Mit ‘Fotografien’ getaggte Beiträge

Nachdem die Affordable Art Fair 2012 erfolgreich gestartet war, wagten die Veranstalter der (einzigen) deutschen Variante dieses Messekonzepts eine Fortsetzung.  Mitte November stellten 70 Galerien aus dem In- und Ausland in der Hamburg Messe Gemälde, Grafiken, Skulpturen und Fotografien aus bzw. boten diese zum Kauf an.

Das Konzept der Messe sieht vor, dass die Kunstwerke maximal 5.000 € kosten dürfen und das die Künstler noch leben müssen. So wurden sowohl Werke junger, aufstrebender Künstler ausgestellt als auch solche von etablierten Künstlern.

Die Messebesucher konnten die Werke gleich einpacken lassen und mitnehmen. Von diesem Angebot wurde auch ausführlich Gebrauch gemacht: Die 16.500 Besucher kauften Kunst für 2 Mio. €.

Was den informierten Besucher allerdings an manchen Messeständen überraschte : Die Kunstwerke waren zwar „affordable“, wurden allerdings teilweise deutlich über dem sonst üblichen Marktpreis angeboten. Gerade für Drucke der Pop-Art-Künstler Mel Ramos oder Takashi Murakami wurden Preise aufgerufen, die von Galerien (auch in Hamburg) um mehr als 50 % (!) unterboten werden. Das war das einzige negative Aspekt der Messe.

Messedauer: 14.11.2013 bis 17.11.2013

Website: affordableartfair.com/hamburg

ArtKiss-Besuch: 16.11.2013

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!

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Das Museum für Kunst und Technik des 19. Jahrhunderts in Baden-Baden zeigt noch bis zum 1. September 2013 die Ausstellung „Typen mit Tiefgang. Heinrich Zille und sein Berlin“, deren Bilder vor allem aus einer bisher selten gezeigten Berliner Privatsammlung stammen.

Typen mit Tiefgang. Heinrich Zille und sein Berlin

Heinrich Zille (1858-1929) prägt bis heute unser Bild von Berlin um 1900, so wie umgekehrt die Stadt und ihre Menschen ihn prägten. Die Ausstellung präsentiert den Zeichner, Fotografen und tiefenscharfen Beobachter des rasanten Umbruchs der Metropole um die Jahrhundertwende.

Blick in die Ausstellung: Typen mit Tiefgang. Heinrich Zille und sein Berlin, Foto: Thomas Viering

Blick in die Ausstellung: Typen mit Tiefgang. Heinrich Zille und sein Berlin, Foto: Thomas Viering

Durch sein umfangreiches grafisches, fotografisches und publizistisches Werk prägt Zille bis heute unser Bild von der Metropole um 1900, so wie umgekehrt die Stadt und ihre Menschen ihn prägten.

Heinrich Zille: In der Parochialstraße, 1902/1903. Neuprint. Privatsammlung, Berlin

Heinrich Zille: In der Parochialstraße, 1902/1903. Neuprint. Privatsammlung, Berlin

Als Zeichner entwickelte Zille eine große Meisterschaft darin, knapp und präzise diejenigen ins Bild zu setzen, die das boomende Berlin und seine wilhelminischen Repräsentanten am wenigsten sehen wollten: spielende Kinder in schmutzigen Hinterhöfen, frühreife Jugendliche, Prostituierte, vom Leben Gezeichnete.

Heinrich Zille: Strandbad Wannsee, um 1912; Aquarell, schwarze Kreide, Privatsammlung, Berlin

Heinrich Zille: Strandbad Wannsee, um 1912; Aquarell, schwarze Kreide, Privatsammlung, Berlin

Zilles geniales Gespür für Witziges und szenische Zuspitzung basiert auf der künstlerischen und menschlichen Wahrhaftigkeit seiner scheinbar flott aufs Blatt geworfenen Skizzen. Bedeutende Künstler im Berlin seiner Zeit wie Max Liebermann und Käthe Kollwitz erkannten die Bedeutung seines neuartigen Schaffens und zählten zu seinen engeren Freunden.

Ausstellungsdauer: 23.03.2013 bis 01.09.2013

Website: www.museum.la8.de

ArtKiss-Besuch: 12.04.2013

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!