Dorothy Iannone: This sweetness outside of time (Berlinische Galerie – Museum für Moderne Kunst, Berlin)

Veröffentlicht: 4. Mai 2014 in Ausstellung, Museum
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In der Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nimmt die US-Amerikanerin Dorothy Iannone (*1933, Boston) eine besondere Stellung ein. Sie vereinigt in ihrem Werk, das sich inzwischen über fünfzig Jahre erstreckt, Malerei und Bilderzählung, autobiografisches Schreiben und Filmen. Seit den 1960er Jahren gilt sie als eine Pionierin im Kampf gegen Zensur, für freie Liebe und weibliche Sexualität. Künstlerisch und konzeptuell geht sie bis heute kompromisslos ihren eigenen Weg.

Dorothy Iannones großes Thema ist die ekstatische Liebe. Die Gemälde, Bilderzählungen, Texte und Bücher dieser Vorreiterin für die sexuelle und intellektuelle Emanzipation der Frau speisen sich kompromisslos aus dem eigenen Leben. Iannones Kunst wurde immer wieder wegen angeblich pornografischer Inhalte zensiert. In der Tat ist ein Besuch der Ausstellung mit Kindern nicht zu empfehlen, da viele Bilder sehr explizit sind.

Doch  ihre Darstellungen der geschlechtlichen Vereinigung von Frau und Mann sollen eine mysthische Dimension besitzen, die von einer geistigen wie körperlichen Einheit der Gegensätze ausgeht. Hier verankert sich ihre Bildwelt in der Kulturgeschichte und interpretiert auf eine moderne und persönliche Weise Aspekte vorderasiatischer Religionen, etwa des Buddhismus.

Ausstellungsdauer: 20.02.2014 bis 02.06.2014

Website: www.berlinischegalerie.de

ArtKiss-Besuch: 08.03.2014

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.

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