Mit ‘Bucerius Kunst Forum’ getaggte Beiträge

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Das Bucerius Kunst Forum widmet David Hockney, einem der bedeutendsten Künstler der Gegenwart, mit der Ausstellung „David Hockney. Die Tate zu Gast“ eine umfassende, retrospektiv angelegte Ausstellung, die in Kooperation mit der Tate entstand und  rund 100 Werke präsentiert.

Ausstellungsansicht David Hockney. Die Tate zu Gast

Ausstellungsansicht David Hockney. Die Tate zu Gast

Im Fokus steht Hockneys vielseitiges Schaffen als Maler, Zeichner und Grafiker und Werke aus über sechzig Jahren seines künstlerischen Schaffens. Dabei steht sowohl Hockneys ständige Suche nach neuen Ausdrucksformen, als auch das Experimentieren mit der Darstellung von Perspektive, Wahrnehmung und Realität im Zentrum.

Aber auch sein feines Gespür für zwischenmenschliche Beziehungen und sein Interesse am männlichen Körper wird in zahlreichen Porträts und Aktdarstellungen deutlich.


Ausstellungsdauer: 01.02.2020 bis 10.05.2020

Website: www.buceriuskunstforum.de

ArtKiss-Besuch: 05.02.2020

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!

Die Ausstellung „Amerika! Disney, Rockwell, Pollock, Warhol“ stellt Werke der vier amerikanischen Künstlerikonen gegenüber. Sie alle porträtierten den American Way of Life und prägten weltweit mit ihren Arbeiten das Bild der Vereinigten Staaten – in Hoch- und Populärkultur.

Ausstellung

Ausstellung „AMERIKA! DISNEY, ROCKWELL, POLLOCK, WARHOL“ im Bucerius Kund Forum. Foto: Ulrich Perrey/Bucerius Kunst Forum

Walt Disney, Norman Rockwell, Jackson Pollock und Andy Warhol waren alle auf ihrem künstlerischen Gebiet Pioniere. Sie erschufen ein Bild der USA, das noch heute im visuellen Gedächtnis fest verankert ist und ihre Namen sind mit der amerikanischen Kultur des 20. Jahrhunderts untrennbar verbunden.

Norman Rockwell ist in Deutschland noch relativ unbekannt. Aktuell rückt sein Werk jedoch durch den Titel von Lana Del Reys neuem Album „Norman Fucking Rockwell“ auch hierzulande ins Blickfeld. Rockwell war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts der Chronist der USA und zeigte in seinen Arbeiten ein Amerika, in dem sich jeder wiederfinden konnte. Seine realistischen bis satirischen Schilderungen des amerikanischen Way of Life zierten über 40 Jahre die Titelblätter der wichtigsten Zeitungen der Vereinigten Staaten.

Ausstellung

Ausstellung „AMERIKA! DISNEY, ROCKWELL, POLLOCK, WARHOL“ im Bucerius Kund Forum. Foto: Ulrich Perrey/Bucerius Kunst Forum

Jackson Pollock wurde mit Gemälden in der von ihm entwickelten Drip-Technik bereits zu Lebzeiten zum Star. Und in seiner Radikalität wurde der Begründer des Action Paintings zum wohl einflussreichsten abstrakten Künstler des 20. Jahrhunderts. Durch sein Werk trug Pollock maßgeblich dazu bei, dass erstmals eine moderne Kunstbewegung – der Abstrakte Expressionismus – seinen Ursprung in den USA hatte. Diese in den Vereinigten Staaten begründete Hochkultur bedeutete die kulturelle Emanzipation vom „alten Europa“ und stärkte das Selbstbewusstsein der Nation erheblich.

Ausstellung

Ausstellung „AMERIKA! DISNEY, ROCKWELL, POLLOCK, WARHOL“ im Bucerius Kund Forum. Foto: Ulrich Perrey/Bucerius Kunst Forum

Andy Warhol war es, der die Grenzen zwischen Populär- und Hochkultur, zwischen „high“ und „low“ einbrach. Er erhob mit seiner Pop Art Alltagsobjekte in den Rang der Kunst und machte die Massenproduktion von Siebdrucken in seiner Factory zum Markenzeichen. Warhols ikonischen, seriellen Lithografien der amerikanischen Warenwelt und seine farbintensiven Porträts der Stars und Sternchen Hollywoods machten ihn selbst zur Ikone.

Insgesamt umfasst die Schau rund 170 Gemälde, Zeichnungen, Grafiken, Objekte und Fotografien. Sie kommen aus international renommierten Sammlungen wie der Tate, dem Stedelijk Museum, dem Museum Ludwig oder dem Museum Brandhorst.

Ausstellungsdauer: 19.10.2019 bis 12.01.2020

Website: www.buceriuskunstforum.de

ArtKiss-Besuch: 24.10.2019

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!

Mit der Ausstellung „Here We Are Today. Das Bild der Welt in Foto- & Videokunst“ eröffnet das Bucerius Kunst Forum die neuen Räume am Alten Wall. Im Zentrum der Schau stehen hochaktuelle Fragestellungen unserer globalisierten Gesellschaft. Die knapp 80 gezeigten Fotografien und sieben Videos konzentrieren sich auf die Themen Identität, Heimat, Vergangenheit, Verbrechen und Kapital.

Kaum ein Begriff wird gegenwärtig so instrumentalisiert wie jener der Identität. Die Fragen nach dem Eigenen und dem Fremden, nach unseren Werten und unserer Identität sind allgegenwärtig. Identitätsfragen lassen sich auch als Symptome für gesellschaftliche Umbruchsituationen verstehen, die in den ausgestellten Fotoserien und Videoarbeiten teils sehr persönlich, teils allgemeingültig verhandelt werden.

Der Heimatbegriff im modernen Sinne ist im 19. Jahrhundert entstanden als Gegenentwurf zur Industriegesellschaft, als Sehnsuchtsort. Und auch dieser Sehnsuchtsort wurde und wird nicht selten politisch instrumentalisiert. Der Begriff Heimat wird verbunden mit Geborgenheit, Sicherheit, Zugehörigkeit. Im besten Sinne ist noch Raum für Andere und für Unbekanntes, doch oft genug wird das Fremde als Bedrohung erlebt.

Wie lassen sich Verbrechen gegen Völker oder Volksgruppen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen? Kunst kann dies abstrakt oder an Einzelschicksalen, ganz nah oder aus weiter Ferne. Insbesondere die Foto und Videokunst kann sichtbar machen, was anderswo unsichtbar bleibt. Ein Beispiel in der Ausstellung sind die Arbeiten „Untitled (Reaper Drone)“ von Trevor Paglen. Beim genauen Betrachten der Fotos offenbart sich, dass die scheinbar schönen Himmelslandschaften von kleinen Punkten durchzogen sind – militärische Drohnen, mit denen aus großer Entfernung Menschen getötet werden.

Kapital ist in der bildenden Kunst schon sehr lange Thema und Motiv. Doch längst ist die Kunst selbst ein eigener Faktor auf dem Kapitalmarkt geworden. Dennoch gibt es zahlreiche zeitgenössische Künstler und Künstlerinnen, die sich kritisch mit dem Thema Kapital auseinandersetzen. So zeigt etwa die Arbeit „Permanent Error“ von Pieter Hugo das Gefälle zwischen Privilegierten und Abgehängten in unserer globalisierten Welt. Seine Fotos sind entstanden in Agbogbloshie – einer Müllhalde für auch legal eingeführten Elektroschrott in der ghanaischen Hauptstadt Accra und einem der am meisten kontaminierten Orte der Welt. Deutlich wird, wie die Konsumgesellschaft ihre Opfer fordert, oft auf der anderen Seite der Erde.

Mit diesen fünf Themen – Identität, Heimat, Vergangenheit, Verbrechen und Kapital – werden die Besucherinnen und Besucher in der Ausstellung immer wieder konfrontiert. Dabei sind die einzelnen Themenbereiche alle eng miteinander verwoben und inhaltlich nicht immer scharf voneinander zu trennen.

Jede der gezeigten Arbeiten ist das Mosaikteil einer Antwort auf die Frage: Wo stehen wir heute?

Ausstellungsdauer: 07.06.2019 bis 29.09.2019

Website: www.buceriuskunstforum.de

ArtKiss-Besuch: 22.06.2019

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.

Seit über vier Jahrzehnten prägt Anton Corbijn mit seinen ikonischen Porträts das Image von Bands und Musikern wie Depeche Mode, U2 oder Tom Waits. Das Bucerius Kunst Forum widmet dem international renommierten Fotografen nun eine umfassende Schau.

Ausstellungsansicht: Anton Corbijn. The Living and the Dead, Foto: Ulrich Perrey

Ausstellungsansicht: Anton Corbijn. The Living and the Dead, Foto: Ulrich Perrey

Gezeigt werden rund 120 Arbeiten Corbijns aus 40 Schaffensjahren, darunter etwa 20 bisher unveröffentlichte Fotografien. Die Ausstellung stellt den meist im Auftrag entstandenen Musikerporträts rund 40 freie Arbeiten des Künstlers gegenüber. Dabei spürt sie der Frage nach, wann Fotografie zu Kunst wird.

Ausstellungsansicht: Anton Corbijn. The Living and the Dead, Foto: Ulrich Perrey

Ausstellungsansicht: Anton Corbijn. The Living and the Dead, Foto: Ulrich Perrey

Die Ausstellung zeigt die ikonischen Porträts von Musikern und Bands wie Joy Division, Depeche Mode, Tom Waits, U2 oder den Rolling Stones, die Corbijn berühmt gemacht haben.

 

Im Zentrum der Schau steht seine autobiografischste Serie: a. somebody. Für diese
inszenierte sich Corbijn als Musiker und fotografierte sich in der ländlichen Umgebung seines Geburtsorts Strijen.

Ausstellungsdauer: 07.06.2018 bis 06.01.2019

Website: www.buceriuskunstforum.de

ArtKiss-Besuch: 20.08.2018

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!

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Die Ausstellung „Karl Schmidt-Rottluff: expressiv, magisch, fremd“ untersuchte erstmals die Faszination des berühmten „Brücke“-Künstlers für außereuropäische Kunst und Kultgegenstände und seine lebenslange Rezeption der für ihn magischen Kraft dieser Objekte.

Karl Schmidt-Rottluff: Monte Palatino, 1930 - Brücke-Museum Berlin - Karl und Emy Schmidt-Rottluff Stiftung - © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Karl Schmidt-Rottluff: Monte Palatino, 1930 – Brücke-Museum Berlin – Karl und Emy Schmidt-Rottluff Stiftung – © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Das Bucerius Kunst Forum präsentierte rund 80 Arbeiten Schmidt-Rottluffs aus über 50 Schaffensjahren, darunter Skulpturen, Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafik. Die Werke wurden in direkten Dialog mit afrikanischen und ozeanischen Objekten aus der umfassenden ethnografischen Sammlung des Künstlers gesetzt, der bereits als junger Mann begann, außereuropäischer Kunst und Kultgegenstände zu sammeln. Die Ausstellung präsentierte neue wissenschaftliche Erkenntnisse über den Nachlass des Künstlers und veranschaulichte, wie Schmidt-Rottluff stilistische und inhaltliche Anregungen umsetzte und darüber hinaus Motive direkt in seine Bilder übernahm.

Ausstellungsdauer: 27.01.2018 bis 21.05.2018

Website: www.buceriuskunstforum.de

ArtKiss-Besuch: 21.05.2018

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.

Die Geburt des Kunstmarktes

Das Bucerius Kunst Forum präsentiert die erste umfassende Themenausstellung zur Geburt des Kunstmarktes im Goldenen Zeitalter der Niederlande. Auf den Spuren von Künstlern wie Rembrandt, Ruisdael, van Goyen und vielen anderen erforscht die Ausstellung, wie gesellschaftliche Veränderungen in den Niederlanden des 17. Jahrhunderts einen neuen Kunstmarkt und eine ganz eigene Kunst hervorgebracht haben. Sie illustriert, wie sich Künstler, Kunsthändler und ihre Werkstätten auf die neue Marktsituation einstellten und warum die Preise auf dem Kunstmarkt von wenigen Gulden bis hin zu Höchstsummen reichten.


Ausstellungsdauer: 23.09.2017 bis 07.01.2018

Website: www.buceriuskunstforum.de

ArtKiss-Besuch: 26.10.2017

ArtKiss-Wertung:
2 Sterne: Wenn man nichts besseres zu tun hat…

Max Pechstein. Künstler der Moderne

Mit der Ausstellung „Max Pechstein. Künstler der Moderne“ präsentiert das Bucerius Kunst Forum erstmals das Schaffen des deutschen Expressionisten in einer Einzelschau in Hamburg. Sie würdigt den Künstler Max Pechstein (1881-1955) als wegweisenden Vertreter der Moderne und lässt sein vielschichtiges Werk vor dem Hintergrund verschiedener biografischer und geografischer Schwerpunkte neu aufleben.

Die Schau zeigt, wie sich Pechsteins Stil mit jedem Aufenthaltsort veränderte und weiterentwickelte, darunter Paris, Berlin und Dresden, Monterosso in Italien und Palau in der Südsee. Über die motivische Prägung unterschiedlicher Lebensmittelpunkte hinaus ergründet die Ausstellung, wie der Künstler frühzeitig wichtige Strömungen und Neuerungen in der Malerei erspürte und in seiner Kunst verarbeitete.

Die Schau gibt in über 70 Werken Einblick in alle signifikanten Werkgruppen und Schaffensperioden Pechsteins zwischen 1906 und 1932. Präsentiert werden neben einer Vielzahl seiner Gemälde auch Druckgraphiken, Zeichnungen, Aquarelle und Holzschnitte.

Max Pechstein rezipierte als einer der ersten deutschen Künstler die Ausdrucksmittel des französischen Fauvismus und wandelte sie in einen eigenständigen expressionistischen Stil um. Nach einem künstlerisch prägenden Parisaufenthalt zwischen 1907 und 1908 war er in Dresden und Berlin maßgeblich an der Bildung des „Brücke“-Stils beteiligt. Ab 1912 fanden auch Elemente des Kubismus Eingang in sein Werk.

Ausstellungsdauer: 20.05.2017 bis 03.09.2017

Website: www.buceriuskunstforum.de

ArtKiss-Besuch: 20.05.2017

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.