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Mit „Metropolitan Faces“ integriert Alex Katz seine ikonischen, kühn vereinfachten Porträts und Blumen, die mit flachen Farbfeldern gemalt wurden, in die Zwischenebene des U-Bahnhofs der 57th Street.

Katz, der seit über 90 Jahren in New York lebt, hat einen charakteristischen Malstil entwickelt, der seine Motive mit minimalen, aber präzisen Pinselstrichen festhält. Seine eng beschnittenen Gemälde nehmen Anregungen aus der täglichen visuellen Kultur wie Werbung und Kino auf und feiern das alltägliche Amerika.

Die großen bemalten Glasscheiben (hergestellt in den Glasmalerei Peters Studios aus Paderborn) füllen den Durchgang mit Licht und Farbe durch die Gesichter, die auch die Gesichter der Pendler widerspiegeln, während seine üppigen Blumenkompositionen ein Verweis auf den wenige Blocks Central Park sind.

Zur öffentlichen Dauerinstallation sagte der Künstler und U-Bahn-Fahrer Alex Katz: „Es ist ein Privileg, Kunst für alle Menschen zu machen“. Das lange Zwischengeschoss des Bahnhofs, das in den späten 1960er Jahren erbaut wurde, bietet dafür einen einzigartigen Rahmen.

„Es ist ein Privileg, Kunst für alle Menschen zu machen.“
(Alex Katz)

 

Good-bye „Artcollector“ (FKA „Artinvestor“)

Veröffentlicht: 21. Dezember 2015 in Allgemein
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Artcollector

Artcollector Magazin – Die vorerst letzte Ausgabe

Neulich habe ich das neue Artcollector Magazin durchgeblättert und war wie immer voller Vorfreude. Ich lege – wie immer – vorne mit dem Vorwort los und kann nicht fassen, was ich dort lesen muss: das letzte Artcollector Magazin? Nein, bitte nicht!

Für mich war schon die Umbenennung grenzwertig – und nun das?! Wie unendlich schade.

So, wie Artcollector berichtet hat, war es für mich perfekt, immer eine gute Orientierung. Ich habe von Artcollector angekündigte Ausstellungen besucht und sogar von portraitierten Künstlern Werke gekauft. Mir haben die Betrachtungsweise der Redaktion und die Berichte, Interviews sowie Kommentare und Empfehlungen immer sehr gut gefallen.

Nach der Lektüre (oder besser Studium) des Artinvestors/Artcollectors habe ich mich stets auf die kommende Ausgabe gefreut – auch wenn ich darauf noch 7 1/2 Wochen warten musste.

Was nun? Ein kleiner Trost ist es, dass ich auch das €uro-Magazin abonniert habe. Daher bin ich auf die zukünftige Beilage gespannt. Wenigstens muss ich darauf dann nicht immer so lange warten.

Dem Redaktionsteam ein großes Lob, vielen Dank und alles Gute für die Zukunft!

PS: Wenigstens habe ich noch mein Archiv…

Artcollector

Das Musée d’Art Moderne et d’Art Contemporain in Nizza zeigte mit „The Real Love“ eine überraschende Ausstellung mit mehr als 30 Gemälden, die Sylvester Stallone zwischen 1975 und 2015 gemalt hat.

Sylvester Stallone - The Arena, 1999, Mixed Media und Künstlerrahmen

Sylvester Stallone – The Arena, 1999, Mixed Media und Künstlerrahmen

Es sind expressive und farbenkräftige Werke, die zwischen Figuration und Abstraktion schwanken. Stallone malte nach eigenen Angaben bereits als Achtjähriger, um die Gefühle seiner schweren Kindheit visuell umzusetzen. In den 1970er Jahren hat er die Malerei neben seiner Karriere als Schauspieler intensiviert. Seitdem sind etwa 200 bis 300 Werke entstanden. Als Atelier dient Stallone vorwiegend die Garage in seiner Villa in Miami/Florida.

Stallone scheint viele Rahmen für seine Bilder selbst zu gestalten; viele sind halbseitig unten abgesägt und wirken etwas gewöhnungsbedürftig. Aber diese Art der Rahmengestaltung könnte ein Markenzeichen sein.

Ausstellungsdauer: 16.05.2015 bis 30.05.2015

Website: www.mamac-nice.org

ArtKiss-Besuch: 29.05.2015

ArtKiss-Wertung:
2 Sterne: Wenn man nichts besseres zu tun hat…

Die Kollektion des 1990 eröffneten Musée d’Art Moderne et d’Art Contemporain (MAMAC) in Nizza umfasst etwa 400 Werke aus der Zeit seit den 1960er Jahren. Dazu gehören u.a. Werke der neuen Realisten Yves Klein, César, Arman, Niki de Saint-Phalle und der Pop Art-Künstler Andy Warhol, Tom Wesselmann.

Besonders sehenswert sind die Räume „Nouveau Realisme – Pop Art“, „Niki de Saint Phalle“ und „Yves Klein“:

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Ausstellungsdauer: dauerhaft

Website: www.mamac-nice.org

ArtKiss-Besuch: 29.05.2015

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!

 

Das Whitney-Museum hat in New York ein neues Gebäude in der Gansevoort Street 99 im Meatpacking-District bezogen. An dieser Adresse beginnt auch der beliebte Highline Park.

Das Gebäude des neuen Whitney Museums wurde von Renzo Piano entworfen. Im Vordergrund das südliche Ende des Highline Parks.

Das Gebäude des neuen Whitney Museums wurde von Renzo Piano entworfen. Im Vordergrund das südliche Ende des Highline Parks.

Der Park als Touristenattraktion und das gerade neu eröffnete Museum führen derzeit auch an Wochentagen zu langen Warteschlangen schon vor dem Museum:

Eingangsbereich des Whitney Museums

Eingangsbereich des Whitney Museums

Im Museum selbst ist der Kunstgenuß definitiv durch die Menschanmassen getrübt: Aufzüge und Treppenhäuser sind überfüllt, der Lärmpegel ist hoch und man sieht die Werke kaum. Es bleibt zu hoffen, dass sich das mit der Zeit normalisiert, wobei es sich aber teilweise auch um Designfehler handelt (die oberen Etagen sind z. B. nur mit dem Aufzug oder die Nottreppe zu erreichen).

Nun aber zur Ausstellung: Zur Einweihung des neuen Museumsgebäudes wird die Geschichte der Kunst in den Vereinigten Staaten seit Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts bis zur Gegenwart gezeigt. Die mehr als 600 Werke stammen alle aus der Sammlung des Whitney. Der Titel „America Is Hard to See“ stammt aus aus einem Gedicht von Robert Frost und einem politischen Dokumentarfilm von Emile de Antonio. Der Titel soll metaphorisch die ständig wechselnden Perspektiven der Künstler und ihre Fähigkeit würdigen, mit der Entwicklung von visuellen Formen auf die Kultur der Vereinigten Staaten zu reagieren. Die Ausstellung ist in 23 Kapiteln über das ganze Museum verteilt chronologisch geordnet (von unten nach oben werden die Werke immer jünger).

Ausstellungsdauer: 01.05.2015 bis 27.09.2015

Website: www.whitney.org

ArtKiss-Besuch: 22.05.2015

ArtKiss-Wertung:
5 Sterne: Ein Muss. Unbedingt anschauen!

Der ArtKiss-Blog bekommt am 22. Dezember 2014 ein neues Feature: die „Portraits“.

Mit den Portraits werden in lockerer Folge Künstler/innen und Galeristen/innen vorgestellt. Sie beantworten mindestens sieben der folgenden zehn Fragen und nennen ihre persönlichen Lieblingskünstler, -farbe und -kunstwerk:

  1. Was ist für Sie Kunst?
  2. Wie erleben Sie Ihre Sammler?
  3. Was ist für Sie eine gute Galerie?
  4. Ihre Meinung zum Thema „Kunst und Kunstmarkt“?
  5. Ist Kunst Leidenschaft und/oder Investment?
  6. Künstler/in – ein Traumberuf?
  7. Welchen Kunst-Traum hätten Sie gerne erfüllt?
  8. Wer ist Ihr/e Lieblingskünstler/in?
  9. Was ist Ihr Lieblingskunstwerk?
  10. Was ist Ihre Lieblingsfarbe?

Sollten Sie Interesse an einer Teilnahme haben, senden Sie einfach eine E-Mail und Sie bekommen die Teilnahmevoraussetzungen zugeschickt:


The ArtKiss blog introduces a new feature on 22 December 2014: the „Portraits“.

Artists and gallery owners should be portrayed in a small interview in the „Portraits“ series. They answer at least seven of the following ten questions and name their own favorite artist, color and artwork:

  1. What is art?
  2. By which criteria do you decide which artists you represent?
  3. How do you experience collectors?
  4. Your opinion on “art and art market”?
  5. Is art passion and/or an investment?
  6. The future of art galleries?
  7. What dream in the arts should come true?
  8. Who is your favorite artist?
  9. What is your favorite work of art?
  10. What is your favorite color?

If you are interested in participating, please send an e-mail and you will receive the participation details:

Anlässlich des 95. Geburtstags von Hans Winkler († 2000) zeigt die Galerie Borssenanger  in einer Retrospektive Arbeiten aus dem Spätwerk des Künstlers.

Hans Winkler - Eine Retrospektive (Ausstellungsansicht) links: Meine vorletzten Bilder XII, 1995 / rechts: Meine vorletzten Bilder XIII, 1995

Hans Winkler – Eine Retrospektive (Ausstellungsansicht)
links: Meine vorletzten Bilder XII, 1995 / rechts: Meine vorletzten Bilder XIII, 1995
(c) Galerie Borssenanger

Winkler hinterlässt – trotz eines jahrzehntelangen Berufsverbots (1950-1982) in der DDR aufgrund „amerikanischer Tendenzen“ – ein vielfältiges Werk.

Im Verborgenen arbeitend ohne geeigneten Atelierraum und Malmaterialien entwickelte Winkler seine informelle, gegenstandslose Kunst vor allem in Monotypien und Tuschezeichnungen weiter. Erst Anfang der 1980er Jahre in Leipzig, wo er in einem illegal besetzten Haus einen Atelierraum bekam, hatte er ausreichend Platz für großformatige Arbeiten mit Lack-, Dispersion-und Latexfarben auf Stoffen und Fahnentüchern. Diese in 198oern und frühen 90ern Jahren entstandenen Werke bilden den Schwerpunkt der Ausstellung in Hamburg.

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Ausstellungsdauer: 23.08.2014 bis 20.09.2014

Website: www.borssenanger.de

ArtKiss-Besuch: 23.08.2014

Schon seit über 20 Jahren kenne ich die Kunst des autodidaktischen Malers, Musikers, Illustrators und Konzeptkünstlers Jim Avignon.

ArtKiss meets Jim Avignon

ArtKiss zu Besuch bei Jim Avignon

Damals kreierte er in Kooperation mit dem Journal Frankfurt u.a. Telefonkarten (1993). Für Swatch designte er 1996 eine Uhr. Auch ein Flugzeug der Deutschen BA wurde 1998 von Jim Avignon verschönert.

Nun hatte ich die nette Gelegenheit, Jim in seinem Studio in Berlin-Kreuzberg zu besuchen und mich mit ihm über alte Zeiten, sich und seinen Weg zu unterhalten. Es gab auch einen konkreten Anlass für meinen Besuch bei Jim Avignon: ich konnte mir ein großes Gemälde direkt bei ihm abholen: A man followed by his past

A man followed by his past, 2013, Acryl auf Papier, ca. 153 x 225 cm

A man followed by his past, 2013, Acryl auf Papier, ca. 153 x 225 cm

Ich liebe dieses Bild. Nun ist es Teil meiner Pop-Art-Sammlung. Ganz so, wie es sein sollte: Kunst, die gefällt, von einem Künstler der eigenen Generation.

Als Geschenk gab mir Jim noch sein kleines Büchlein „Trouble With The Aardvark„, gefüllt mit ca. 100 weiteren Kunstwerken von Jim Avignon, mit auf den Weg. Danke!

Website: www.jimavignon.com

ArtKiss-Besuch: 08.03.2014

Das 20. Jahrhundert, in dessen Schatten wir noch leben, gilt weithin als das erste im Wesentlichen zukunftsbezogene Zeitalter. Zwar haben die wissenschaftliche Prognose und das Fortschrittsdenken ihren Ursprung in der europäischen Aufklärung. Doch erst die gewaltigen Durchbrüche und Meilensteine, die globalen Umwälzungen seit dem Beginn des Ersten Weltkrieges rückten die Idee der Zukunft in den unmittelbaren Blickpunkt von Politik, Wissenschaft, Kunst und Alltag.

Diese Idee der Zukunft, die alle Enttäuschungen und Verirrungen des 20. Jahrhunderts überdauert oder gar einverleibt hat, bildet den Ausgangspunkt für die neue Sonderausstellung der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin, die den betörenden Horizont des „Noch-Nicht“ in den Blick nimmt.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die titelgebende Skulptur von Joseph Beuys, „Das Ende des 20. Jahrhunderts (1. Fassung)“. Anfang der 1980er Jahre, als das so herbeigesehnte wie gefürchtete „Ende des 20. Jahrhunderts“ noch in der Zukunft lag, arrangierte Beuys 21 liegende Basaltstelen, einen Hubwagen und eine Brechstange zu einer der eindringlichsten Prognosen unserer Zeit.

Die Präsentation entfaltet sich in zehn Kapiteln, die Beuys‘ Formulierung der Zukunft aufgreifen, erweitern oder auch infrage stellen. In einer assoziationsreichen Gegenüberstellung zwischen repräsentativen Kunstwerken der Sammlung Marx und einer Auswahl von international renommierten, vorwiegend jüngeren Positionen wird der Frage nachgegangen, was unsere Vorstellungen der Zukunft – Ruinenlandschaften wie Luftschlösser – über uns und unsere Gegenwart offenbaren, darüber, wovor wir uns fürchten, und über das, wonach wir uns sehnen. Was auf uns zukommt, bleibt offen.

Ausstellungsdauer: 14.09.2013 bis: 27.04.2014

Website: www.hamburgerbahnhof.de

ArtKiss-Besuch: 08.03.2014

ArtKiss-Wertung:
5 Sterne: Ein Muss. Unbedingt anschauen!