Archiv für Oktober, 2014

Die Blankeneser Galerie Borssenanger zeigt derzeit in der Ausstellung „Durch das Dickicht“ Bilder der japanischen Künstlerin Chika Aruga (39). Die Bilder, meist mit Acryl auf Leinwand, in kleineren Formaten auch mit Aquarell auf Papier gemalt, geben den Blick in vertraute, zugleich aber auch fremdartige Welten frei. Als Betrachter meint man, ein Motiv zu erkennen, doch dieser Eindruck zerfließt schnell wieder – so kann man sich wieder und wieder in die Bilder vertiefen, Aruga lässt einem Spielraum für die eigene Fantasie und Deutung.

Chika Aruga wurde 1975 in Nagano, Japan geboren. Nach ihrem Kunststudium an der Musashino Art University in Tokyo von 1993 bis 1997, schloss sie an der Hochschule für Künste in Bremen ein weiteres Studium der Freien Kunst ab. Nach ihrem Diplom machte sie 2006 ihren Meisterschülerabschluss bei Prof. Peter W. Schaefer. Die Künstlerin lebt und arbeitet seit 2010 in Hamburg.

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Ausstellungsdauer: 27.09.2014 bis 15.11.2014

Website: www.borssenanger.de/hamburg

ArtKiss-Besuch: 25.10.2014

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Der expressionistische Maler Wilhelm Morgner (1891–1917) war ein Ausnahmetalent. Kaum 20-jährig beteiligte sich der rastlose Autodidakt, der heute als Hauptfigur des Westfälischen Expressionismus gilt, an bahnbrechenden Ausstellungen der Neuen Secession in Berlin, des Blauen Reiter in München und des Sonderbunds in Köln. Morgners staunenswerte Entwicklung wurde durch den Ersten Weltkrieg jäh beendet. Sein in nur vier Jahren entstandenes malerisches Werk spannt in meist großen Formaten außergewöhnliche motivische und stilistische Bögen zwischen Figuration und Abstraktion, Tradition und Avantgarde, Vincent van Gogh und Keith Haring.

v.l.n.r.: Maurer, 1911 Öl auf Leinwand / Der Holzarbeiter, 1911 Öl auf Leinwand / Die Steinbrecher, 1911 Öl auf Leinwand - alle: Kunstmuseum Wilhelm-Morgner-Haus, Soest

v.l.n.r.: Maurer, 1911, Öl auf Leinwand / Der Holzarbeiter, 1911, Öl auf Leinwand / Die Steinbrecher, 1911, Öl auf Leinwand – alle: Kunstmuseum Wilhelm-Morgner-Haus, Soest

Morgners farbintensive, kraftvoll stilisierende Malerei ist das Werk eines Jugendlichen, der überwiegend in seiner westfälischen Heimat Soest arbeitete und nur punktuelle Kontakte zu den Kunstszenen Berlins und Münchens hatte. Umso bemerkenswerter, dass er Anregungen von Rembrandt über Vincent van Gogh, Ferdinand Hodler und die französischen Neoimpressionisten bis zu Robert Delaunay nicht nur begierig aufsog, sondern in eine ganz eigene, wegweisende Bildsprache transformierte: Als einer der ersten – und dabei auf Augenhöhe mit seinen Künstlerfreunden Franz Marc und Wassily Kandinsky, die ihn 1912 zur zweiten Ausstellung des Blauen Reiter einluden – wagte er mit seinen „ornamentalen“ und „astralen Kompositionen“ um 1911/12 den Sprung in die Abstraktion.

Wilhelm Morgner - Ausstellungsansicht

Wilhelm Morgner – Ausstellungsansicht

Die Hamburger Morgner-Schau im Ernst-Barlach-Haus – die erste außerhalb Westfalens seit fast 25 Jahren – zeichnet mit 24 Hauptwerken aus der Sammlung des Wilhelm-Morgner-Hauses in Soest die stürmischen Auf- und Umschwünge nach, in denen Morgner seine Malerei vorantrieb. Neben imposanten Gemälden ist eine Auswahl gezeichneter Selbstbildnissen zu sehen – auch sie zeigen den jungen Künstler als kompromisslosen Sucher. Ergänzend gibt die Ausstellung Einblick in die vielgestaltigen Bildwelten, die Morgner in seinen illustrierten Briefe an den Lehrer und Mentor Georg Tappert entwarf; die Briefe stammen aus der bedeutenden Künstlerpost-Sammlung des Altonaer Museums.

Ausstellungsdauer: 12.10.2014 bis 01.02.2015

Website: www.ernst-barlach-haus.de

ArtKiss-Besuch: 19.10.2014

Pompeji. Götter, Mythen, Menschen

Erstmals wird einer der größten Stadtpaläste Pompejis mit allen erhaltenen Fresken und Kunstwerken ausgestellt. In der antiken Vesuvstadt schmückten die Bürger ihre Wohnräume mit Bildern mythischer Liebespaare, schwebender Göttergestalten und Gartenszenen. Diese Wandbilder sind die am besten erhaltenen Zeugnisse der antiken Malerei.

Doch die Rolle der Fresken wird nur deutlich, wenn sie in ihrem ursprünglichen Kontext gezeigt werden. So steht im Zentrum der Ausstellung im Bucerius Kunst Forum die Casa del Citarista – aufbauend auf über 80 Leihgaben des Archäologischen Nationalmuseums in Neapel. Die Präsentation ist angelehnt an die Architektur des Stadtpalastes. Sie zeigt die großformatigen Wandmalereien im Zusammenspiel mit Bronzen, Gartenskulpturen und Marmorbildnissen. Diese zählen künstlerisch zu den qualitätsvollsten der Vesuvstadt.

Ausstellungsdauer: 27.09.2014 bis 11.01.2015

Website: www.buceriuskunstforum.de

ArtKiss-Besuch: 15.10.2014

ArtKiss-Wertung:
2 Sterne: Wenn man nichts besseres zu tun hat…

Effi Kiefer: Zufall (Alstertal-Einkaufszentrum, Hamburg)

Veröffentlicht: 16. Oktober 2014 in Ausstellung
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Die autodidaktische Malerin Effi Kiefer zeigt vom 13.-18. Oktober ihre Bilder im Alstertal-Einkaufszentrum. „Effi Kiefer lässt die Farben fließen und lässt das Unbewusste sprechen. Sie steuert den Fluss und greift so wenig wie möglich ein. Dabei entstehen Formen, die an Mikrokosmen erinnern, an Amöben oder andere mikroskopisch kleine Lebewesen, die man mit bloßem Auge nicht erkennt“, so der Mannheimer Kunsthistoriker Dr. Helmut Orpel über die Künstlerin.

Ausstellungsdauer: 13.10.2014 bis 18.10.2014

Website: www.effi-kiefer.de

ArtKiss-Besuch: 16.10.2014

Das Kunstmuseum Wolfsburg sammelt seit 1994 internationale zeitgenössische Kunst. Mit Werken rund um die Minimal Art, Conceptual Art, Arte Povera, Body Art und Medienkunst wurde die Basis gelegt. Nun machte sich das Museum auf die Spurensuche innerhalb der eigenen Sammlung und zeigt mit der Ausstellung „Spuren der Moderne“ auf rund 1.000 Quadratmetern 34 Werke von 30 Künstlern aus den 1960er-Jahren bis in die Gegenwart umfasst.

„What looks good today may not look good tomorrow“ lauten Titel und Inhalt einer Arbeit von Michel Majerus von 1999. Damit bringt er auf den Punkt, was Charles Baudelaire 1863 beschrieb, als er den Begriff der Modernität als Ausdruck von Zeitgeist prägte: Vergänglich und flüchtig sei diese. Als Zeitbegriff ist die Moderne schwer zu erfassen – unbestreitbar sind jedoch einige ihrer bestimmenden Inhalte und Ästhetiken.

In einem thematisch gegliederten Parcours, der die Felder Porträt, darstellende Malerei, Abstraktion, Architektur und Design, Wissenschaft und Technik, Aufklärung und Spiritualität sowie Global Art umfasst, wird hier die Frage nach dem aktuellen Einfluss der Moderne in den Raum gestellt. Wie wird die Moderne in Werken von Künstlern wie Elizabeth Peyton, Thomas Schütte, Cindy Sherman, Neo Rauch, Tobias Rehberger, Andreas Gursky, Olafur Eliasson, Gerhard Merz oder James Turrell heute rezipiert?


Ausstellungsdauer: 15.03.2014 bis 26.10.2014

Website: www.kunstmuseum-wolfsburg.de

ArtKiss-Besuch: 10.10.2014

Die Affenfaust Galerie hat erneut das Knotenpunkt-Festival organisiert und kuratiert. Sie präsentiert internationale Street- und Urban-Art in Hamburg.

Mehr als 50 internationale Künstlerinnen und Künstler stellen im Kolbenhof, einem ehemaligen Industriegebäude, ihre Werke auf drei Etagen und mehr als 850 Quadratmetern Ausstellungsfläche zur Schau und bieten sie zum Verkauf an. Die Preise bewegen sich zwischen ca. zwischen 120 und 22.000 €.

Bereits im September wurd das diesjährige Knotenpunkt-Festival durch ein spektakuläres Side-Event eröffnet. Im Rahmen des „Mural Kick Off“ gestalten international bekannte Urban-Art-Künstler mehrere Hausfassaden mit riesigen Wandgemälden, die das Hamburger Stadtbild durch die großflächige Kunst nachhaltig prägen werden.

Ausstellungsdauer: 02.10.14 bis 05.10.2014

Website: www.knotenpunkt.net

ArtKiss-Besuch: 04.10.2014

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!