Miró: Malerei als Poesie (Bucerius Kunst Forum, Hamburg)

Veröffentlicht: 22. April 2015 in Ausstellung, Museum
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Das Bucerius Kunst Forum zeigt momentan in der Ausstellung „Malerei als Poesie“ Joan Mirós Verhältnis zur Literatur und seine Freundschaft zu bedeutenden Schriftstellern. Mit rund 100 Werken aus allen Schaffensphasen geht die Schau den literarischen Einflüssen auf Mirós Malerei nach und zeigt, wie er Dichter in seinem Umfeld inspirierte.

Miró (1893-1983) gehört mit seinen phantasievollen Motiven zu den beliebtesten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Ihm schwebte eine energiegeladene Kunst vor, die in das Leben hineinwirkt. Malen bedeutete für ihn, eine andere, eigene Welt hervorzubringen. Nicht Wiedergabe der Realität, sondern eine neue emotionale Bildsprache prägte sein Werk. Miró erweiterte die Grenzen der Malerei und bezog in seinen Bild-Gedichten Buchstaben und Worte ein, die Assoziationen auslösen.

Die Ausstellung zeigt, wie Mirós malerische Zeichensprache aus dem spielerischen Umgang mit Wort und Bild entsteht. DieKombination von Text und Bild ist für den Surrealismus zentral. Anders als im Kubismus, wo es um einen zitathaften Bezug zur Realität ging, begriffen die surrealistischen Maler die Worte als Impulsgeber für Assoziationen. Miró hat dieses Verständnis maßgeblich beeinflusst. Seine Werke regten den jüngeren Malerkollegen René Magritte ebenso an wie den Papst des Surrealismus, André Breton. So wie Miró sich von Texten inspirieren ließ, gaben seine Werke wiederum den Dichtern Impulse. Es entstanden zahlreiche Gemeinschaftsprojekte von Miró und seinen Schriftstellerfreunden.

Ausstellungsdauer: 31.01.2015 bis 25.05.2015

Website: www.buceriuskunstforum.de

ArtKiss-Besuch: 19.04.2015

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.

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