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Rayyane Tabet - Bruchstücke / Fragments (Ausstellungsansicht)

Rayyane Tabet (*1983 in Achkout, lebt und arbeitet in Beirut) untersucht in seinen
vornehmlich skulpturalen Arbeiten die Verschränkungen kleiner Geschichten und
großer Ereignisse durch Form und Material. Dabei vermengt er die offizielle mit
persönlicher Geschichte, um den Blick auf kaum zur Kenntnis genommene
Erzählungen zu lenken.

Die Ausstellung „Bruchstücke / Fragments“ führt erstmals alle Arbeiten eines Recherche- und Ausstellungsprojekts zusammen, das sich über Stationen in Marrakesch, Paris, Berlin, Rotterdam und Beirut aufgebaut hat und 2018 seinen vorläufigen Abschluss in der Abteilung für antike Kunst des Nahen Ostens des Metropolitan Museum of Art, New York, finden wird.

Rayyane Tabet - Bruchstücke / Fragments (Ausstellungsansicht)

Ausstellungsdauer: 25.11.2017 bis 18.2.2018

Website: www.kunstverein.de

ArtKiss-Besuch: 20.01.2018

ArtKiss-Wertung:
2 Sterne: Wenn man nichts besseres zu tun hat…

Die Geburt des Kunstmarktes

Das Bucerius Kunst Forum präsentiert die erste umfassende Themenausstellung zur Geburt des Kunstmarktes im Goldenen Zeitalter der Niederlande. Auf den Spuren von Künstlern wie Rembrandt, Ruisdael, van Goyen und vielen anderen erforscht die Ausstellung, wie gesellschaftliche Veränderungen in den Niederlanden des 17. Jahrhunderts einen neuen Kunstmarkt und eine ganz eigene Kunst hervorgebracht haben. Sie illustriert, wie sich Künstler, Kunsthändler und ihre Werkstätten auf die neue Marktsituation einstellten und warum die Preise auf dem Kunstmarkt von wenigen Gulden bis hin zu Höchstsummen reichten.


Ausstellungsdauer: 23.09.2017 bis 07.01.2018

Website: www.buceriuskunstforum.de

ArtKiss-Besuch: 26.10.2017

ArtKiss-Wertung:
2 Sterne: Wenn man nichts besseres zu tun hat…

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Ausstellungsdauer: 10.06.2017 bis 17.09.2017

Website: www.documenta14.de

ArtKiss-Besuch: 12.08.2017

ArtKiss-Wertung:
2 Sterne: Wenn man nichts besseres zu tun hat…

George Condo - Windswept Figure, 2007 / Öl auf Leinwand, 50,8 x 40,6 cm / Sammlung des Künstlers, New York /  Courtesy Sprüth Magers und Skarstedt / © VG Bild-Kunst, Bonn 2016 / Foto: © George Condo 2016

George Condo – Windswept Figure, 2007 / Öl auf Leinwand, 50,8 x 40,6 cm / Sammlung des
Künstlers, New York / Courtesy Sprüth Magers und Skarstedt / © VG Bild-Kunst, Bonn 2016 / Foto: © George Condo 2016

Das Berliner Museum Berggruen zeigt eine Werkschau des US-amerikanischen Malers George Condo. Diese erste große Ausstellung zeitgenössischer Kunst seit der Gründung des Museum Berggruen setzt Werke Condos aus den frühen 1980er-Jahren bis heute in Beziehung zu Künstlern der Klassischen Moderne aus der Sammlung der Nationalgalerie.

Die Präsentation von Meisterwerken von Cézanne, Picasso, Matisse, Klee und Giacometti aus dem Museum Berggruen unter Einbeziehung der Werke Condos entfaltet ein offenes Feld an Verweisen. Bereits seit den frühen 1980er-Jahren bezieht sich Condo in seinen Werken mit einer Mischung aus Humor, Ironie und Verehrung auf die gesamte Bandbreite der europäischen wie US-amerikanischen Kunst. Für seine teils grotesken Bildfindungen greift er auf Gattungen wie Akt, Stillleben und Porträt zurück.

Condo kombiniert spielerisch kunsthistorische Referenzen, insbesondere formale wie motivische Bezüge zu den Künstlern der klassischen Moderne, deren einstmals schockierende kubistische Bilder längst in den Kanon der Kunstgeschichte eingegangen sind. In gleichem Maße fließt die Populärkultur in Condos Arbeiten ein und so zeigen etwa seine Porträts Anleihen an Comicfiguren wie Batman, Bugs Bunny oder Micky Maus.

George Condo. Confrontation - Installationsansicht / Museum Berggruen, Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin / Pablo Picasso: Bildnis Jaime Sabartés, 1904 | Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Museum Berggruen / George Condo: The Missionary, 2004 | Sammlung des Künstlers, New York / Courtesy Sprüth Magers und Skarstedt / Pablo Picasso: Sitzender Harlekin, 1905 | Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Museum BerggruenGeorge Condo: Seated Couple, 2005 | Sammlung des Künstlers, New York / Courtesy Sprüth Magers und Skarstedt / © Succession Picasso / VG Bild-Kunst, Bonn 2016 / Foto: Timo Ohler

George Condo. Confrontation – Installationsansicht / Museum Berggruen, Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin / Pablo Picasso: Bildnis Jaime Sabartés, 1904 | Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Museum Berggruen / George Condo: The Missionary, 2004 | Sammlung des Künstlers, New York / Courtesy Sprüth Magers und Skarstedt / Pablo Picasso: Sitzender Harlekin, 1905 | Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Museum BerggruenGeorge Condo: Seated Couple, 2005 | Sammlung des Künstlers, New York / Courtesy Sprüth Magers und Skarstedt / © Succession Picasso / VG Bild-Kunst, Bonn 2016 / Foto: Timo Ohler

Die Ausstellung George Condo. Confrontation im Museum Berggruen versteht die Malerei des 20. und 21. Jahrhunderts als unablässig in Bewegung bleibender Prozess von wechselseitigen Bezügen und Traditionen.

George Condo - Multi-Colored Pod, 1996 / Öl auf Leinwand, 55,2 x 38,1 cm / Sammlung des Künstlers, New York / Courtesy Sprüth Magers und Skarstedt / © VG Bild-Kunst, Bonn 2016 / Foto: © George Condo 2016

George Condo – Multi-Colored Pod, 1996 / Öl auf Leinwand, 55,2 x 38,1 cm / Sammlung des
Künstlers, New York / Courtesy Sprüth Magers und Skarstedt / © VG Bild-Kunst, Bonn 2016 / Foto: © George Condo 2016

Ausstellungsdauer: 19.11.2016 bis 12.03.2017

Website: www.georgecondoinberlin.de

ArtKiss-Besuch: 19.11.2016

ArtKiss-Wertung:
2 Sterne: Wenn man nichts besseres zu tun hat…

Die aktuellen Absolventen der HFBK Hamburg präsentierten ihre Abschlussarbeiten im Rahmen einer öffentlichen Ausstellung.

"Ernst" oder "Kunst" - man weiß es nicht. Wenn Kunst irritieren soll, dann ist das gelungen.

„Ernst“ oder „Kunst“ – man weiß es nicht. Wenn Kunst irritieren soll, dann ist das gelungen.

Ausstellungsdauer: 08.07.2016 bis 10.07.2016

Website: www.hfbk-hamburg.de

ArtKiss-Besuch: 10.07.2016

ArtKiss-Wertung:
2 Sterne: Wenn man nichts besseres zu tun hat…

Berlin12-15 (1)In der retrospektiv angelegten Ausstellung „Cindy Sherman – Works from the Olbricht Collection“ werden 65 Fotografien der Künstlerin im me Collectors Room zu sehen sein. Mit Arbeiten aus nahezu allen Schaffensperioden gewährt die Sammlung einen beachtlichen Überblick über das Gesamtwerk der Fotokünstlerin.

Ein unschuldiger Blick vom Spültisch im Schwarz-Weiß der 50er Jahre, eine goldblonde Maria lactans mit leeren Augen und Plastikbrust oder eine alternde Upper Class-Beauty mit zu viel Schmuck und viel zu viel Make-Up, Cindy Sherman (*1954 , USA) ist eine Meisterin der Maskerade. Sie agiert als Darstellerin und Fotografin, Subjekt und Objekt in Personalunion. Doch zeigen ihre Selbstportraits keine authentischen Persönlichkeiten, sondern paraphrasieren soziale und kulturelle Stereotype, um sie durch verschiedene Möglichkeiten der Darstellung aus Kino, klassischer Malerei oder Werbung zu dekonstruieren.

Ausstellungsdauer: 16.09.2015 bis 10.04.2016

Website: www.me-berlin.com

ArtKiss-Besuch: 30.12.2015

ArtKiss-Wertung:
2 Sterne: Wenn man nichts besseres zu tun hat…

Von Poussin bis Monet

Mit der Ausstellung „Von Poussin bis Monet. Die Farben Frankreichs“ beleuchtet das Bucerius Kunst Forum den Weg Frankreichs in die Moderne. Präsentiert werden zentrale Meisterwerke, die größtenteils noch nie zuvor in Deutschland zu sehen waren. Zwischen dem Wirken von Nicolas Poussin und Claude Monet liegen rund 250 Jahre. Eindrücklich zeigt die Schau die bildnerischen Umbrüche, die von der französischen Malerei in dieser von Aufklärung und Französischer Revolution geprägten Zeit ausgingen. Sie versammelt 60 Gemälde und 12 Zeichnungen von Künstlern wie Poussin, Watteau, Chardin, Delacroix, Corot, Courbet, Monet, Renoir, Cézanne oder van Gogh.

Acht Kapitel erkunden die drei Jahrhunderte französischer Malerei von 1600 bis 1900 vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Entwicklungen. Die Malerei wird in den Kontext der politischen Farben gesetzt. Sie reflektiert den Wertewandel, das Selbstverständnis des Menschen und den Wandel der Öffentlichkeit von Kunst.

Ausstellungsdauer: 10.10.2015 bis 17.01.2016

Website: www.buceriuskunstforum.de

ArtKiss-Besuch: 31.10.2015

ArtKiss-Wertung:
2 Sterne: Wenn man nichts besseres zu tun hat…

Auf der Shortlist für den den diesjährigen Preis der Nationalgalerie standen vier Künstler: Christian Falsnaes, Florian Hecker, Anne Imhof sowie das Künstlerkollektiv Slavs and Tatars. Zum achten Mal wurde der Preis am 18. September 2015 vergeben, die Jury hatte die Shortlist und den Sieger aus über 130 Bewerbungen der Longlist (u.a. Nicolai Huch) zu bestimmen, die sich aus Einsendungen zahlreicher europäischer Museumsdirektoren und Kuratoren sowie aus Vorschlägen von Mitgliedern des Vereins der Freunde der Nationalgalerie ergab.

Der Preis der Nationalgalerie ist fokussiert auf junge, wichtige Positionen der Gegenwart, die bereits Einfluss und Bedeutung in der Kunstwelt erlangt haben. Teilnahmeberechtigt sind Künstler und Künstlerinnen aller Nationen, die gegenwärtig in Deutschland arbeiten und jünger als 40 Jahre alt sind. Die vier ausgewählten Positionen spiegeln das breite internationale Spektrum der Kunstszene in Deutschland wider. Gemeinsam ist diesen Künstlern, dass ihre Arbeiten ein Hinterfragen der eigenen künstlerischen Produktion mit der Reflexion von gesellschaftlichen Zusammenhängen verknüpfen. Wie bereits 2013 ist die Ehrung des Gewinners nicht mit einem Geldpreis verbunden, der Preisträger erhält stattdessen eine kuratierte Einzelausstellung in einem der Häuser der Nationalgalerie. Diese Einzelausstellung findet jeweils im Folgejahr nach der Preisvergabe statt.

And the winner is: Anne Imhof.

Die Gewinnerin des Preis der Nationalgalerie 2015, Anne Imhof und der Gewinner des Förderpreises für Filmkunst 2015, Bastian Günther. Foto: David von Becker

Die Gewinnerin des Preis der Nationalgalerie 2015, Anne Imhof und der Gewinner des Förderpreises für Filmkunst 2015, Bastian Günther. Foto: David von Becker

Begründung der Jury: Nach einer lebhaften Diskussion, die sich sowohl auf die hier gezeigten Werke als auch auf das bisherige Oeuvre der vier nominierten künstlerischen Positionen bezog, hat sich die Jury für Anne Imhof als Preisträgerin entschieden. Die Komplexität ihrer Werke, die sich aus verschiedenen Quellen und Medien speisen – darunter Film, bildende Kunst und Performance –, läßt das Publikum in einen Strom von Bildern und die Erfahrung einer eigenen Zeitlichkeit eintauchen. Anne Imhof artikuliert eine innovative Position zwischen Theatralität und Bildproduktion, die die Jury überzeugt hat.

Ausstellungsdauer: 11.09.2015 bis 17.01.2016

Website: www.preis2015.de

ArtKiss-Besuch: 18.09.2015

ArtKiss-Wertung:
2 Sterne: Wenn man nichts besseres zu tun hat…

Das Musée d’Art Moderne et d’Art Contemporain in Nizza zeigte mit „The Real Love“ eine überraschende Ausstellung mit mehr als 30 Gemälden, die Sylvester Stallone zwischen 1975 und 2015 gemalt hat.

Sylvester Stallone - The Arena, 1999, Mixed Media und Künstlerrahmen

Sylvester Stallone – The Arena, 1999, Mixed Media und Künstlerrahmen

Es sind expressive und farbenkräftige Werke, die zwischen Figuration und Abstraktion schwanken. Stallone malte nach eigenen Angaben bereits als Achtjähriger, um die Gefühle seiner schweren Kindheit visuell umzusetzen. In den 1970er Jahren hat er die Malerei neben seiner Karriere als Schauspieler intensiviert. Seitdem sind etwa 200 bis 300 Werke entstanden. Als Atelier dient Stallone vorwiegend die Garage in seiner Villa in Miami/Florida.

Stallone scheint viele Rahmen für seine Bilder selbst zu gestalten; viele sind halbseitig unten abgesägt und wirken etwas gewöhnungsbedürftig. Aber diese Art der Rahmengestaltung könnte ein Markenzeichen sein.

Ausstellungsdauer: 16.05.2015 bis 30.05.2015

Website: www.mamac-nice.org

ArtKiss-Besuch: 29.05.2015

ArtKiss-Wertung:
2 Sterne: Wenn man nichts besseres zu tun hat…

Der Schwede Karl Larsson ist diesjähriger Philipp Otto Runge Stipendiat. Der Titel der Hamburger Ausstellung „North Western Prose bezieht sich auf den Roman Buddenbrooks von Thomas Mann, der das kapitalistische System des 19. und frühen 20. Jahrhundert abbildet.

Karl Larsson "North Western Prose" Ausstellungsansicht / Exhibition view, Kunstverein in Hamburg, 2014, Photo: Fred Dott

Karl Larsson „North Western Prose“
Ausstellungsansicht / Exhibition view, Kunstverein in Hamburg, 2014, Photo: Fred Dott

Larsson verknüpft Manns Themen mit aktuellen Fragen: Wie lässt sich heute ein Leben gestalten, gerade im Kontext von etablierten Traditionen, wirtschaftlichen Interessen, individuellen Wünschen und dem drastischen Wandel sozialer Strukturen? Literaten wie Arthur Rimbaud, dessen Formulierung „Ich ist ein anderer“ den Beginn der artifiziellen Literatur markiert, tauchen in der Ausstellung auf: Die Silhouette seines Kopfes, die ursprünglich einem Denkmal in Charleville entstammt, ist auf dem Boden positioniert. Larssons verschiedene Charaktere befinden sich in einem ständigen Austausch.

Mit „North Western Prose“ setzt Larsson seine Arbeit an den Schnittlinien und Grenzen von Schrift und Sprache, Poesie und Installation fort. Diese unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen haben sich zu einer Praxis verbunden, die sowohl als redaktionell als auch literarisch beschrieben werden kann, sich aber unterscheidet vom konventionellen Schreiben und den Fokus auf Raumerlebnis, Aufführungsform und Aktivierung legt. Der Künstler fordert den Akt der Wahrnehmung heraus und hinterfragt bestehende Modi einer Künstlerkritik, die vom Kapitalismus längst inkorporiert worden ist.

Karl Larsson "North Western Prose" Ausstellungsansicht / Exhibition view, Kunstverein in Hamburg, 2014, Photo: Fred Dott

Karl Larsson „North Western Prose“
Ausstellungsansicht / Exhibition view, Kunstverein in Hamburg, 2014, Photo: Fred Dott

Diese Übertragung in den Ausstellungsraum löst eine bestimmte Art des Denkens über Konsum und Wertigkeit aus. Kritik bedeutet eben nicht, Urteile zu fällen, sondern dem Gegebenen Wissen hinzuzufügen.

Ausstellungsdauer: 27.09.2014 bis 18.01.2015

Website: www.kunstverein.de

ArtKiss-Besuch: 23.12.2014

ArtKiss-Wertung:
2 Sterne: Wenn man nichts besseres zu tun hat…