Mit ‘Berlin’ getaggte Beiträge

„The Moment is Eternity“ lenkt das Augenmerk auf die fotografischen Arbeiten der Olbricht Collection und zeigt sie im Dialog mit anderen Kunstwerken der Sammlung sowie Artefakten der Wunderkammer.

Zu den programmatischen Schwerpunkten der Olbricht Collection gehört das Thema Vergänglichkeit. Welches andere künstlerische Medium als die Fotografie wäre besser geeignet, die daraus entstehenden Fragen von Zeit und Geschichte zur Diskussion zu stellen?

The Moment is Eternity - Works from the Olbricht Collection, Installationsansicht / Installation view, 2018 © me Collectors Room Berlin, Photo Bernd Borchardt

The Moment is Eternity – Works from the Olbricht Collection, Installationsansicht / Installation view, 2018 © me Collectors Room Berlin, Photo Bernd Borchardt

Wie der fotografische Zugriff auf die Wirklichkeit die Zeichen einer Zeit verdichtet, so reflektieren auch die anderen Künste im Zusammenspiel vielfältige Aspekte wie Dauer und Vergänglichkeit. Schönheit und Sinnlichkeit, Werden und Vergehen oder Körper und Gesellschaft werden innerhalb der großen Bandbreite der Olbricht Collection in verschiedenen Epochen und Medien gezeigt.

The Moment is Eternity - Works from the Olbricht Collection, Installationsansicht / Installation view, 2018 © me Collectors Room Berlin, Photo Bernd Borchardt

The Moment is Eternity – Works from the Olbricht Collection, Installationsansicht / Installation view, 2018 © me Collectors Room Berlin, Photo Bernd Borchardt

Sehr beindruckend sind ist auch die Fotoserie „The Brown Sisters“ mit über 40 Fotos der vier Brown-Schwestern Heather, Mimi, Bebe und Laurie von 1975 bis 2018:


Ausstellungsdauer: 27.09.2018 bis 01.04.2019

Website: www.me-berlin.com

ArtKiss-Besuch: 02.03.2019

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!

Gregory Crewdson, Untitled (Summer Rain), ‘Beneath the Roses’, 2004, digital pigment print. Museum Frieder Burda, Baden-Baden © Gregory Crewdson Courtesy Gagosian

Gregory Crewdson, Untitled (Summer Rain), ‘Beneath the Roses’, 2004, digital pigment print. Museum Frieder Burda, Baden-Baden © Gregory Crewdson Courtesy Gagosian

Düstere Straßen und einsam stehende Häuser, kaum ein Mensch unterwegs. Die im wahrsten Sinne des Wortes „un-heim-lichen“ Bilder des amerikanischen Fotografen Gregory Crewdson aus der Serie „Beneath the Roses“ könnten einem alten Hitchcock-Film in bester Hollywood-Manier entnommen sein. Wie in diesen werden die Orte und Szenen zu Spiegeln der Seele – und einer bedrückend empfundenen Leere des Daseins. Das Haus als Behausung der suchenden, einsamen Seele, geheimnisvoll und beklemmend: Crewdson inszeniert seine großformatigen Bilder mit höchstem cineastischem Aufwand und lässt die Abgründe hinter den alltäglichen Fassaden, ihren zart leuchtenden Fenstern, verhalten durchschimmern. Was geschieht wohl im Inneren der Häuser, werden hier die allseits bekannten Leichen produziert, die immer und überall im Keller schlummern?

Die Düsternis der Seele ist Thema der aktuellen Ausstellung im Salon Berlin des Museum Frieder Burda. Neben Werken von Gregory Crewdson aus der Sammlung präsentiert sie auch Arbeiten der Berliner Künstlerin Isa Genzken, ebenfalls aus eigenem Besitz.

Ihr Werk spielt immer mit Fragen der (In-)Stabilität, der drohenden Haltlosigkeit, der lauernden Leere. Das Material Beton ist hermetisch, der Blick aus dem Fenster führt ins Nichts, die Rose blüht – und ist – aus einem Aluminiumsockel hervorwachsend – gleichzeitig für immer im emotionalen Moment erstarrt. Gerade die Rose wird so zu einem fragil erscheinenden Spiegel der Künstlerin selbst – schließlich wurde sie 1948 als „Hanne-Rose Genzken“ geboren. Wie ein roter Faden ziehen sich übergroße Blumen – Symbole von Liebe und Zuneigung – seit 25 Jahren durch ihr Werk. Manifestationen des Einfachen, Poetischen, Menschlichen – aber auch Bedürftigen.

Chris Jordan, Šumava #9 (Czech Republic), 2019, C-print. Courtesy the artist

Chris Jordan, Šumava #9 (Czech Republic), 2019, C-print. Courtesy the artist

Als weitere Position schließt der amerikanische Fotograf und Umwelt-Aktivist Chris Jordan den Kreis. Virtuos fängt er die melancholischen Momente in einer menschenleeren Natur ein, die vom Menschen auch in seiner Nicht-Anwesenheit bedroht ist. Dazu hat er ein urwald-artiges Waldterrain in Böhmen in großformatige Fotografien gebannt.

Ausstellungsdauer: 09.02.2019 bis 23.03.2019

Website: www.museum-frieder-burda.de/de/salon-berlin/

ArtKiss-Besuch: 02.03.2019

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!

 

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Ausstellungsdauer: 11.05.2018 bis 21.05.2018

Website: www.selected-artists.com

ArtKiss-Besuch: 11.05.2018

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!

Die Ausstellung „Surreale Sachlichkeit – Werke der 1920er- und 1930er-Jahre aus der Nationalgalerie“ wirft einen neuen, durch den Surrealismus geschärften Blick auf das Phänomen der Neuen Sachlichkeit. Tatsächlich haben diese Kunstrichtungen mehr gemeinsam, als man zunächst vermuten möchte. Anfang der 1920er-Jahre waren sie nahezu zeitgleich in Frankreich und Deutschland entstanden: 1924 erschien das erste Manifest der Pariser Surrealisten. 1925 präsentierte die Mannheimer Kunsthalle die neuesten Tendenzen in der deutschen Kunst unter dem Titel „Neue Sachlichkeit“ – und schuf damit den Begriff für ein gesamteuropäisches Phänomen, das noch im selben Jahr als „Magischer Realismus“ bezeichnet wurde.

Beide Bewegungen – der Surrealismus wie die Neue Sachlichkeit – sind in Reaktionen auf die historischen Avantgarden entstanden, die mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges ausgedient hatten. Nunmehr ging es weniger um die Erkundung der eigenen Bildmittel, den individuellen künstlerischen Ausdruck oder Stil als vielmehr darum, zu einer neuen ganzheitlichen Weltsicht zu gelangen. Für die Surrealisten wie für die Künstler der Neuen Sachlichkeit trat die subjektive Sicht des Künstlers zugunsten einer „objektiven“ Betrachtungsweise zurück, in der sich die gesellschaftliche Realität gleichsam wie von selbst offenbarte – mit ihren neuzeitlichen Errungenschaften, aber auch mit ihren psychischen Abgründen.

Ausstellungsdauer: 13.10.2016 bis 23.04.2017

Website: www.smb.museum/museen-und-einrichtungen/sammlung-scharf-gerstenberg/

ArtKiss-Besuch: 19.11.2016

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.

George Condo - Windswept Figure, 2007 / Öl auf Leinwand, 50,8 x 40,6 cm / Sammlung des Künstlers, New York /  Courtesy Sprüth Magers und Skarstedt / © VG Bild-Kunst, Bonn 2016 / Foto: © George Condo 2016

George Condo – Windswept Figure, 2007 / Öl auf Leinwand, 50,8 x 40,6 cm / Sammlung des
Künstlers, New York / Courtesy Sprüth Magers und Skarstedt / © VG Bild-Kunst, Bonn 2016 / Foto: © George Condo 2016

Das Berliner Museum Berggruen zeigt eine Werkschau des US-amerikanischen Malers George Condo. Diese erste große Ausstellung zeitgenössischer Kunst seit der Gründung des Museum Berggruen setzt Werke Condos aus den frühen 1980er-Jahren bis heute in Beziehung zu Künstlern der Klassischen Moderne aus der Sammlung der Nationalgalerie.

Die Präsentation von Meisterwerken von Cézanne, Picasso, Matisse, Klee und Giacometti aus dem Museum Berggruen unter Einbeziehung der Werke Condos entfaltet ein offenes Feld an Verweisen. Bereits seit den frühen 1980er-Jahren bezieht sich Condo in seinen Werken mit einer Mischung aus Humor, Ironie und Verehrung auf die gesamte Bandbreite der europäischen wie US-amerikanischen Kunst. Für seine teils grotesken Bildfindungen greift er auf Gattungen wie Akt, Stillleben und Porträt zurück.

Condo kombiniert spielerisch kunsthistorische Referenzen, insbesondere formale wie motivische Bezüge zu den Künstlern der klassischen Moderne, deren einstmals schockierende kubistische Bilder längst in den Kanon der Kunstgeschichte eingegangen sind. In gleichem Maße fließt die Populärkultur in Condos Arbeiten ein und so zeigen etwa seine Porträts Anleihen an Comicfiguren wie Batman, Bugs Bunny oder Micky Maus.

George Condo. Confrontation - Installationsansicht / Museum Berggruen, Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin / Pablo Picasso: Bildnis Jaime Sabartés, 1904 | Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Museum Berggruen / George Condo: The Missionary, 2004 | Sammlung des Künstlers, New York / Courtesy Sprüth Magers und Skarstedt / Pablo Picasso: Sitzender Harlekin, 1905 | Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Museum BerggruenGeorge Condo: Seated Couple, 2005 | Sammlung des Künstlers, New York / Courtesy Sprüth Magers und Skarstedt / © Succession Picasso / VG Bild-Kunst, Bonn 2016 / Foto: Timo Ohler

George Condo. Confrontation – Installationsansicht / Museum Berggruen, Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin / Pablo Picasso: Bildnis Jaime Sabartés, 1904 | Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Museum Berggruen / George Condo: The Missionary, 2004 | Sammlung des Künstlers, New York / Courtesy Sprüth Magers und Skarstedt / Pablo Picasso: Sitzender Harlekin, 1905 | Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Museum BerggruenGeorge Condo: Seated Couple, 2005 | Sammlung des Künstlers, New York / Courtesy Sprüth Magers und Skarstedt / © Succession Picasso / VG Bild-Kunst, Bonn 2016 / Foto: Timo Ohler

Die Ausstellung George Condo. Confrontation im Museum Berggruen versteht die Malerei des 20. und 21. Jahrhunderts als unablässig in Bewegung bleibender Prozess von wechselseitigen Bezügen und Traditionen.

George Condo - Multi-Colored Pod, 1996 / Öl auf Leinwand, 55,2 x 38,1 cm / Sammlung des Künstlers, New York / Courtesy Sprüth Magers und Skarstedt / © VG Bild-Kunst, Bonn 2016 / Foto: © George Condo 2016

George Condo – Multi-Colored Pod, 1996 / Öl auf Leinwand, 55,2 x 38,1 cm / Sammlung des
Künstlers, New York / Courtesy Sprüth Magers und Skarstedt / © VG Bild-Kunst, Bonn 2016 / Foto: © George Condo 2016

Ausstellungsdauer: 19.11.2016 bis 12.03.2017

Website: www.georgecondoinberlin.de

ArtKiss-Besuch: 19.11.2016

ArtKiss-Wertung:
2 Sterne: Wenn man nichts besseres zu tun hat…

Michael Müllers erste institutionelle Einzelausstellung „Wer spricht?“ bringt Werke der vergangenen Jahre mit eigens für die Ausstellung entwickelten Neuproduktionen zusammen, die sich auf unterschiedliche Weise der Frage nach künstlerischer Autorschaft stellen.

Michael Müller - Für all jene, die der Form und nicht dem Inhalt vertrauen, 2015, Courtesy Michael Müller

Michael Müller – Für all jene, die der Form und nicht dem Inhalt vertrauen (Ausschnitt), 2015, Courtesy Michael Müller

„Wer spricht?“ bedeutet aus Müllers Perspektive auch: „Was wird gesagt?“ und „Warum wird gesprochen?“; aber auch „Wer hört zu?“ Die gezeigten Arbeiten gehen immer wieder neu von der Frage aus, inwieweit ein Künstler in seinen Werken selbst sichtbar wird. Jedes einzelne Werk verortet sich im Spannungsverhältnis von Anwendung oder Umformung historischer wie gegenwärtiger künstlerischer Codes und den persönlichen Obsessionen des Künstlers.

Ausstellungsdauer: 29.11.2015 bis 24.01.2016

Website: www.kw-berlin.de

ArtKiss-Besuch: 30.12.2015

ArtKiss-Wertung:
1 Stern: Gewollt aber nicht gekonnt.

Die Ausstellung „Papagaio“ versammelt über zwanzig 16-mm-Kurzfilme und zwei Camerae obscurae der Künstler João Maria Gusmão und Pedro Paiva aus den vergangenen zehn Jahren. Die Arbeiten werden in einer ortsspezifischen Installation präsentiert und werden ergänzt durch den titelgebenden Film „Papagaio“.

 

Seit 2001 stellen Gusmão + Paiva immer wieder neue Versuchsanordnungen her, die sich zwischen der sichtbaren Welt und dem, was sich entzieht, bewegen und die Grenzen zwischen Konzepten des Menschlichen und Nichtmenschlichen hinterfragen. Indem die Künstler solche Paradoxien ins filmische Medium übersetzen, entfremden sie die BesucherInnen von ihrem alltäglichen Blick und erzeugen eine „Zeitmaschine“ auf Probe: Die Filme verlangsamen die Realität, bis sie die verschiedenen Qualitäten innerhalb des Sichtbaren enthüllen.

Ausstellungsdauer: 29.11.2015 bis 24.01.2016

Website: www.kw-berlin.de

ArtKiss-Besuch: 30.12.2015

ArtKiss-Wertung:
0 Sterne: Zeitverschwendung.

Berlin12-15 (1)In der retrospektiv angelegten Ausstellung „Cindy Sherman – Works from the Olbricht Collection“ werden 65 Fotografien der Künstlerin im me Collectors Room zu sehen sein. Mit Arbeiten aus nahezu allen Schaffensperioden gewährt die Sammlung einen beachtlichen Überblick über das Gesamtwerk der Fotokünstlerin.

Ein unschuldiger Blick vom Spültisch im Schwarz-Weiß der 50er Jahre, eine goldblonde Maria lactans mit leeren Augen und Plastikbrust oder eine alternde Upper Class-Beauty mit zu viel Schmuck und viel zu viel Make-Up, Cindy Sherman (*1954 , USA) ist eine Meisterin der Maskerade. Sie agiert als Darstellerin und Fotografin, Subjekt und Objekt in Personalunion. Doch zeigen ihre Selbstportraits keine authentischen Persönlichkeiten, sondern paraphrasieren soziale und kulturelle Stereotype, um sie durch verschiedene Möglichkeiten der Darstellung aus Kino, klassischer Malerei oder Werbung zu dekonstruieren.

Ausstellungsdauer: 16.09.2015 bis 10.04.2016

Website: www.me-berlin.com

ArtKiss-Besuch: 30.12.2015

ArtKiss-Wertung:
2 Sterne: Wenn man nichts besseres zu tun hat…

Berlin12-15 (4)

Erstmals präsentiert die Helmut Newton Stiftung die Einzel- und Doppelseiten der in „Pages from the Glossies“ versammelten Veröffentlichungen als vergrößerte Ausstellungsprints, inklusive der individuellen Typografie der unterschiedlichen Magazine, Seitenzahlen, Kommentare und Bildunterschriften. Somit bleibt die Berliner Präsentation der mehr als 230 Zeitschriftenseiten mit fast 500 Einzelaufnahmen so authentisch wie möglich.

Schreitet man als Besucher an Newtons chronologisch aufgereihten, faksimilierten Modeaufnahmen in den Ausstellungsräumen entlang, erkennt man nicht nur die sich verändernde Bildsprache des Fotografen, sondern vor allem die sich verändernde Stellung der Frau in der westlichen Gesellschaft seit den 1950er-Jahren. Helmut Newton war mit seinen teilweise radikalen, aber stets sehr eleganten Frauenbildern dem Zeitgeist häufig voraus – und hat diesen gleichzeitig über Jahrzehnte mitgeprägt.

Der großen Übersichtsausstellung zu Newton wird auch diesmal das Werk eines anderen Fotografen zur Seite gestellt; Helmut Newton selbst hatte sich diese Ausstellungspraxis bei der Gründung seiner Stiftung gewünscht. Der amerikanische Fotograf Greg Gorman zeigt in der Ausstellung „Color Works“ 25 Farbporträts prominenter, zumeist amerikanischer Musiker, Künstler und Schauspieler zu sehen, darunter David Bowie und Grace Jones, Andy Warhol und Julianne Moore. Den langsam verblassenden Hollywoodmythos beispielsweise schreibt Gorman mit seinen Porträts weiter und hinterfragt ihn gleichzeitig. Sehr individuell und formal unterschiedlich entstanden die Aufnahmen meist im Auftrag von Magazinen; so verbindet sich der eigenständige fotografische Stil Gormans mit den Wünschen der Auftraggeber und den Bildideen der Porträtierten innerhalb der Ausstellung zu einer ungewöhnlichen Melange.

Für ArtKiss ist vor allem Gormans „Color Works“ Ausstellung einen Besuch wert.

Ausstellungsdauer: 04.12.2015 bis 22.05.2016

Website: www.helmut-newton.de

ArtKiss-Besuch: 30.12.2015

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.

Jackson Pollock - Mural, 1943, Öl und Kasein auf Leinwand, 242,9 x 603,9 cm. Geschenk von Peggy Guggenheim, 1959 The University of Iowa Museum of Art, Iowa City, reproduziert mit der Genehmigung durch The University of Iowa Museum of Art. © Pollock-Krasner Foundation/ VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Jackson Pollock – Mural, 1943, Öl und Kasein auf Leinwand, 242,9 x 603,9 cm. Geschenk von Peggy Guggenheim, 1959. The University of Iowa Museum of Art, Iowa City, reproduziert mit der Genehmigung durch The University of Iowa Museum of Art. © Pollock-Krasner Foundation/ VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Mit Jackson Pollocks Werk „Mural“ (1943) ist eines der historisch bedeutendsten Gemälde der Moderne nach seiner umfassenden Reinigung am Getty Conservation Center derzeit in Berlin zu sehen. Die Ausstellung „Jackson Pollock’s ‚Mural‘: Energy Made Visible” zeigt das einflussreiche Meisterwerk gemeinsam mit mehr als vierzig Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern wie Lee Krasner (Pollocks Ehefrau), Roberto Matta, Robert Motherwell, David Smith und Andy Warhol.

Installationsansicht JACKSON POLLOCK’S MURAL: Energy made visible, 25.11.2015 – 10.04.2016, Deutsche Bank KunstHalle, Photo: Mathias Schormann, © Deutsche Bank KunstHalle

Installationsansicht JACKSON POLLOCK’S MURAL: Energy made visible, 25.11.2015 – 10.04.2016, Deutsche Bank KunstHalle, Photo: Mathias Schormann, © Deutsche Bank KunstHalle

Die Ausstellung wurde vom der University of Iowa Museum of Art (UIMA) organisiert. Dessen Direktor  Sean O’Harrow hält Pollocks Schaffen während des zweiten Weltkriegs für das Fundament für die weitere Entwicklung des Abstrakten Expressionismus. Das äußerst dynamische Werk ist mit 605 x 247 cm das größte Gemälde, das Jackson Pollock je schuf. Es übt bis in die Gegenwart hinein einen immensen Einfluss auf die amerikanische Kunst aus und greift Pollocks ‚gegossene‘ Abstraktionen vor, die er vier Jahre später entwickeln sollte.

In Summe verkörpert „Mural“ all das, was Pollock später als seine Vision beschreibt – Energie und Bewegung sichtbar zu machen.

Ausstellungsdauer: 25.11.2015 bis 10.04.2016

Website: www.deutsche-bank-kunsthalle.de

ArtKiss-Besuch: 29.12.2015

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!