Mit ‘Collage’ getaggte Beiträge

Erró wurde 1932 in Island als Guðmundur Guðmundsson geboren und lebt seit 1958 in Paris. Bis 1967 trug er den Künstlernamen Ferró, bis er diesen nach einem siebenjährigen Rechtsstreit mit dem französischen Maler Gabriel Ferraud („Ferró“ und „Ferraud“ klingen in der französischen Aussprache exakt gleich) in Erró.

Erró - Science-Fiction Scape, 1992, 286 x 1320 cm, Glycerophtalische Farbe auf Leinwand, Collection Listasafn Reykjavfkur

Erró – Science-Fiction Scape, 1992, 286 x 1320 cm, Glycerophtalische Farbe auf Leinwand, Collection Listasafn Reykjavfkur

Im Vorgriff auf den schier unendlichen Informations- und Bilderfluss, der im Internet zu finden ist, galt Errós Interesse von Anfang an in dieser Fülle von Bildern. Er erfand neue Erzählformen in der Kunst dafür: Mit Collagen und Gemälden entwarf er eine visuelle und kritische Art, die gegen alle bisherigen Formen des Wissens, reich an Farbe und Witz, Exzess und Mehrdeutigkeit, allen zugänglich ist.

Das macLYON zeigt auf einer 3000 m² großen Ausstellungsfläche auf drei Etagen eine große und tolle Retrospektive. Mit mehr als 500 Werken, betehend aus Collagen, Performances, Filme, Aquarelle, Gemälde und Zeichnungen aus öffentlichen und privaten Sammlungen aus ganz Europa, wird die Arbeit von Erró, dem ersten Geschichtenerzähler in der Kunstgeschichte, gewürdigt.

Virtueller Ausstellungsbesuch

Ausstellungsdauer: 03.10.2014 bis 22.02.2015

Website: www.mac-lyon.com

ArtKiss-Besuch: 08.01.2015

ArtKiss-Wertung:
5 Sterne: Ein Muss. Unbedingt anschauen!

In einer umfassenden Retrospektive mit rund 150 Werken präsentiert das Bucerius Kunst Forum das vielfältige OEuvre Alexander Rodtschenkos (1891–1956).

Alexander Rodtschenko (1891-1956)

Kurz-Biografie Alexander Rodtschenkos.

Rodtschenko war treibende Kraft der russischen Avantgarde und wurde zum Vordenker der Neo-Avantgarde der 1960er Jahre. Als einer der ersten Künstler experimentierte er mit einer großen Bandbreite künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten – von Gemälde, Collage, Fotomontage, Fotografie und Skulptur bis hin zu Werbedesign und Typographie. Über diese Jahre des Experiments gibt die Ausstellung Rodtschenko.

Ausstellungsansicht "Rodtschenko. Eine neue Zeit". Photo: Ulrich Perrey

Ausstellungsansicht „Rodtschenko. Eine neue Zeit“. Foto: Ulrich Perrey

In der Kunst des jungen Alexander Rodtschenko löste die Russische Revolution 1917 einen Höhenflug aus. In weniger als zehn Jahren schuf er ein vielseitiges und innovatives OEuvre. „Ich mache in jedem Werk ein neues Experiment.“ Mit diesem Satz formulierte Rodtschenko Anspruch und Programm. Der Bruch mit dem Zarenreich und seiner Kunst setzte alles auf Anfang: Die neue Kunst war visionär und sollte den Menschen wie eine Naturwissenschaft dienen. Voller Neugier untersuchte Rodtschenko die eigenen Mittel und fügte der Malerei neue Medien hinzu: Skulpturen, die wie Architektur- oder Planetenmodelle aussahen, Design für Alltagsgegenstände, Werbegraphik und eine neue Art zu photographieren.

Schon 1918 konnte er seine Werke in einer Einzelausstellung zeigen. Danach schloss er sich mit gleichgesinnten Künstlern zusammen, organisierte Gruppenausstellungen und entwickelte die Manifeste des Konstruktivismus. Wie Kandinsky und Malewitsch übernahm er Verantwortung bei der Neuorganisation der nun staatlichen Kunstsammlungen und der Gründung von Museen für die Avantgardekunst.

Als Lehrer unterrichtete er an der neu ins Leben gerufenen Künstlerisch-Technischen Hochschule, wurde zum Kulturmanager und Aktivisten des künstlerischen Aufbruchs seiner Generation. Sie wollte mit der Kunst das Leben ändern. Doch Rodtschenkos Ruf „Seid freie, ewig junge Suchende“ wurde nur in den Anfangsjahren der Sowjetunion gehört. Mit der Festlegung der Partei auf das Konzept eines sozialistischen Realismus entzog sie ihm Arbeitsgrundlage und Gestaltungsspielraum.

Ausstellungsdauer: 08.06.2013 bis 15.09.2013

Website: www.buceriuskunstforum.de

ArtKiss-Besuch: 28.07.2013

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.