKiss-Besuch: 08.02.2013

ArtKiss-Wertung:
4sterne