Archiv für die Kategorie ‘Ausstellung’

Mit der Gruppenausstellung „Smiley“ eröffnet Evelyn Drewes nach dem zweimonatigen Corona-Lockdown von Mitte März bis Mitte Mai 2020 wieder ihre Galerie. Gezeigt werden Arbeiten von Marion Fink, Lukas Glinkowski, Lennart Grau, Steffen Kern, Tobias Köbsch, Hanna Nitsch, Michael Peltzer und Robert Rudat.

Ausstellungsdauer: 11.05.2020 bis 03.07.2020

Website: www.evelyndrewes.de

ArtKiss-Besuch: 20.05.2020

Matheus Rocha Pitta - The Curfew Sirens (Ausstellungsansicht)

Ein zentraler Aspekt in Matheus Rocha Pittas Arbeit ist die Untersuchung von Gesten. Als Artikulation von Körper und Sprache haben diese weitreichende ethische und politische Implikationen. Seit vielen Jahren pflegt Rocha Pitta ein umfangreiches Archiv mit Zeitungsausschnitten, die nach gestischen Ausdrücken und ihrem Herkunftsort geordnet sind. Die Abbildungen verwendet er in gegossenen Betonplatten verschiedener Größen und Formen, auf denen er das Material zu mehrschichtigen Kompositionen anordnet. Mit seinen „versteinerten“ Collagen konstruiert Rocha Pitta Geschichten, Erinnerungen und Szenarien, die verschiedene
Formen von Autoritarismus, Fehlinformation, Ausbeutung und Ungerechtigkeit reflektieren und sich ihnen widersetzen.

Für seine Ausstellung The Curfew Sirens in Hamburg hat Rocha Pitta ein Ensemble von acht neuen Skulpturen namens Sirenen entwickelt.

Ausstellungsdauer: 15.02.2020 bis 31.05.2020

Website: www.kunstverein.de

ArtKiss-Besuch: 20.05.2020

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!

Der Kunstverein in Hamburg richtet die Ausstellung des ars viva-Preises nach 2003 in diesem Jahr erneut aus. Aufgrund der Corona-Schließungen wurde die Ausstellung um zwei Wochen bis zum 31. Mai 2020 verlängert.

ars viva 2020, Cemile Sahin, Installationsansicht, Kunstverein in Hamburg, Foto: Fred Dott
ars viva 2020, Cemile Sahin, Installationsansicht, Kunstverein in Hamburg, Foto: Fred Dott

Seit 1953 vergibt der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e. V. den ars viva-Preis an herausragende junge, in Deutschland lebende Künstlerinnen und Künstler, deren Arbeiten eine eigenständige Formensprache und ein Bewusstsein für gegenwärtige Fragestellungen erkennen lassen.

ars viva 2020, Installationsansicht, Kunstverein in Hamburg, Foto: Fred Dott
ars viva 2020, Installationsansicht, Kunstverein in Hamburg, Foto: Fred Dott

Die Jury kürte die Preisträger aus 49 vorgeschlagenen Künstlern unter 35 Jahren. Die aktuellen Preisträger sind Karimah Ashadu, Thibaut Henz und Cemile Sahin. Sie haben eigens für den großen Ausstellungsraum im Kunstverein in Hamburg neue Arbeiten und Installationen entwickelt, die wir gemeinsam mit älteren Arbeiten zeigen, um einen größeren Einblick in das Schaffen der einzelnen Künstler zu erlauben.

ars viva 2020, Thibaut Henz (Bild Vordergrund), Installationsansicht, Kunstverein in Hamburg, Foto: Fred Dott
ars viva 2020, Thibaut Henz (Bild Vordergrund), Installationsansicht, Kunstverein in Hamburg, Foto: Fred Dott

Digitale Führung durch die „ars viva 2020“ beim Kunstverein Hamburg:

Ausstellungsdauer: 15.02.2020 bis 31.05.2020

Website: www.kunstverein.de

ArtKiss-Besuch: 20.05.2020

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!

Helmut Newton gilt als einer der bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Das Ernst Barlach Museum Wedel zeigt zu seinem 100. Geburtstag eine große Überblicksausstellung.

Iman, American Vogue, Hotel Negresco, Nice 1989 © Helmut Newton Estate, courtesy Helmut Newton Foundation

Iman, American Vogue, Hotel Negresco, Nice 1989
© Helmut Newton Estate, courtesy Helmut Newton Foundation

Kein Fotograf seiner Zeit hat aufwendigere und provozierendere Bildinszenierungen geschaffen als Helmut Newton. Seine Mode- und Aktfotografie wirkt auch heute noch so aufregend und exzessiv, weil sie unmittelbar auf die individuellen Grenzen von Stilgefühl, Geschmack und Moral des Betrachters zielt. Die Körper seiner Modelle sind weniger in Kleider als in eine subtile sexuelle Spannung gehüllt, die zeitübergreifend alles Modische hinter sich lässt. Newtons Aufnahmen präsentieren die weiblichen Aktmodelle stark und selbstbewusst, obwohl seine Bildsprache unterschwellig mit komplexen Narrativen von Dekadenz, Sex und Macht durchzogen ist.

Fashion Yves Saint Laurent, French Vogue, Paris 1979 © Helmut Newton Estate, courtesy Helmut Newton Foundation

Fashion Yves Saint Laurent, French Vogue, Paris 1979
© Helmut Newton Estate, courtesy Helmut Newton Foundation

Als Helmut Neustädter wurde Newton am 31. Oktober 1920 in Berlin in einer jüdischen Fabrikantenfamilie geboren und starb am 23. Januar 2004 in Los Angeles. Bis 1936 besuchte er das Gymnasium in Berlin, welches er aber abbrach, um sich ganz dem Fotografieren zu widmen. Er begann im selben Jahr eine Lehre bei der jüdischen Fotografin Yva (Else Neuländer-Simon), die nach Berufsverbot 1938 ihr Atelier schließen musste und später von den Nationalsozialisten ermordet wurde. Kurz nach seinem 18. Geburtstag, am 5. Dezember 1938, flüchtete Newton aus Berlin in Richtung Asien. 1940 kommt er über Singapur nach Australien und wird 1946 australischer Staatsbürger. Ab 1956 wurde die australische Ausgabe der Vogue sein Hauptauftraggeber und machte ihn international bekannt. In den 1970er Jahren wurde Newton zu einem der begehrtesten und teuersten Mode-, Werbe-, Porträt- und Aktfotografen der Welt. Er wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden.

Im April 2000 erregte Newtons SUMO-Bildband großes Aufsehen, als das Exemplar Nummer eins den Rekord für das größte, schwerste und teuerste Buch des 20. Jahrhunderts brach. SUMO ist kein normales Buch. Es ist ‚The Best Of‘ Newtons Lebenswerk, ein Kompendium, das jeden Aspekt seiner herausragenden Karriere abdeckt. Von seiner Frau, der Künstlerin June Newton und dem Verleger Benedikt Taschen gestaltet, ist SUMO ein Bekenntnis zu der unvergleichlichen fotografischen Größe von Helmut Newton.

Elizabeth Taylor, Vanity Fair, Los Angeles 1989 © Helmut Newton Estate, courtesy Helmut Newton Foundation

Elizabeth Taylor, Vanity Fair, Los Angeles 1989
© Helmut Newton Estate, courtesy Helmut Newton Foundation

Wir sehen Fotografien der bekanntesten und einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt in selbstbewusstem Gestus, eingewoben in die Interieurs mondäner Villen oder hineingestellt in surreale Landschaften. Aber wir sehen auch herausragende Porträtfotografien, etwa der von Helmut Kohl, David Hockney oder dem schlafenden Andy Warhol, mit denen Helmut Newton Meisterwerke auch dieser Gattung geschaffen hat.

Ausstellungsansicht

Ausstellungsansicht „100 Jahre Helmut Newton“

Die Ausstellung „Helmut Newton“ zeigt nahezu sämtliche Fotoseiten des SUMO-Buches in Originalgröße, vom Boden bis zur Decke, Raum für Raum, Seite für Seite, in kluger Auswahl, Newtons Lebenswerk als inszenierter Museumsrundgang.

Ausstellungsdauer: 10.05.2020 bis 29.11.2020

Website: www.ernst-barlach.de

ArtKiss-Besuch: 18.05.2020

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!

Grand Opening der Evelyn Drewes Galerie

Die Evelyn Drewes Galerie ist umgezogen und hat das „Grand Opening“ in den ehemaligen Räumen der Hamburger Wollfabrik in Rothenburgsort gefeiert. Zur Eröffnung werden die neue Werkreihe „Drive me crazy“ von Michael Peltzer und weitere Arbeiten von den Künstlern Lukas Glinkowski und Lev Khesin gezeigt.

Mit der für die Ausstellung namensgebenden Werkreihe „Drive me crazy“ thematisiert Michael Peltzer ikonische Autos der Filmgeschichte. Von Herbie (1968) dem VW Käfer bis zum Batmobil (1966) – Peltzer hegt seit langem eine Faszination für die motorisierten Vierräder aus Kultfilmen. Wer sein Werk kennt, weiß um das wiederkehrende Motiv des Filmstills im Allgemeinen als Vorlage für seine Arbeiten. Aber auch Modellzeichnungen dienten dieses Mal als Recherche für Bilder wie Twinkle Little Star, welches den beunruhigend rot leuchtenden Plymouth Fury aus Stephen Kings Christine (1983) zeigt. Anders als bei den Filmstills von Cindy Shermann geht es Peltzer nicht um das Herunterbrechen visuell pointierter filmischer Realitäten, sondern im Gegenteil um die Überspitzung ihrer Ikonizität.

Das Automobil als Protagonist in der Kunst kann man in Anbetracht der aktuellen Klimadebatte thematisch nicht zeitgemäß finden – für Michael Peltzer ist es jedoch der passende Zeitpunkt sich mit diesem Sujet auseinanderzusetzen. Die Autoindustrie ist im Wandel, es geht um Perspektivenwechsel und Innovation. In der Shareconomy verliert das Auto schon jetzt seine Bedeutung als Statusobjekt, doch in den Herzen der Oldtimerliebhaber wird es seine Rolle als Ikone wohl niemals verlieren. Michael Peltzer rückt ausgewählte Modelle ins Spotlight und widmet ihnen einzigartige Portraits.

Ausstellungsdauer: 22.02.2020 bis 17.03.2020

Website: www.evelyndrewes.de

ArtKiss-Besuch: 21.02.2020

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Das Bucerius Kunst Forum widmet David Hockney, einem der bedeutendsten Künstler der Gegenwart, mit der Ausstellung „David Hockney. Die Tate zu Gast“ eine umfassende, retrospektiv angelegte Ausstellung, die in Kooperation mit der Tate entstand und  rund 100 Werke präsentiert.

Ausstellungsansicht David Hockney. Die Tate zu Gast

Ausstellungsansicht David Hockney. Die Tate zu Gast

Im Fokus steht Hockneys vielseitiges Schaffen als Maler, Zeichner und Grafiker und Werke aus über sechzig Jahren seines künstlerischen Schaffens. Dabei steht sowohl Hockneys ständige Suche nach neuen Ausdrucksformen, als auch das Experimentieren mit der Darstellung von Perspektive, Wahrnehmung und Realität im Zentrum.

Aber auch sein feines Gespür für zwischenmenschliche Beziehungen und sein Interesse am männlichen Körper wird in zahlreichen Porträts und Aktdarstellungen deutlich.


Ausstellungsdauer: 01.02.2020 bis 10.05.2020

Website: www.buceriuskunstforum.de

ArtKiss-Besuch: 05.02.2020

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!

Website: www.zeitzmocaa.museum

ArtKiss-Besuch: 13.12.2019

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.