Mit ‘Conrad Felixmüller’ getaggte Beiträge

Henrik Spohler: Containerterminal, Hamburg 2013, Deutschland © Henrik Spohler
Henrik Spohler: Containerterminal, Hamburg 2013, Deutschland © Henrik Spohler

Das Bucerius Kunst Forum widmet sich als erstes Museum mit einer Ausstellung der Darstellung von Industrie im Dialog der Medien Malerei und Fotografie. Die Schau „Moderne Zeiten. Industrie im Blick von Malerei und Fotografie“ spannt einen zeitlichen Bogen vom Beginn der Industrialisierung bis heute, von der Romantik bis zur zeitgenössischen Fotografie. Bildgewaltig macht sie die Entwicklungen und Veränderungen in der künstlerischen Industriedarstellung über einen Zeitraum von 175 Jahren deutlich.

Heinrich Kley: Die Kruppʼschen Teufel, um 1912/13, LWL-Industriemuseum – Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur Foto: LWL-Industriemuseum
Heinrich Kley: Die Kruppʼschen Teufel, um 1912/13, LWL-Industriemuseum – Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur Foto: LWL-Industriemuseum

Das Bucerius Kunst Forum versammelt knapp 30 Gemälde und rund 170 Fotografien von über 100 Künstlerinnen und Künstlern, darunter Werke von Adolph von Menzel, Conrad Felixmüller, Albert Renger-Patzsch, August Sander, Otto Steinert, Evelyn Richter, Hilla und Bernd Becher, Robert Voit, Thomas Struth und Inge Rambow.

Die Schau beleuchtet chronologisch in fünf Kapiteln, wie sich die künstlerische Industriedarstellung über die Jahrhunderte verändert hat und dokumentiert damit zugleich eindrucksvoll die Geschichte der Industrie in Europa und schlaglichtartig darüber hinaus.

Ausstellungsdauer: 26.06.2021 bis 26.09.2021

Website: www.buceriuskunstforum.de

ArtKiss-Besuch: 17.08.2021

ArtKiss-Wertung:

4 Sterne: Sehenswert!

In den 1910er und 20er Jahren zählte der Dresdner Conrad Felixmüller (1897–1977) zu den bekanntesten und erfolgreichsten Nachwuchskünstlern in Deutschland. Selbstbewusst malte sich der hochbegabte Jugendliche zunächst durch Expressionismus und Kubismus hindurch, ehe er schließlich zu einem Protagonisten der Neuen Sachlichkeit wurde.

Die Jahre der Weimarer Republik beschrieb Felixmüller rückblickend als eine Zeit zwischen „Glückseligkeit“ und „Kampfesmut“. Seine Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken spiegeln dieses gesteigerte Lebensgefühl in anrührenden Porträts, einfühlsamen Milieustudien und kraftvollen, von politischem Engagement getragenen Figurenbildern.

Bereits im Alter von 15 Jahren wurde Conrad Felixmüller zum Studium an der Königlichen Kunstakademie in Dresden aufgenommen und erfuhr in der Geburtsstadt der Künstlergruppe Brücke wichtige Impulse. Seine kubistisch geprägten Arbeiten bis 1919, sein spätexpressionistisches Werk der frühen 1920er Jahre und die anschließende sachlich-realistische Phase zeigen – jenseits stilistischer Festlegungen – Felixmüllers außergewöhnliches Talent in allen malerischen und grafischen Techniken.

Die Ausstellung im Hamburger Ernst Barlach Haus versammelt rund 80 Werke aus den Jahren 1918 bis 1933, darunter teils selten gezeigte Bilder und zwei Eichenholzreliefs aus Privatbesitz. Bedeutende Leihgaben stammen unter anderem aus den Kunstsammlungen Chemnitz–Museum Gunzenhauser, dem Lindenau-Museum Altenburg, dem Deutschen Historischen Museum Berlin und dem Museum Kunstpalast in Düsseldorf.

Ausstellungsdauer: 13.10.2013 bis 02.02.2014

Website: www.barlach-haus.de

ArtKiss-Besuch: 14.12.2013

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!