Mit ‘3***’ getaggte Beiträge

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Der britische Künstler Grayson Perry (geb. 1960) nutzt traditionelle Medien wie Tapisserie, Keramik und Druck, um seine Faszination mit zeitgenössischen sozialen Fragen und den oft provokativen Themen Religion, Geschlecht, Geschlecht, Politik, Klasse und Identität zu erforschen. Im Jahr 2003 gewann Perry den Turner-Preis, den renommiertesten zeitgenössischen Kunstpreis in Großbritannien.

Die Ausstellung präsentiert die bisher größte Einzelarbeit des Künstlers, eine Reihe von Tapisserien mit dem Titel „The Vanity of Small Differences“. Tapisserie ist eine Kunstform, die historisch oft verwendet wird, um die Häuser der aristokratischen Familien mit religiösen, militärischen oder mythischen Szenen zu verzieren, so dass Perry mit dem Status der Tapisserie spielt, indem er sie benutzt, um alltägliche Szenarien und Charaktere darzustellen.

Die sechs Tapisserien erzählen eine Geschichte der sozialen Mobilität des 21. Jahrhunderts in Großbritannien durch das Leben von Tim Rakewell, ein fiktiver Charakter, der von Grayson Perry geschaffen wurde. Tim ist Sohn einer Arbeiterfamilie, erhebt sich aber in den Mittelstand, indem er zur Universität geht, Geld verdient und in eine reiche Familie heiratet. Er erlebt dann die finanziellen Belastungen der Oberklassen und stirbt bei einem Autounfall tragisch.

Die Tapisserien wurden von Perrys Reisen in drei Regionen in England inspiriert, wo er verschiedene Gruppen traf, die als Arbeiterklasse, Mittelklasse und Oberschicht gelten. Seine Interviews, Fotografien, Notizen und Skizzenbuchzeichnungen seiner Reise halfen ihm, den Geschmack der verschiedenen gesellschaftlichen Kreise zu untersuchen.

Ausstellungsdauer: 12.07.2017 bis 25.08.2017

Website: www.ugbih.ba

ArtKiss-Besuch: 25.07.2017

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.

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Sadko Hadzihasanovic wurde 1959 in Bihac, Bosnien und Herzegowina geboren. Er studierte und promovierte (1982) an der Akademie der Bildenden Künste in Sarajevo, erlangte sein MFA an der Universität Belgrad (1984) und ging 1993 nach Kanada. Heute lebt und arbeitet Hadzihasanovic in Toronto.

Website: www.ugbih.ba

ArtKiss-Besuch: 25.07.2017

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.

Ars Aevi ist das Museum für zeitgenössische Kunst in Sarajevo. Es wurde während des Bosnien-Krieges als „Widerstand der Kultur“ gegründet. In dem sehr provisorisch wirkenden Gebäude, dass in den nächsten Jahren durch einen von Renzo Piano geplanten Neubau abgelöst werden soll, werden etwa 130 Werke von renommierten Künstlern wie Michelangelo Pistoletto, Jannis Kounellis, Joseph Beuys und Joseph Kosuth gezeigt.

Website: www.arsaevi.org

ArtKiss-Besuch: 23.07.2017

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.

Max Pechstein. Künstler der Moderne

Mit der Ausstellung „Max Pechstein. Künstler der Moderne“ präsentiert das Bucerius Kunst Forum erstmals das Schaffen des deutschen Expressionisten in einer Einzelschau in Hamburg. Sie würdigt den Künstler Max Pechstein (1881-1955) als wegweisenden Vertreter der Moderne und lässt sein vielschichtiges Werk vor dem Hintergrund verschiedener biografischer und geografischer Schwerpunkte neu aufleben.

Die Schau zeigt, wie sich Pechsteins Stil mit jedem Aufenthaltsort veränderte und weiterentwickelte, darunter Paris, Berlin und Dresden, Monterosso in Italien und Palau in der Südsee. Über die motivische Prägung unterschiedlicher Lebensmittelpunkte hinaus ergründet die Ausstellung, wie der Künstler frühzeitig wichtige Strömungen und Neuerungen in der Malerei erspürte und in seiner Kunst verarbeitete.

Die Schau gibt in über 70 Werken Einblick in alle signifikanten Werkgruppen und Schaffensperioden Pechsteins zwischen 1906 und 1932. Präsentiert werden neben einer Vielzahl seiner Gemälde auch Druckgraphiken, Zeichnungen, Aquarelle und Holzschnitte.

Max Pechstein rezipierte als einer der ersten deutschen Künstler die Ausdrucksmittel des französischen Fauvismus und wandelte sie in einen eigenständigen expressionistischen Stil um. Nach einem künstlerisch prägenden Parisaufenthalt zwischen 1907 und 1908 war er in Dresden und Berlin maßgeblich an der Bildung des „Brücke“-Stils beteiligt. Ab 1912 fanden auch Elemente des Kubismus Eingang in sein Werk.

Ausstellungsdauer: 20.05.2017 bis 03.09.2017

Website: www.buceriuskunstforum.de

ArtKiss-Besuch: 20.05.2017

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.

Max Ott - Munich Impressions (Detail)

Max Ott – Munich Impressions (Detail)

Der Fotokünstler und Dozent für Graphik, 3-D-Design und Fotodesign an der IFOG-Akademie München, Max Ott, präsentiert unter dem Titel „Munich / New York / Florida“ eine Auswahl von Fotodrucken, die er als Wahrnehmung der eigenen Stadt und der seiner Besuche in New York auf den Spuren seines dortigen Künstlerfreundes Paul Ching-Bor sowie in Florida im Atelier des Malers Marcus Jansen thematisiert hat und dann gestalterisch umsetzte.

Max Ott - One Hour Photo, Munich

Max Ott – One Hour Photo, Munich

Seine Stadt-Ansicht von München sind dargestellt etwa durch eine pittoreske Verkehrssituation an einer Kreuzung der Innenstadt mit lauter roten Autos, durch kreisrund wirbelnde Oktoberfest-Bahnen oder durch einen mit verzerrenden Fototechnik neuen Blick auf berühmte Meisterwerke in den Münchner Pinakotheken.

Max Ott - Art Reloaded

Max Ott – Art Reloaded

In New York sieht Ott vor allem die Dominanz der omnipräsenten rechteckigen Fassadenstrukturen. In Florida läßt er die Industrielandschaft hinter dem Ausgang des Studios von Marcus Jansen aus sich öffnen, hin zum Meer vor Fort Myers.

Max Ott - Wiesndelic, Oktoberfest

Max Ott – Wiesndelic, Oktoberfest

Die Brückenfunktion zwischen den Wahrnehmungen der drei Stadtsituationen stellt M­ax Ott mit 20 Foto-Tableaus von der Donnersberger Brücke als einer Art von „Müll-Partitur“ her – ausgelegt auf dem Boden der Galerie.

Ausstellungsdauer: 14.03.2017 bis 02.05.2017

Website: www.ott.photography

ArtKiss-Besuch: 25.03.2017

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.

Peter Keetman: Rohre, 1958 (Ausschnitt). © Stiftung F.C. Gundlach

In seinem 100. Geburtsjahr 2016 wird das herausragende fotografische Lebenswerk Peter Keetmans (1916–2005) mit einer Retrospektive erstmals in seiner ganzen Vielfalt vorgestellt. Kennzeichnend für Keetmans Schaffen ist die stetige und schöpferische Auseinandersetzung mit den Gestaltungsmöglichkeiten der Kamera – experimentierend, formal abstrahierend, suchend nach gestalteter Präzision und nach einer lebendigen Fotografie.

Für Ausstellungsansichten auf Flickr hier klicken.

Die Retrospektive zeigt nicht nur die Laufbahn eines Fotografen, sondern auch die vielgestaltige Karriere des Mediums Fotografie zwischen freiem künstlerischem Schaffen und den Gebrauchsformen der Fotografie. Sie lässt den Besucher einen der wichtigsten deutschen Fotografen der Nachkriegszeit neu entdecken.

 

Ausstellungsdauer: 17.11.2016 bis 12.02.2017

Website: www.deichtorhallen.de

ArtKiss-Besuch: 29.12.2016

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.

Die Ausstellung „Surreale Sachlichkeit – Werke der 1920er- und 1930er-Jahre aus der Nationalgalerie“ wirft einen neuen, durch den Surrealismus geschärften Blick auf das Phänomen der Neuen Sachlichkeit. Tatsächlich haben diese Kunstrichtungen mehr gemeinsam, als man zunächst vermuten möchte. Anfang der 1920er-Jahre waren sie nahezu zeitgleich in Frankreich und Deutschland entstanden: 1924 erschien das erste Manifest der Pariser Surrealisten. 1925 präsentierte die Mannheimer Kunsthalle die neuesten Tendenzen in der deutschen Kunst unter dem Titel „Neue Sachlichkeit“ – und schuf damit den Begriff für ein gesamteuropäisches Phänomen, das noch im selben Jahr als „Magischer Realismus“ bezeichnet wurde.

Beide Bewegungen – der Surrealismus wie die Neue Sachlichkeit – sind in Reaktionen auf die historischen Avantgarden entstanden, die mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges ausgedient hatten. Nunmehr ging es weniger um die Erkundung der eigenen Bildmittel, den individuellen künstlerischen Ausdruck oder Stil als vielmehr darum, zu einer neuen ganzheitlichen Weltsicht zu gelangen. Für die Surrealisten wie für die Künstler der Neuen Sachlichkeit trat die subjektive Sicht des Künstlers zugunsten einer „objektiven“ Betrachtungsweise zurück, in der sich die gesellschaftliche Realität gleichsam wie von selbst offenbarte – mit ihren neuzeitlichen Errungenschaften, aber auch mit ihren psychischen Abgründen.

Ausstellungsdauer: 13.10.2016 bis 23.04.2017

Website: www.smb.museum/museen-und-einrichtungen/sammlung-scharf-gerstenberg/

ArtKiss-Besuch: 19.11.2016

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.