Mit ‘Fotografie’ getaggte Beiträge

Ars Aevi ist das Museum für zeitgenössische Kunst in Sarajevo. Es wurde während des Bosnien-Krieges als „Widerstand der Kultur“ gegründet. In dem sehr provisorisch wirkenden Gebäude, dass in den nächsten Jahren durch einen von Renzo Piano geplanten Neubau abgelöst werden soll, werden etwa 130 Werke von renommierten Künstlern wie Michelangelo Pistoletto, Jannis Kounellis, Joseph Beuys und Joseph Kosuth gezeigt.

Website: www.arsaevi.org

ArtKiss-Besuch: 23.07.2017

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.

Er sieht sich selbst eher als Maler und weniger als Fotograf, auch wenn er seine Werke nicht mit dem Pinsel erzeugt. Der Berliner Künstler Michael H. Rohde zeigt derzeit in Hamburg Arbeiten aus seiner Werkserie „From below“ und buchstäblich „New Perspectives“ – Räume und ganze Häuser von Berühmheiten wie von Privatpersonen von unten!

Michael H. Rohde – Zoula, 83x146cm / 187x327cm, 2016, pigmentierter Ink-Jet-Print auf Alu-Dibond, protected by „VG Bildkunst“ Germany

Ganz unten stehen ist irgendwie auch immer am Anfang stehen. Die Kunst Michael H. Rohdes ist Reflexion der Welt und zugleich existenzielle Selbstbespiegelung aus allen Blickwinkeln. Rohde selbst erlebte unsere Gesellschaft bereits aus verschiedenen Perspektiven: als Maschinenschlosser, Maschinenbauingenieur, studierte Kunsttherapie/-pädagogik, freie Kunst, zuletzt bei Bernhard Johannes Blume an der HfbK Hamburg. 2009 war der Künstler sogar über fünf Monate obdachlos.

Wie genau er seine Werke erstellt, möchte Michael H. Rohde nicht verraten – nur soviel: für das Bild Zoula beispielsweise hat er zwei Monate gebraucht.

level one ist ein Ausstellungsraum für Studierende und Absolventen der Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg. Er bietet den Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit, Ausstellungserfahrungen zu machen.

Ausstellungsdauer: 03.02.2017 bis 23.02.2017
(anschließend vom 25.02.2017 bis 26.03.2017 im Kunstverein Rotenburg)

Website: www.hks-levelone.de

ArtKiss-Besuch: 02.02.2017

Richard Avedon, George Hoyningen-Huene, Irving Penn
Werke aus der Sammlung F.C. Gundlach

George Hoyningen-Huené, Ohne Titel (Miss Sonia, Kleid von Madeleine Vionnet) (Detail) © Estate George Hoyningen-Huené

Richard Avedon, George Hoyningen-Huene und Irving Penn – jeder einzelne dieser Fotografen stellt für sich bereits ein unschlagbares Highlight der amerikanischen Fotografiegeschichte dar. Die subtile Handhabung der Linie eint als signifikantes Merkmal die Arbeiten dieser drei Ikonen, ist dabei aber in Abhängigkeit von der jeweiligen Stilistik des Fotografen sehr unterschiedlich definiert. Gezeigt werden Porträts prominenter Persönlichkeiten, zudem außergewöhnliche Modeinszenierungen, Akte und Körperbilder.

Für Ausstellungsansichten auf Flickr hier klicken.

 

Ausstellungsdauer: 17.11.2016 bis 12.02.2017

Website: www.deichtorhallen.de

ArtKiss-Besuch: 29.12.2016

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!

Peter Keetman: Rohre, 1958 (Ausschnitt). © Stiftung F.C. Gundlach

In seinem 100. Geburtsjahr 2016 wird das herausragende fotografische Lebenswerk Peter Keetmans (1916–2005) mit einer Retrospektive erstmals in seiner ganzen Vielfalt vorgestellt. Kennzeichnend für Keetmans Schaffen ist die stetige und schöpferische Auseinandersetzung mit den Gestaltungsmöglichkeiten der Kamera – experimentierend, formal abstrahierend, suchend nach gestalteter Präzision und nach einer lebendigen Fotografie.

Für Ausstellungsansichten auf Flickr hier klicken.

Die Retrospektive zeigt nicht nur die Laufbahn eines Fotografen, sondern auch die vielgestaltige Karriere des Mediums Fotografie zwischen freiem künstlerischem Schaffen und den Gebrauchsformen der Fotografie. Sie lässt den Besucher einen der wichtigsten deutschen Fotografen der Nachkriegszeit neu entdecken.

 

Ausstellungsdauer: 17.11.2016 bis 12.02.2017

Website: www.deichtorhallen.de

ArtKiss-Besuch: 29.12.2016

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.

Neo Rauch: Männer mit Flugzeugen, 2012. Courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin and David Zwirner, New York/London // © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Mit der Sammlung Viehof präsentieren die Deichtorhallen Hamburg an zwei Standorten, der Halle für aktuelle Kunst und der Sammlung Falckenberg in Hamburg-Harburg, eine der bedeutendsten deutschen Privatsammlungen zeitgenössischer Kunst.

Rund 560 Werke von 75 Künstlern verwandeln die Deichtorhallen in ein temporäres Museum der Gegenwartskunst. Die Sammlung Viehof, in die wichtige Teile der Sammlung Speck und Sammlung Rheingold eingeflossen sind, vereint Werke aus den Bereichen Malerei, Zeichnung, Fotografie, Skulptur, Installation und Video mit Schwerpunkt auf deutsche Kunst von der Nachkriegszeit bis heute. Im Zentrum der Ausstellung stehen hochkarätige Konvolute einzelner Künstler, darunter Georg Baselitz, Joseph Beuys, Candida Höfer, Jörg Immendorff, Sigmar Polke, Daniel Richter und Rosemarie Trockel.

 

Ausstellungsdauer: 01.10.2016 bis 22.01.2017

Website: www.deichtorhallen.de

ArtKiss-Besuch: 29.12.2016

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!

Soziales Chaos, politische Ausschreitungen, Klimaveränderungen – diese Anzeichen von Unordnung sind drängenden Probleme unserer Zeit. Disorder (Unordnung) ist das Thema des sechsten Prix Pictet-Ausstellungszyklus und steht im Zentrum der Werke der zwölf nominierten Fotografinnen und Fotografen. Die Bandbreite der fotografischen Verhandlung reicht dabei vom Dokumentarischen über die Abstraktion bis hin zur poetischen Beobachtung.

2008 von der Hauptbank der Gruppe Schweizer Privatbanken Pictet & Cie ins Leben gerufen, ist der Prix Pictet der weltweit führende Preis für Fotografie und Nachhaltigkeit. Seine Aufgabe ist es, herausragende fotografische Werke zu finden, die gesellschafts- und umweltrelevante Botschaften von besonderer Tragweite vermitteln. Die Gewinnerin des Prix Pictet Disorder ist Valérie Belin:

Valérie Belin - Still Life

Valérie Belin – Still Life

Der Kunstverein in Hamburg zeigt die Ausstellung noch bis zum 15. Januar 2017.

PS: Für Mitglieder des Kunstvereins gibt es nun die Jahresgaben 2016.

 

Ausstellungsdauer: 03.12.2016 bis 15.01.2017

Website: www.kunstverein.de

ArtKiss-Besuch: 29.12.2016

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!

Auch in diesem Jahr wurden den Besuchern der Affordable Art Fair von 75 nationalen und internationalen GalerienMalerei, Grafik, Skulptur und Fotografie bis zu einer Preisobergrenze von 7500 € präsentiert. Werke junger, aufstrebender Künstler hingen neben großen Namen etablierter Positionen.

Annette Meincke-Nagy

Annette Meincke-Nagy am Stand der Holthoff-Mokross Galerie

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Hirofumi Fujiwara und Lev Khesin (mitte)

In der Hamburg Section erwarte die Besucher eine kuratierte Sonderschau mit Werken von sechs Hamburger Galerien.

Messedauer: 10.11.2016 bis 13.11.2016

Website: affordableartfair.com/hamburg

ArtKiss-Besuch: 12.11.2016

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!

Berlin12-15 (1)In der retrospektiv angelegten Ausstellung „Cindy Sherman – Works from the Olbricht Collection“ werden 65 Fotografien der Künstlerin im me Collectors Room zu sehen sein. Mit Arbeiten aus nahezu allen Schaffensperioden gewährt die Sammlung einen beachtlichen Überblick über das Gesamtwerk der Fotokünstlerin.

Ein unschuldiger Blick vom Spültisch im Schwarz-Weiß der 50er Jahre, eine goldblonde Maria lactans mit leeren Augen und Plastikbrust oder eine alternde Upper Class-Beauty mit zu viel Schmuck und viel zu viel Make-Up, Cindy Sherman (*1954 , USA) ist eine Meisterin der Maskerade. Sie agiert als Darstellerin und Fotografin, Subjekt und Objekt in Personalunion. Doch zeigen ihre Selbstportraits keine authentischen Persönlichkeiten, sondern paraphrasieren soziale und kulturelle Stereotype, um sie durch verschiedene Möglichkeiten der Darstellung aus Kino, klassischer Malerei oder Werbung zu dekonstruieren.

Ausstellungsdauer: 16.09.2015 bis 10.04.2016

Website: www.me-berlin.com

ArtKiss-Besuch: 30.12.2015

ArtKiss-Wertung:
2 Sterne: Wenn man nichts besseres zu tun hat…

Berlin12-15 (3)

Anton Corbijn hat in den letzten vier Jahrzehnten mit seinen Porträts das öffentliche Image und die visuelle Identität von oft sehr bekannten Persönlichkeiten geprägt.

Seine Bilder sind keine eingefrorenen, isolierten Momente von Realität, sondern entsprechen Filmstills. Mit der bewussten formalen und auch inhaltlichen Verweigerung des gewohnten Glamours zelebriert er die Anti-Pose und den Anti-Star. Behutsam lotet Corbijn die Ambivalenz zwischen Image und Authenzität, zwischen Inszenierung und Realität, zwischen Akteur und Betrachter aus.

Für Anton Corbijn ist das Analoge im Prozess des Fotografieren elementar. Das Shooting ist für den Autodidakten jedes Mal ein Abenteuer – rausgehen, im vorhandenen Licht der jeweiligen Tageszeit Bilder machen und erst beim Entwickeln einige Tage später erkennen, was auf dem Film gebannt ist. Mit dieser Methode vermeidet der Fotograf den Versuch, ein Bild immer noch perfekter zu machen – eine der Versuchungen der digitalen Fotografie. Heutzutage wirkt diese analoge Arbeitsweise fast schon anachronistisch.

Zum 60. Geburtstag von Anton Corbijn feiert C/O Berlin den weltweit renommierten Fotografen und Regisseur in einer großen Retrospektive mit rund 600 Fotografien, Filmen und weiteren Exponaten.

Die Ausstellung besteht aus zwei Teilen: „Hollands Deep“ bietet einen Überblick über sein gesamtes Werk der vergangenen 40 Jahre – von seinen frühen schwarz-weiß Fotografien bis hin zu persönlichen Projekten und konzeptuellen Serien.

„1-2-3-4“ präsentiert seine Arbeiten aus der Musikwelt – darunter noch nie veröffentlichte Aufnahmen. Die Ausstellung konzentriert sich auf Bilder von Bands und Musikern, die Anton Corbijn über eine längere Zeit begleitet hat. Seine Arbeit ist Teil der visuellen Historie von Künstlern wie Rolling Stones, U2, Nirvana, Nick Cave, Tom Waits, REM, Metallica, Johnny Rotten, Depeche Mode, Herbert Grönemeyer und anderen.

Ein Muss für jeden Fotografie- und Musik-Fan!

Ausstellungsdauer: 07.11.2015 bis 31.01.2016

Website: www.co-berlin.org

ArtKiss-Besuch: 30.12.2015

ArtKiss-Wertung:
5 Sterne: Ein Muss. Unbedingt anschauen!

Wasser in seinen wechselnden Erscheinungsformen fasziniert Fotografen und Maler bis heute. Die aktuelle Ausstellung „Über Wasser. Malerei und Photographie von William Turner bis Olafur Eliasson“ im Bucerius Kunst Forum stellt erstmals Fotografien und Gemälde von Wasser gegenüber. Über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahrhunderten bis in die Gegenwart zeigt die Schau mit 150 Leihgaben (rund 120 Fotografien und etwa 30 Gemälde), wie beide Medien um die adäquate Darstellung des Elements ringen und existenzielle Themen verhandeln.

Gezeigt wird Wasser in seinen wechselnden Erscheinungsformen: vom Tropfen, der Schneeflocke und Eisscholle über das stürzende, geschüttete oder fließende Wasser bis zu den spiegelnden und bewegten Wasseroberflächen, deren machtvollste Form die heranbrandende Welle ist.

Ausstellungsdauer: 13.06.2015 bis 20.09.2015

Website: www.buceriuskunstforum.de

ArtKiss-Besuch: 05.07.2015

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!