Mit ‘amerikanischer Realismus’ getaggte Beiträge

Alice Neel (1900-1984) war eine der bedeutendsten amerikanischen Malerinnen des 20. Jahrhunderts. Ihre psychologisch aufgeladenen Porträts erzählen intime und unkonventionelle Geschichten über Menschen, die am Rande der Gesellschaft bzw. in Subkulturen leben (wie etwa der New Yorker Kulturelite oder in Neels eigener Familie).

Alice Neel führte ein außerordentlich interessantes Leben als alleinerziehende Mutter und war eine feministische Künstlerin in einer Zeit, in der die Kunstwelt  weitgehend männlich dominiert war.

Alice Neel: Self-Portrait, 1980. National Portrait Gallery Smithsonian Institution, Washington D.C. Photo: © National Portrait Gallery / Smithsonian Institution / Art Resource / Scala, Florence 2015 © Estate of Alice Neel

Alice Neel: Self-Portrait, 1980. National Portrait Gallery Smithsonian Institution, Washington D.C. Photo: © National Portrait Gallery / Smithsonian Institution / Art Resource / Scala, Florence 2015 © Estate of Alice Neel

 

Ausstellungsdauer: 10.06.2016 bis 02.10.2016

Website: www.ateneum.fi

ArtKiss-Besuch: 16.08.2016

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!

Mit der Ausstellung Hopper Drawing zeigte das New Yorker Whitney Museum eine unvergleichliche Sammlung vom Werk Edward Hoppers. Seine Witwe Josephine Verstille Nivison hatte dem Museum mehr als 2.500 Zeichnungen  hinterlassen, von denen viele noch nie zuvor ausgestellt wurden und nun erstmals gezeigt wurden.

Hopper Drawing war die erste große Museumsausstellung, die sich auf den Zeichnungen und kreativen Prozess von Edward Hopper (1882-1967) konzentrierte. Mehr als alles andere zeigen Hoppers Zeichnungen die sich ständig entwickelnde Beziehung zwischen Beobachtung und Erfindung in der Arbeit des Künstlers, sein anhaltendes Interesse an den Räumen und den Motive Straße, Kino, Büro, Schlafzimmer, auf die er immer wieder zurückkam im Laufe seiner Karriere.

Die Ausstellung untersuchte Hoppers signifikante und unterschätzte Leistungen als Zeichner und paart viele seiner größten Öl-Gemälde, darunter Early Sunday Morning (1930), New York Movie (1939), Office at Night (1940) und Nighthawks (1942) mit ihren vorbereitenden Zeichnungen und zugehörigen Arbeiten.

Edward Hopper (1882–1967), Nighthawks, 1942. Oil on canvas, 33 1/8 × 60 in. (84.1 × 152.4 cm). The Art Institute of Chicago; Friends of American Art Collection 1942.51. Photography © The Art Institute of Chicago

Edward Hopper (1882–1967), Nighthawks, 1942. Oil on canvas, 33 1/8 × 60 in. (84.1 × 152.4 cm). The Art Institute of Chicago; Friends of American Art Collection 1942.51.

Exkurs: Nighthawks (Nachtschwärmer) ist eines der populärsten Bilder des 20. Jahrhunderts, das unzählige Male kopiert und zitiert wurde. In der kühlen Kunstlichtatmosphäre einer Bar sitzen drei Gäste, die aneinander vorbeischauen, sich nicht unterhalten und scheinbar ihren eigenen Gedanken nachhängen. Die Nachtschwärmer sitzen oder stehen an der umlaufenden Theke, in deren Mitte der weißuniformierte Kellner tätig ist. Ob die Frau, deren linke Hand zu dem rauchenden Mann rechts neben ihr deutet, und er ein Paar sind oder ob sie einander kennenlernen wollen, bleibt offen. Der andere, allein sitzende Mann ist eine Rückenpartie, auch er mit Hut.

Die Ausstellung zeigte auch bahnbrechende Archivrecherchen in Gebäuden, Räumen und städtischen Umgebungen, die seine Arbeit inspirierten.

Ausstellungsdauer: 23.05.2013 bis 06.10.2014

Website: www.whitney.org/Exhibitions/HopperDrawing

ArtKiss-Besuch: 29.09.2013

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!

Die Ausstellung „American Modern“ zeigt mit Bildern aus der MoMA-Sammlung  die amerikanischen Kunst zwischen 1915 und 1950. Sie bietet damit einen neuen Blick auf die sich schnell verändernde amerikanische Gesellschaft in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Edward Hopper. House by the Railroad. 1925, Öl auf Leinwand. The Museum of Modern Art, New York.

Edward Hopper. House by the Railroad. 1925, Öl auf Leinwand. The Museum of Modern Art, New York.

Mit Gemälden, Zeichnungen, Drucken, Fotografien und Skulpturen bringt „American Modern“ einige der berühmtesten Meisterwerke des MoMAs zusammen.

Andrew Wyeth. Christina's World. 1948, Tempera auf Holz. The Museum of Modern Art, New York.

Andrew Wyeth. Christina’s World. 1948, Tempera auf Holz. The Museum of Modern Art, New York.

Die Auswahl der Arbeiten zeigt so unterschiedliche Themen wie städtische und ländliche Landschaften, Szenen aus Industrie, Stillleben-Kompositionen und Porträts, die weniger chronologisch als vielmehr thematisch arrangiert sind. Als Künstler sind u.a. vertreten: George Bellows, Stuart Davis, Edward Hopper, Georgia O’Keeffe, Charles Sheeler, Alfred Stieglitz und Andrew Wyeth.

Charles Sheeler. American Landscape. 1930, Öl auf Leinwand. The Museum of Modern Art, New York.

Charles Sheeler. American Landscape. 1930, Öl auf Leinwand. The Museum of Modern Art, New York.

Ausstellungsdauer: 17.08.2013 bis 26.01.2014

Website: www.moma.org

ArtKiss-Besuche: 14.09.2013 und 01.10.2013

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.