Preis der Nationalgalerie 2015 (Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin)

Veröffentlicht: 13. Oktober 2015 in Ausstellung, Museum
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Auf der Shortlist für den den diesjährigen Preis der Nationalgalerie standen vier Künstler: Christian Falsnaes, Florian Hecker, Anne Imhof sowie das Künstlerkollektiv Slavs and Tatars. Zum achten Mal wurde der Preis am 18. September 2015 vergeben, die Jury hatte die Shortlist und den Sieger aus über 130 Bewerbungen der Longlist (u.a. Nicolai Huch) zu bestimmen, die sich aus Einsendungen zahlreicher europäischer Museumsdirektoren und Kuratoren sowie aus Vorschlägen von Mitgliedern des Vereins der Freunde der Nationalgalerie ergab.

Der Preis der Nationalgalerie ist fokussiert auf junge, wichtige Positionen der Gegenwart, die bereits Einfluss und Bedeutung in der Kunstwelt erlangt haben. Teilnahmeberechtigt sind Künstler und Künstlerinnen aller Nationen, die gegenwärtig in Deutschland arbeiten und jünger als 40 Jahre alt sind. Die vier ausgewählten Positionen spiegeln das breite internationale Spektrum der Kunstszene in Deutschland wider. Gemeinsam ist diesen Künstlern, dass ihre Arbeiten ein Hinterfragen der eigenen künstlerischen Produktion mit der Reflexion von gesellschaftlichen Zusammenhängen verknüpfen. Wie bereits 2013 ist die Ehrung des Gewinners nicht mit einem Geldpreis verbunden, der Preisträger erhält stattdessen eine kuratierte Einzelausstellung in einem der Häuser der Nationalgalerie. Diese Einzelausstellung findet jeweils im Folgejahr nach der Preisvergabe statt.

And the winner is: Anne Imhof.

Die Gewinnerin des Preis der Nationalgalerie 2015, Anne Imhof und der Gewinner des Förderpreises für Filmkunst 2015, Bastian Günther. Foto: David von Becker

Die Gewinnerin des Preis der Nationalgalerie 2015, Anne Imhof und der Gewinner des Förderpreises für Filmkunst 2015, Bastian Günther. Foto: David von Becker

Begründung der Jury: Nach einer lebhaften Diskussion, die sich sowohl auf die hier gezeigten Werke als auch auf das bisherige Oeuvre der vier nominierten künstlerischen Positionen bezog, hat sich die Jury für Anne Imhof als Preisträgerin entschieden. Die Komplexität ihrer Werke, die sich aus verschiedenen Quellen und Medien speisen – darunter Film, bildende Kunst und Performance –, läßt das Publikum in einen Strom von Bildern und die Erfahrung einer eigenen Zeitlichkeit eintauchen. Anne Imhof artikuliert eine innovative Position zwischen Theatralität und Bildproduktion, die die Jury überzeugt hat.

Ausstellungsdauer: 11.09.2015 bis 17.01.2016

Website: www.preis2015.de

ArtKiss-Besuch: 18.09.2015

ArtKiss-Wertung:
2 Sterne: Wenn man nichts besseres zu tun hat…

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