Mit ‘Fotografin’ getaggte Beiträge

Berlin12-15 (1)In der retrospektiv angelegten Ausstellung „Cindy Sherman – Works from the Olbricht Collection“ werden 65 Fotografien der Künstlerin im me Collectors Room zu sehen sein. Mit Arbeiten aus nahezu allen Schaffensperioden gewährt die Sammlung einen beachtlichen Überblick über das Gesamtwerk der Fotokünstlerin.

Ein unschuldiger Blick vom Spültisch im Schwarz-Weiß der 50er Jahre, eine goldblonde Maria lactans mit leeren Augen und Plastikbrust oder eine alternde Upper Class-Beauty mit zu viel Schmuck und viel zu viel Make-Up, Cindy Sherman (*1954 , USA) ist eine Meisterin der Maskerade. Sie agiert als Darstellerin und Fotografin, Subjekt und Objekt in Personalunion. Doch zeigen ihre Selbstportraits keine authentischen Persönlichkeiten, sondern paraphrasieren soziale und kulturelle Stereotype, um sie durch verschiedene Möglichkeiten der Darstellung aus Kino, klassischer Malerei oder Werbung zu dekonstruieren.

Ausstellungsdauer: 16.09.2015 bis 10.04.2016

Website: www.me-berlin.com

ArtKiss-Besuch: 30.12.2015

ArtKiss-Wertung:
2 Sterne: Wenn man nichts besseres zu tun hat…

Jun Ahn - Self-Portrait - Ausstellungsansicht (c) Christophe Guye Galerie

Jun Ahn – Self-Portrait – Ausstellungsansicht (c) Christophe Guye Galerie

Die Christophe Guye Galerie zeigt noch diese Woche die Einzelausstellung „Self-Portrait“ der 33-jährigen Künstlerin Jun Ahn aus Südkorea.) anzukündigen. Präsentiert wird Jun Ahns bekannteste Werkserie „Self-Portrait„.

Das Selbstportrait gehört heute für weibliche Fotografen, seit der jetzt kanonischen Arbeiten von Cindy Sherman und Francesca Woodman der 1970er Jahre, zum guten Ton. Jun Ahns todesmutigen bis selbstmörderischen Selbstportraits stellen eine besonders beunruhigende, aber fesselnde Erweiterung zu dieser Tradition dar. Sie sind paradox, fördern sowohl das Gefühl man habe es mit einer Göttin oder Superfrau zu tun, aber auch mit der Verletzlichkeit und Unschuld eines verwundeten Mädchens.

Jun Ahn - Self-Portrait - Ausstellungsansicht (c) Christophe Guye Galerie

Jun Ahn – Self-Portrait – Ausstellungsansicht (c) Christophe Guye Galerie

Ausstellungsdauer: 09.10.2014 bis 29.11.2014

Website: www.christopheguye.com

ArtKiss-Besuch: 18.11.2014

Ausstellungsplakat - Barbara Klemm. Fotografien 1968 – 2013

Ausstellungsplakat – Barbara Klemm. Fotografien 1968 – 2013

Wie kaum eine andere deutsche Fotografin hat Barbara Klemm das Zeitgeschehen der letzten Jahrzehnte mit der Kamera begleitet. Ihre Aufnahmen zeigen Ereignisse von historischem Wert. Schlüsselbilder, die Wendepunkte und Epochen vergegenwärtigen. Für den Martin-Gropius-Bau entwickelte die renommierte Fotografin eine große retrospektive Werkschau. Arbeiten aus fünf Jahrzehnten standen im Mittelpunkt der Ausstellung. Sie umfasste etwa 300 Exponate und stellt das gesamte Spektrum ihres Schaffens seit 1968 vor: politische Ereignisse, Studentenunruhen und Bürgerinitiativen, Szenen aus dem geteilten und aus dem wiedervereinigten Deutschland, Alltagsszenen und Straßensituationen aus allen Erdteilen, einfühlsame Portraits von Künstlern, Schriftstellern, Musikern und Menschen im Museum.

Die Tochter des Malers Fritz Klemm ist 1939 in Münster geboren, wuchs in Karlsruhe auf und erhielt dort ihre Fotografieausbildung. Von 1959 bis 2004 arbeitete sie für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, seit 1970 als Redaktionsfotografin mit den Schwerpunkten Politik und Feuilleton. Von 1952 bis 1999 erschien die legendäre Tiefdruckbeilage der FAZ, ein Magazin, das immer samstags unter dem Titel „Bilder und Zeiten“ erschien, oft mit Titelaufnahmen von Barbara Klemm. In der Ausstellung waren ca. 70 thematisch sortierte Beilagen zu sehen. Sie dokumentieren ein Stück Zeitungsgeschichte.

Barbara Klemm hat berühmte Personen der Kunstwelt fotografiert, darunter Janis Joplin, Mick Jagger, Andy Warhol, Neo Rauch, Gerhard Richter, Richard Serra, Friedrich Dürrenmatt, Thomas Bernhard, Herta Müller und Joseph Beuys.

Ausstellungsdauer: 16.11.2013 bis 09.03.2014

Website: www.gropiusbau.de

ArtKiss-Besuch: 09.03.2014

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!