Archiv für August, 2015

Erich Kissing: Sommertag, 2007-2009, © Erich Kissing, Fotonachweis: Martin Url, Frankfurt/M.

Erich Kissing: Sommertag, 2007-2009, © Erich Kissing, Fotonachweis: Martin Url, Frankfurt/M.

Die weibliche Figur ist die Hauptdarstellerin in der Ausstellung „Sommer Nacht Traum“ des Museums Sinclair-Haus in Bad Homburg vor der Höhe. Zu sehen sind Werke aus der Sammlung von Dr. Maria Lucia und Dr. Ingo Klöcker, die das Motiv „Frau“ in der Kunst der Nachkriegszeit bis hin zur Gegenwart seit vielen Jahren in ihren Fokus genommen haben – ein klassisches Sujet in der Kunstgeschichte. Die beiden Sammler sind bei der Zusammenstellung der Werke nur ihren persönlichen Vorlieben gefolgt, was sehr unterschiedliche und teils überraschende Positionen in die Sammlung gebracht hat.

Nina Sten-Knudsen: Girl with a knife, 2006, Öl auf Leinwand

Nina Sten-Knudsen: Girl with a knife, 2006, Öl auf Leinwand

Die Werke zum Thema „Frau“ werden mit ausgewählten Werken der Altana Kunstsammlung „Natur in der zeitgenössischen Kunst“ kombiniert. Einige Künstler, wie etwa Alex Katz, Kiki Smith oder Franz Gertsch sind in beiden Sammlungen vertreten und werden in dieser Ausstellung zusammengeführt. Durch die spielerische Ergänzung mit Werken unserer Natur-Sammlung werden zudem die Frauenbilder zu Landschaften und Naturmotiven in Beziehung gesetzt und vereinen sich, frei nach William Shakespeare zu einem vielstimmigen „Sommernachtstraum“.

Ausstellungsdauer: 05.07.2015 bis 27.09.2015

Website: www.altana-kulturstiftung.de/museum-sinclair-haus/

ArtKiss-Besuch: 08.08.2015

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!

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„Andy Warhol – I’m OK“ lautet der Titel der Ausstellung in der Gallery of Art Prague, die sich in der Altstadt befindet. Die Ausstellung präsentiert die amerikanische Pop-Art-Ikone Andy Warhol und eine Auswahl seiner einzigartigen Arbeiten. In einem Bereich der Ausstellung ist eine Siebdruckwerkstatt à la Factory zu finden, in der man sich vor Ort Warhol-Motive per Siebdruck auf T-Shirts, Taschen etc. drucken lassen kann.

„I’m OK“ zeigt diverse der klassischen Werken von Warhol wie Mao, Blumen, Marilyn Monroe und Campbell-Suppendosen, die zur Serie namens „Sunday B. Morning“ gehören.

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Besucher haben zudem die Möglichkeit, eine einzigartige Sammlung von etwa 40 von Andy Warhol entworfenen LP-Covern  im Jahr 1949 zu sehen.

Ausstellungsdauer: laufend, 2015

Website: www.goap.cz

ArtKiss-Besuch: 31.07.2015

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.

Die Ausstellung „20th Century. Continuities and Ruptures“ im Museum für Moderne Junst in Ljubljana zeigt, dass die slowenische Kunst im 20. Jahrhundert sehr viele Ähnlichkeiten zur „westlichen“ Kunst hatte und heute noch hat. Man meint, vertraute Künstler zu sehen und ist überrascht, dass es – mit Verlaub – doch eher unbekannte Künstler aus Slowenien sind, die Kunst auf gleicher Augenhöhe mit berühmten internationalen Künstlern erschaffen haben.

Die Ausstellung beginnt mit dem Eintritt der Moderne in die slowenische Kunst und endet mit dem 10-Tage-Krieg für die Unabhängigkeit SloweniensDas Konzept folgt nicht dem neutralen White-Cube-Ansatz, sondern bietet Alternativen: zusätzlich zum chronologischen Weg durch die Ausstellung gibt es eine Themenroute. Sie umfasst u. a. den Eintritt der Moderne in die slowenische Kunst, die Avantgarde der 1920er Jahre, die Kunst des Partisanenwiderstands und die Retro-Avantgarde der 1980er Jahre. 

Ausstellungsdauer: 2015, laufend

Website: www.mg-lj.si

ArtKiss-Besuch: 18.07.2015

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!

Im Jahr 1984 gründeten drei Gruppen „Laibach“ (Multimedia), IRWIN (bildende Kunst) und Scipion Nasice Sisters Theatre (SNST, Theater) (1983-1987) das Kunstkollektiv „Neue Slowenische Kunst (NSK)“ und die Design-Abteilung „Novi Kolektivizem“.

Die Retrospektive „NSK from Kapital to Capital. Neue Slowenische Kunst – an Event of the Final Decade of Yugoslavia“ umfasst das letzte Jahrzehnt Jugoslawiens. In dieser Zeit kritisierte NSK das Versagen des zerfallenden Sozialismus und mahnte vor dem kommenden globalen Kapitalismus. Die Künstler bedienten sich dabei oft eines Ansatzes der subversiven Affirmation und Überidentifikation.

Die NSK will zeigen, dass wir Zeugen eines Prozesses der vollständigen Symbolverarmung sind und andererseits aber die Reaktivierung von Symbolen erleben. Dieses Spiel der Symbole sei dem der schwierigen 1980er Jahre unangenehm ähnlich – daher sie die NSK-Tradition aktueller denn je.

Ausstellungsdauer: 11.05.2015 bis 16.08.2015

Website: nsk.mg-lj.si

ArtKiss-Besuch: 18.07.2015

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.