Mit ‘Druckgrafiken’ getaggte Beiträge

Emil Nolde. RetrospektiveDas Städel Museum widmet sich noch bis zum 15. Juni 2014 in einer umfangreichen Ausstellung dem Schaffen eines der bedeutendsten deutschen Expressionisten, Emil Nolde (1867–1956). Obwohl in zahlreichen thematischen Sonderausstellungen vertreten, wurde Noldes Werk in Deutschland seit 25 Jahren nicht mehr in einer Retrospektive gewürdigt. Zu sehen sind rund 140 Arbeiten, darunter Meisterwerke wie Frühling im Zimmer (1904), Das Leben Christi (1911/12) oder Kerzentänzerinnen (1912), aber auch einige bisher nicht außerhalb von Seebüll gezeigte Gemälde und Grafiken des Künstlers.

Die Werkauswahl reicht von expressionistischen Landschaften über rauschende Berliner Nachtszenen und exotische Südseemotive bis hin zu religiösen Darstellungen. Einer lockeren Chronologie folgend, umfasst die Retrospektive Gemälde, Aquarelle und Druckgrafiken aus allen Schaffensphasen des Künstlers, die auf beiden Stockwerken des Ausstellungshauses in zwölf Kapiteln gezeigt werden.

Ausstellungsdauer: 05.03.2014 bis 15.06.2014

Website: www.staedelmuseum.de

ArtKiss-Besuch: 31.05.2014

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!

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Das Museum für Kunst und Technik des 19. Jahrhunderts in Baden-Baden zeigt noch bis zum 1. September 2013 die Ausstellung „Typen mit Tiefgang. Heinrich Zille und sein Berlin“, deren Bilder vor allem aus einer bisher selten gezeigten Berliner Privatsammlung stammen.

Typen mit Tiefgang. Heinrich Zille und sein Berlin

Heinrich Zille (1858-1929) prägt bis heute unser Bild von Berlin um 1900, so wie umgekehrt die Stadt und ihre Menschen ihn prägten. Die Ausstellung präsentiert den Zeichner, Fotografen und tiefenscharfen Beobachter des rasanten Umbruchs der Metropole um die Jahrhundertwende.

Blick in die Ausstellung: Typen mit Tiefgang. Heinrich Zille und sein Berlin, Foto: Thomas Viering

Blick in die Ausstellung: Typen mit Tiefgang. Heinrich Zille und sein Berlin, Foto: Thomas Viering

Durch sein umfangreiches grafisches, fotografisches und publizistisches Werk prägt Zille bis heute unser Bild von der Metropole um 1900, so wie umgekehrt die Stadt und ihre Menschen ihn prägten.

Heinrich Zille: In der Parochialstraße, 1902/1903. Neuprint. Privatsammlung, Berlin

Heinrich Zille: In der Parochialstraße, 1902/1903. Neuprint. Privatsammlung, Berlin

Als Zeichner entwickelte Zille eine große Meisterschaft darin, knapp und präzise diejenigen ins Bild zu setzen, die das boomende Berlin und seine wilhelminischen Repräsentanten am wenigsten sehen wollten: spielende Kinder in schmutzigen Hinterhöfen, frühreife Jugendliche, Prostituierte, vom Leben Gezeichnete.

Heinrich Zille: Strandbad Wannsee, um 1912; Aquarell, schwarze Kreide, Privatsammlung, Berlin

Heinrich Zille: Strandbad Wannsee, um 1912; Aquarell, schwarze Kreide, Privatsammlung, Berlin

Zilles geniales Gespür für Witziges und szenische Zuspitzung basiert auf der künstlerischen und menschlichen Wahrhaftigkeit seiner scheinbar flott aufs Blatt geworfenen Skizzen. Bedeutende Künstler im Berlin seiner Zeit wie Max Liebermann und Käthe Kollwitz erkannten die Bedeutung seines neuartigen Schaffens und zählten zu seinen engeren Freunden.

Ausstellungsdauer: 23.03.2013 bis 01.09.2013

Website: www.museum.la8.de

ArtKiss-Besuch: 12.04.2013

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!