Mit ‘Fotografie’ getaggte Beiträge

Clunie Reid - Your higher plane awaits, 2010, Digitaler Druck auf Silver MET und Gafferband, 15 Drucke je 112 x 84 cm, Courtesy: Clunie Reid, MOTinternational, London

Clunie Reid – Your higher plane awaits, 2010, Ausstellungsansicht / Exhibition view, Kunstverein in Hamburg, 2015,
digitaler Druck auf Silver MET und Gafferband, 15 Drucke je 112 x 84 cm, Courtesy: Clunie Reid, MOTinternational, London

Der Kunstverein in Hamburg stellt im Rahmen der Triennale der Photographie Hamburg sechs Fragen über die Zukunft der Fotografie, welche die Relevanz des Fotografischen innerhalb zeitgenössischer Bilddiskurse thematisieren. Über die Aktualität und Zukunft der Fotografie nachzudenken bedeutet, sie als eine Möglichkeitsform zu begreifen, in der im Rahmen der Ausstellung und der Publikation unterschiedliche künstlerische Praktiken diskutiert werden. Verschiedene Generationen von Künstlerinnen und Künstlern setzen sich mit dem Fotografischen und seinen Manifestationen auseinander. Diese Prozesse werden anhand von sechs Ausstellungskapiteln umrissen, die das Denken über das Fotografische neu formulieren.

Ausstellungsdauer: 19.06.2015 bis 13.09.2015

Website: www.kunstverein.de

ArtKiss-Besuch: 20.06.2015

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.

Agust Sander und die  Kölner Progressiven 1920 - 1933

August Sander (1876-1964) gilt weltweit als einer der wichtigsten Wegbereiter der dokumentarisch-sachlichen Fotografie. Sein Stil beeinflusste Generationen von Fotografen.

Erstmals widmet sich eine Ausstellung in Deutschland dem fotografischen Schaffen Sanders im Kontext der mit ihm eng verbundenen Künstlergruppe der „Kölner Progressiven“. Die große Gemeinsamkeit zwischen August Sander und den „Kölner Progressiven“ bestand darin, Menschen nicht nur in ihrer Individualität und psychologischen Persönlichkeit zu erfassen, sondern sie zugleich als Mitglieder bestimmter Berufsgruppen bzw. sozialer Klassen, Schichten und Strukturen ihrer Zeit zu porträtieren. Auf diese Weise ist ein sozialpsychologisch eindringliches Gesellschaftsportrait entstanden, ein Zeitspeicher, in dem sich Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft immer wieder neu sortieren und unsere diesbezüglichen Gewissheiten irritieren.

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Die Ausstellung im Ernst Barlach Museum Wedel zeigt 60 Fotografien August Sanders, die erstmals 1927 im Kölnischen Kunstverein zu sehen waren und zwei Jahre später als Sammlung unter dem Titel „Antlitz der Zeit“ herausgegeben wurden; zusammen mit etwa 40 Gemälden und Papierarbeiten der „Kölner Progressiven“ wie Heinrich Hoerle oder Gerd Arntz sowie Portraits der Künstler und ihrer Ateliers, in denen August Sander den intellektuellen Austausch der Gruppe portraitierte.

Ausstellungsdauer: 15.03.2015 bis 23.08.2015

Website: www.ernst-barlach.de

ArtKiss-Besuch: 14.05.2015

Jun Ahn - Self-Portrait - Ausstellungsansicht (c) Christophe Guye Galerie

Jun Ahn – Self-Portrait – Ausstellungsansicht (c) Christophe Guye Galerie

Die Christophe Guye Galerie zeigt noch diese Woche die Einzelausstellung „Self-Portrait“ der 33-jährigen Künstlerin Jun Ahn aus Südkorea.) anzukündigen. Präsentiert wird Jun Ahns bekannteste Werkserie „Self-Portrait„.

Das Selbstportrait gehört heute für weibliche Fotografen, seit der jetzt kanonischen Arbeiten von Cindy Sherman und Francesca Woodman der 1970er Jahre, zum guten Ton. Jun Ahns todesmutigen bis selbstmörderischen Selbstportraits stellen eine besonders beunruhigende, aber fesselnde Erweiterung zu dieser Tradition dar. Sie sind paradox, fördern sowohl das Gefühl man habe es mit einer Göttin oder Superfrau zu tun, aber auch mit der Verletzlichkeit und Unschuld eines verwundeten Mädchens.

Jun Ahn - Self-Portrait - Ausstellungsansicht (c) Christophe Guye Galerie

Jun Ahn – Self-Portrait – Ausstellungsansicht (c) Christophe Guye Galerie

Ausstellungsdauer: 09.10.2014 bis 29.11.2014

Website: www.christopheguye.com

ArtKiss-Besuch: 18.11.2014

Die dritte Ausgabe der Affordable Art Fair Hamburg zog erneut mehr Besucher an als im Vorjahr: 17.200 Besucher strömten an vier  Tagen in die Messehalle A3. Die Halle bot mehr Platz für mehr Aussteller: Diesmal durften 75 Galerien (2013: 70) Kunstwerke anbieten – und dies auch zu deutlich höheren Preisen. Um satte 50 % hatten die Veranstalter die Schmerzgrenze nach oben gesetzt: 7.500 € durfte ein Kunstwerk maximal kosten.

Affordable Art Fair 2014

Da fragt man sich, ob die ursprüngliche Idee und die kommerzielle Umsetzung nicht langsam arg auseinanderdriften. Denn welche Kunst-Einsteiger investiert mal so eben beim Messebesuch so viel Geld und lässt es sich gleich einpacken wie beim Metzger? Zumal die angebotenen Werke nicht selten von eher fragwürdiger Qualität im Hinblick auf ihren künstlerischen Ansatz waren. Und nicht selten wurde der neue preisliche Rahmen auch ausgeschöpft. Vielleicht auch aus der Not, den wie man hinter den Kulissen hören konnte, ist die Affordable Art Fair für Aussteller nicht unbedingt günstiger als ein vergleichbarer Auftritt auf der Art Cologne oder gar der Art Basel.

Mir persönlich hat ein einstündiger Rundgang bei der Late View (eine sehr begrüßenswerte Idee, dass man bis 22 Uhr die Ausstellung besuchen konnte) ausgereicht, um enttäuscht von Dannen zu ziehen. Zuviel dekorative Kunst, zuviel Look-alike-Ansätze, die man schon kennt.

Jim Avignon - Ich kann keine kunst mehr sehen

Jim Avignon – Ich kann keine kunst mehr sehen

Das Konzept, dass die präsentierten Künstler noch leben müssen, wurde beibehalten. Nur beim im Juli verstorbenen ZERO-Künstler Otto Piene wurde eine Ausnahme gemacht. So wurden sowohl Werke junger, aufstrebender Künstler ausgestellt als auch solche von etablierten Künstlern. Die Preisgrenze sorgte allerdings erneut dafür, dass die gezeigten Kunstwerke eher kleinformatig waren. Auf einer gut mit Besuchern gefüllten Messe kann es nämlich schon anstrengend werden, sich interessante Werke näher zu betrachten.

Otto Piene | ohne Titel | 1971 | 76 x 97 cm | Farbserigrafie. Courtesy: Galerie Pfanne Dreesen

Otto Piene | ohne Titel | 1971 | 76 x 97 cm | Farbserigrafie.
Courtesy: Galerie Pfanne Dreesen

Was mir besonders negativ auffiel: mehrere Galerien hatten zum Teil exakt die gleichen Kunstwerke im Angebot, die auch schon im Jahr zuvor gezeigt wurden. Das ist schwach und darauf sollten die Veranstalter besser achten. Ladenhüter gehören nicht auf eine Messe, die den Anspruch hat, eine gesunde Mischung aus rennomierten Namen und frischen neuen Gesichtern zu zeigen, die inspirieren soll. Immerhin war aber so auch vereinzelt zu beobachten, dass auch Preisanpassungen nach unten stattgefunden haben. Im letzten Jahr hatte ich speziell die marktfernen Preise für Drucke der Pop-Art-Künstler Mel Ramos oder Takashi Murakami kritisiert.

Dem Publikum scheint es aber wieder gefallen zu haben, schließlich lockte die Messe 4 % mehr Besucher an (17.200 nach 16.500 im Vorjahr) und umgesetzt wurde 10 % mehr (2,2 Mio. € nach 2,0 Mio. € 2013).

Messedauer: 13.11.2014 bis 16.11.2014

Website: affordableartfair.com/hamburg

ArtKiss-Besuch: 13.11.2014

ArtKiss-Wertung:
2 Sterne: Wenn man nichts besseres zu tun hat…

Ur-Leica von 1914 © Leica Camera AG

Ur-Leica von 1914 © Leica Camera AG

Die Ausstellung „Augen auf! 100 Jahre Leica Fotografie“ beleuchtet in 14 Kapiteln Aspekte der Kleinbildfotografie – von journalistischen Strategien über dokumentarische Ansätze bis hin zu freien künstlerischen Positionen. Im Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg werden u.a. Arbeiten von Alexander Rodtschenko, Henri Cartier-Bresson, Robert Capa, Christer Strömholm, Robert Frank, Bruce Davidson, William Klein, William Eggleston, René Burri, Thomas Hoepker, Bruce Gilden präsentiert.

Rund 550 Fotografien von über 140 Künstlern, ergänzt um dokumentarisches Material – Zeitschriften, Magazine, Bücher, Werbemittel, Broschüren, Kameraprototypen, Filme – rekapitulieren die Geschichte der Kleinbildfotografie von den Anfängen bis in unsere Tage. Man sollte ungefähr 1 1/2 Stunden für den Besuch der Ausstellung einplanen, um alles sehen und lesen zu können.

Ausstellungsdauer: 24.10.2014 bis 11.01.2015

Website: www.deichtorhallen.de

ArtKiss-Besuch: 08.11.2014

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.

 

Die P/ART bezeichnet sich als eine Produzentenkunstmesse für unabhängige Künstler und Künstlerinnen und als eine Plattform für die Verschmelzung von Kunsthandel und Kunstdiskurs. Wer sich genau als „unabhängiger“ Künstler bezeichnen darf, bleibt unklar – auf jeden Fall werden einige der ausstellenden Künstler auch von Galerien vertreten.

Nachdem die P/ART im vergangenen Jahr im Hamburger Kolbenhof stattfand, wurde die P/ART 14 auf einer 4000 qm großen, brachliegenden Industriefläche in unmittelbarer Nachbarschaft der Sammlung Falkenberg ausgerichtet. Bespielt wurden zwei denkmalgeschütze Gebäude aus dem Jahr 1905 auf dem Werksgelände der Phoenixhallen. Ein Ausstellungsrundgang führte die Besucher durch die verschiedenartig ausgebauten Hallen. Die Location wirkte allerdings sehr heruntergekommen und teilweise konnte man nicht unterscheiden, ob es sich um ausgestellte Kunst oder Überbleibsel der einstigen Fabrik handelte.

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Insgesamt war die Qualität der meisten Kunstwerke – mit wenigen Ausnahmen – eher mäßig. Das überraschte, da der Veranstalter doch mit einer Jury unter 600 Bewerbungen 80 Künstler ausgewählt hatte, die ihre Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Skulptur, Installation, Performance, Fotografie und Film präsentieren durften. Da Besucher die Kunstwerke nicht nur betrachten, sondern auch kaufen konnten, zeigten die nur sehr vereinzelt zu findenden Punkte, dass die weit überwiegende Mehrheit der Kunstwerke wieder zurück in die Ateliers bzw. Galerien gebracht werden mussten. Das kann aber auch ein den teilweise üppigen Preisen gelegen haben, mit denen die Werke ausgezeichnet waren.

Ausstellungsdauer: 11.09.2014 bis 14.09.2014

Website: www.producersartfair.com

ArtKiss-Besuch: 14.09.2014

ArtKiss-Wertung:
2 Sterne: Wenn man nichts besseres zu tun hat…

„Tableaux Pictures Photographs“ des Kanadiers Jeff Wall war die erste große Fotoausstellung im Stedelijk um nach dessen Wiedereröffnung 2012. Seit den 1980er Jahren erstellt Wall Fotos, die er in Leuchtkästen, wie man sie aus der Außenwerbung kennt, präsentiert. Er war einer der ersten Künstler, die großformatige Fotos schuf, die Straßenszenen und Interieurs, Landschaften und Stadtansichten zeigen.
Ausstellungsansicht: Jeff Wall: Tableaux Pictures Photographs 1996-2013 - Foto: Gert Jan van Rooij

Ausstellungsansicht: Jeff Wall: Tableaux Pictures Photographs 1996-2013 – Foto: Gert Jan van Rooij

Jeff Wall beschäftigt sich mit Themen wie „Beziehungen zwischen Männern und Frauen“ und „Grenze zwischen Stadt und Natur“. Er rekonstruiert in den Fotos seine eigenen Erinnerungen, kommentiert Gewalt und kulturelle Missverständnisse, zaubert mal verführerische, mal alptraumhafte Fantasien. Obwohl die Fotos wie Schnappschüsse wirken, sind sie oft aufwendig inszeniert.

Jeff Wall, Boxing, 2011, colour photograph, 222,9x303,5x5,1-cm, courtesy of the artist

Jeff Wall, Boxing, 2011, colour photograph, 222,9×303,5×5,1-cm, courtesy of the artist

Ausstellungsdauer: 01.03.2014 bis 03.08.2014

Website: www.stedelijk.nl/en/

ArtKiss-Besuch: 05.06.2014

ArtKiss-Wertung:
2 Sterne: Wenn man nichts besseres zu tun hat…

Ausstellungsplakat - Barbara Klemm. Fotografien 1968 – 2013

Ausstellungsplakat – Barbara Klemm. Fotografien 1968 – 2013

Wie kaum eine andere deutsche Fotografin hat Barbara Klemm das Zeitgeschehen der letzten Jahrzehnte mit der Kamera begleitet. Ihre Aufnahmen zeigen Ereignisse von historischem Wert. Schlüsselbilder, die Wendepunkte und Epochen vergegenwärtigen. Für den Martin-Gropius-Bau entwickelte die renommierte Fotografin eine große retrospektive Werkschau. Arbeiten aus fünf Jahrzehnten standen im Mittelpunkt der Ausstellung. Sie umfasste etwa 300 Exponate und stellt das gesamte Spektrum ihres Schaffens seit 1968 vor: politische Ereignisse, Studentenunruhen und Bürgerinitiativen, Szenen aus dem geteilten und aus dem wiedervereinigten Deutschland, Alltagsszenen und Straßensituationen aus allen Erdteilen, einfühlsame Portraits von Künstlern, Schriftstellern, Musikern und Menschen im Museum.

Die Tochter des Malers Fritz Klemm ist 1939 in Münster geboren, wuchs in Karlsruhe auf und erhielt dort ihre Fotografieausbildung. Von 1959 bis 2004 arbeitete sie für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, seit 1970 als Redaktionsfotografin mit den Schwerpunkten Politik und Feuilleton. Von 1952 bis 1999 erschien die legendäre Tiefdruckbeilage der FAZ, ein Magazin, das immer samstags unter dem Titel „Bilder und Zeiten“ erschien, oft mit Titelaufnahmen von Barbara Klemm. In der Ausstellung waren ca. 70 thematisch sortierte Beilagen zu sehen. Sie dokumentieren ein Stück Zeitungsgeschichte.

Barbara Klemm hat berühmte Personen der Kunstwelt fotografiert, darunter Janis Joplin, Mick Jagger, Andy Warhol, Neo Rauch, Gerhard Richter, Richard Serra, Friedrich Dürrenmatt, Thomas Bernhard, Herta Müller und Joseph Beuys.

Ausstellungsdauer: 16.11.2013 bis 09.03.2014

Website: www.gropiusbau.de

ArtKiss-Besuch: 09.03.2014

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!

Das Grand Palais in Paris zeigte 2012 diese retrospektive Ausstellung die erste Übersichtspräsentation seit dem Tod des Fotografen Helmut Newton in der französischen Hauptstadt, in der er in den 1960er und 1970er Jahren lebte und so erfolgreich wirkte. Anhand von mehr als 200 Schwarz-Weiß- und Farbaufnahmen aus allen wichtigen Werkgruppen Newtons sorgte sie dort für eine breite Publikums- und Medienresonanz. Jene Ausstellung kehrt nun zu ihrem Ausgangspunkt in die Helmut Newton Stiftung nach Berlin zurück. Vor diesem Hintergrund ist auch der Ausstellungstitel zu verstehen. Manche Aufnahmen waren hier bereits in früheren Ausstellungskontexten zu sehen, andere werden zum ersten Mal gezeigt. Daneben finden sich Porträts zahlreicher Prominenter von Pierre Cardin bis Margaret Thatcher, Modebilder für die Modemagazine aus den 1960er bis 1990er-Jahren sowie Akt- und Produktaufnahmen.

Die Helmut Newton Stiftungfeiert mit dieser Ausstellung ein Jubiläum: Helmut Newton gründete im Herbst 2003 eine Stiftung und schloss einen Kooperationsvertrag mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Nach einer kurzen Umbauphase öffnete das „Museum für Fotografie“ im Sommer 2004 mit einer Doppelausstellung, die Newton selbst nicht mehr erleben konnte, da er kurz zuvor in Los Angeles verstarb.

Auf Einladung von June Newton stellt nun der berühmte amerikanische Porträtfotograf Greg Gorman in „June’s Room“ – parallel zur Newton-Ausstellung – Männerakte aus, eine spannungsvolle Kombination mit den Frauenakten Newtons in den anderen Ausstellungsräumen. Für seine Berliner Präsentation „Men“ wählte Gorman 25 Motive aus, die zwischen 1988 und 2012 überwiegend im Studio in Los Angeles entstanden sind. Die jungen Männer, teilweise in Gruppen, bewegen sich vor Gormans Kamera wie Tänzer auf einer leeren Bühne; es sind zeitlose, sinnliche Aktporträts.

Sehr sehenswert und ein Muss bei einem Besuch des Museums für Fotografie: der Ausstellungsbereich „Helmut Newton’s Private Property„. Im Erdgeschoss des Museums sind unter anderem Newtowns Kameras, seine eigene Foto- und Kunstsammlung, seine Bibliothek und Teile seines Büros in Monte Carlo, das berühmte Newton-Mobil, Plakate seiner Ausstellungen sowie zahlreiche Publikationen der Fotografien von Helmut Newton zu sehen.

Ausstellungsdauer: 01.11.2013 bis: 18.05.2014

Website: www.smb.museum/museen-und-einrichtungen/museum-fuer-fotografie

ArtKiss-Besuch: 09.03.2014

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!

Die Ausstellung „Under Pressure“, die vorwiegend aus Neuzugängen innerhalb der letzten fünf Jahre zur Fotosammlung des Salzburger Museums der Moderne zusammengestellt wurde, beschäftigt sich mit der Tatsache, dass Bilder zur Initialzündung werden können, die das kritische Gespräch über die Konflikte der Gegenwart, aber auch die Auseinandersetzung mit der Geschichte befeuern.

Am Ausgangspunkt (Spuren der Geschichte) der in vier Themenbereiche gegliederten Ausstellung beschäftigt sich u.a. Markus Oberndorfer mit der Wahrnehmung und Rezeption von Geschichte. In seiner Serie Das Verschwinden – der Atlantikwall um Cap Ferret (2008) dokumentiert Oberndorfer das Verschwinden des Atlantikwalls am gleichnamigen Ort. Sand, Wasser und Korrosion setzen dem Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg zu, zudem erfährt es durch die Menschen die heute dort leben, eine Umdeutung. Im Video Autrement on devient fou… (2012) kommt Henri Lavrillat, einer der letzten Überlebenden des französischen Pflichtarbeitsdienstes, zu Wort, der unter dem Druck der Nationalsozialisten am Bau des Atlantikwalls mitarbeiten musste.

Im Themenbereich Geschlossene Städte konfrontieren Gregor Sailer und Markus Krottendorfer die Betrachter mit politisch motivierten architektonischen Spuren in der Landschaft. Oliver Ressler und Heidrun Holzfeind zeigen in ihren Arbeiten politischen Ungehorsam und zivilen Widerstand auf und Lukas Birk führt uns in seiner Installation Kafkanistan die Absurdität von Katastrophentourismus in Krisengebieten wie Afghanistan und Pakistan vor Augen (Tourismus im Krisengebiet).

Ausstellungsdauer: 01.11.2014 bis 30.03.2014

Website: www.museumdermoderne.at

ArtKiss-Besuch: 27.02.2014

ArtKiss-Wertung:
2 Sterne: Wenn man nichts besseres zu tun hat…