Archiv für April, 2015

Das Bucerius Kunst Forum zeigt momentan in der Ausstellung „Malerei als Poesie“ Joan Mirós Verhältnis zur Literatur und seine Freundschaft zu bedeutenden Schriftstellern. Mit rund 100 Werken aus allen Schaffensphasen geht die Schau den literarischen Einflüssen auf Mirós Malerei nach und zeigt, wie er Dichter in seinem Umfeld inspirierte.

Miró (1893-1983) gehört mit seinen phantasievollen Motiven zu den beliebtesten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Ihm schwebte eine energiegeladene Kunst vor, die in das Leben hineinwirkt. Malen bedeutete für ihn, eine andere, eigene Welt hervorzubringen. Nicht Wiedergabe der Realität, sondern eine neue emotionale Bildsprache prägte sein Werk. Miró erweiterte die Grenzen der Malerei und bezog in seinen Bild-Gedichten Buchstaben und Worte ein, die Assoziationen auslösen.

Die Ausstellung zeigt, wie Mirós malerische Zeichensprache aus dem spielerischen Umgang mit Wort und Bild entsteht. DieKombination von Text und Bild ist für den Surrealismus zentral. Anders als im Kubismus, wo es um einen zitathaften Bezug zur Realität ging, begriffen die surrealistischen Maler die Worte als Impulsgeber für Assoziationen. Miró hat dieses Verständnis maßgeblich beeinflusst. Seine Werke regten den jüngeren Malerkollegen René Magritte ebenso an wie den Papst des Surrealismus, André Breton. So wie Miró sich von Texten inspirieren ließ, gaben seine Werke wiederum den Dichtern Impulse. Es entstanden zahlreiche Gemeinschaftsprojekte von Miró und seinen Schriftstellerfreunden.

Ausstellungsdauer: 31.01.2015 bis 25.05.2015

Website: www.buceriuskunstforum.de

ArtKiss-Besuch: 19.04.2015

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.

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Alle zwei Jahre zeigt Feinkunst Krüger die Kunst des autodidaktischen Malers, Musikers, Illustrators und Konzeptkünstlers Jim Avignon. 2015 ist es wieder soweit und aktuell wird die Ausstellung „Famous for 15 seconds“ gezeigt.

ArtKiss war zur Vernissage eingeladen. Um 20 Uhr ging es los, zwei Freundinnen von Jim Avignon aus Berlin legten Musik auf. Die Galerie war mit mindestens 200 Gästen sehr gut gefüllt, sodass man fast Schwierigkeiten hatte, den „nicht-musikalischen Performances“ von Jim um 21 und 23 Uhr zu folgen, bei denen er die „Montagsmaler“ immitierte: Jim malte live und das Publikum musste die Motive erraten. Wer richtig lag, bekam das Bild geschenkt.

Jim Avignon mit einer "Montagsmaler"-Performance während der Ausstellung "Famous for 15 seconds" bei Feinkunst Krüger in Hamburg. Es entsteht gerade das Bild "Deadline".

Jim Avignon mit einer „Montagsmaler“-Performance während der Ausstellung „Famous for 15 seconds“ bei Feinkunst Krüger in Hamburg. Es entsteht gerade das Bild „Deadline“.

Um 22 Uhr wurde eine zusätzliche Ausstellung im Keller eröffnet – der „Black Market“. Bilder hingen verkehrt herum an der Wand. Die Besucher zogen Nummern und durften sich bei Aufruf ihrer Nummer ein Bild aussuchen, das dann erst bar bezahlt werden musste, bevor sie es umdrehen und von der Vorderseite betrachten durften. Die Preise lagen zwischen 15 und 60 €. Ein sehr gelungene Aktion, die allen Spaß machte.

Neben seinen farbenfrohen Bilder in verschiedenen Größten zeigte Avignon auch Multimedia-Objekte und Skulpturen.

Weit mehr als die Hälfte der gezeigten Werke war eine Stunde nach Beginn der Vernissage bereits verkauft. Ein gutes Zeichen.

Ausstellungsdauer: 12.04.2015 bis 02.05.2015

Website: www.feinkunst-krueger.de

ArtKiss-Besuch: 11.04.2015

ArtKiss-Wertung:
5 Sterne: Ein Muss. Unbedingt anschauen!