Archiv für Mai, 2014

Schon seit über 20 Jahren kenne ich die Kunst des autodidaktischen Malers, Musikers, Illustrators und Konzeptkünstlers Jim Avignon.

ArtKiss meets Jim Avignon

ArtKiss zu Besuch bei Jim Avignon

Damals kreierte er in Kooperation mit dem Journal Frankfurt u.a. Telefonkarten (1993). Für Swatch designte er 1996 eine Uhr. Auch ein Flugzeug der Deutschen BA wurde 1998 von Jim Avignon verschönert.

Nun hatte ich die nette Gelegenheit, Jim in seinem Studio in Berlin-Kreuzberg zu besuchen und mich mit ihm über alte Zeiten, sich und seinen Weg zu unterhalten. Es gab auch einen konkreten Anlass für meinen Besuch bei Jim Avignon: ich konnte mir ein großes Gemälde direkt bei ihm abholen: A man followed by his past

A man followed by his past, 2013, Acryl auf Papier, ca. 153 x 225 cm

A man followed by his past, 2013, Acryl auf Papier, ca. 153 x 225 cm

Ich liebe dieses Bild. Nun ist es Teil meiner Pop-Art-Sammlung. Ganz so, wie es sein sollte: Kunst, die gefällt, von einem Künstler der eigenen Generation.

Als Geschenk gab mir Jim noch sein kleines Büchlein „Trouble With The Aardvark„, gefüllt mit ca. 100 weiteren Kunstwerken von Jim Avignon, mit auf den Weg. Danke!

Website: www.jimavignon.com

ArtKiss-Besuch: 08.03.2014

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Ausstellungsplakat - Barbara Klemm. Fotografien 1968 – 2013

Ausstellungsplakat – Barbara Klemm. Fotografien 1968 – 2013

Wie kaum eine andere deutsche Fotografin hat Barbara Klemm das Zeitgeschehen der letzten Jahrzehnte mit der Kamera begleitet. Ihre Aufnahmen zeigen Ereignisse von historischem Wert. Schlüsselbilder, die Wendepunkte und Epochen vergegenwärtigen. Für den Martin-Gropius-Bau entwickelte die renommierte Fotografin eine große retrospektive Werkschau. Arbeiten aus fünf Jahrzehnten standen im Mittelpunkt der Ausstellung. Sie umfasste etwa 300 Exponate und stellt das gesamte Spektrum ihres Schaffens seit 1968 vor: politische Ereignisse, Studentenunruhen und Bürgerinitiativen, Szenen aus dem geteilten und aus dem wiedervereinigten Deutschland, Alltagsszenen und Straßensituationen aus allen Erdteilen, einfühlsame Portraits von Künstlern, Schriftstellern, Musikern und Menschen im Museum.

Die Tochter des Malers Fritz Klemm ist 1939 in Münster geboren, wuchs in Karlsruhe auf und erhielt dort ihre Fotografieausbildung. Von 1959 bis 2004 arbeitete sie für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, seit 1970 als Redaktionsfotografin mit den Schwerpunkten Politik und Feuilleton. Von 1952 bis 1999 erschien die legendäre Tiefdruckbeilage der FAZ, ein Magazin, das immer samstags unter dem Titel „Bilder und Zeiten“ erschien, oft mit Titelaufnahmen von Barbara Klemm. In der Ausstellung waren ca. 70 thematisch sortierte Beilagen zu sehen. Sie dokumentieren ein Stück Zeitungsgeschichte.

Barbara Klemm hat berühmte Personen der Kunstwelt fotografiert, darunter Janis Joplin, Mick Jagger, Andy Warhol, Neo Rauch, Gerhard Richter, Richard Serra, Friedrich Dürrenmatt, Thomas Bernhard, Herta Müller und Joseph Beuys.

Ausstellungsdauer: 16.11.2013 bis 09.03.2014

Website: www.gropiusbau.de

ArtKiss-Besuch: 09.03.2014

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!

Das Grand Palais in Paris zeigte 2012 diese retrospektive Ausstellung die erste Übersichtspräsentation seit dem Tod des Fotografen Helmut Newton in der französischen Hauptstadt, in der er in den 1960er und 1970er Jahren lebte und so erfolgreich wirkte. Anhand von mehr als 200 Schwarz-Weiß- und Farbaufnahmen aus allen wichtigen Werkgruppen Newtons sorgte sie dort für eine breite Publikums- und Medienresonanz. Jene Ausstellung kehrt nun zu ihrem Ausgangspunkt in die Helmut Newton Stiftung nach Berlin zurück. Vor diesem Hintergrund ist auch der Ausstellungstitel zu verstehen. Manche Aufnahmen waren hier bereits in früheren Ausstellungskontexten zu sehen, andere werden zum ersten Mal gezeigt. Daneben finden sich Porträts zahlreicher Prominenter von Pierre Cardin bis Margaret Thatcher, Modebilder für die Modemagazine aus den 1960er bis 1990er-Jahren sowie Akt- und Produktaufnahmen.

Die Helmut Newton Stiftungfeiert mit dieser Ausstellung ein Jubiläum: Helmut Newton gründete im Herbst 2003 eine Stiftung und schloss einen Kooperationsvertrag mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Nach einer kurzen Umbauphase öffnete das „Museum für Fotografie“ im Sommer 2004 mit einer Doppelausstellung, die Newton selbst nicht mehr erleben konnte, da er kurz zuvor in Los Angeles verstarb.

Auf Einladung von June Newton stellt nun der berühmte amerikanische Porträtfotograf Greg Gorman in „June’s Room“ – parallel zur Newton-Ausstellung – Männerakte aus, eine spannungsvolle Kombination mit den Frauenakten Newtons in den anderen Ausstellungsräumen. Für seine Berliner Präsentation „Men“ wählte Gorman 25 Motive aus, die zwischen 1988 und 2012 überwiegend im Studio in Los Angeles entstanden sind. Die jungen Männer, teilweise in Gruppen, bewegen sich vor Gormans Kamera wie Tänzer auf einer leeren Bühne; es sind zeitlose, sinnliche Aktporträts.

Sehr sehenswert und ein Muss bei einem Besuch des Museums für Fotografie: der Ausstellungsbereich „Helmut Newton’s Private Property„. Im Erdgeschoss des Museums sind unter anderem Newtowns Kameras, seine eigene Foto- und Kunstsammlung, seine Bibliothek und Teile seines Büros in Monte Carlo, das berühmte Newton-Mobil, Plakate seiner Ausstellungen sowie zahlreiche Publikationen der Fotografien von Helmut Newton zu sehen.

Ausstellungsdauer: 01.11.2013 bis: 18.05.2014

Website: www.smb.museum/museen-und-einrichtungen/museum-fuer-fotografie

ArtKiss-Besuch: 09.03.2014

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!

Von Caspar David Friedrich bis Gerhard Richter. Der weite Horizont von der Romantik bis zur Gegenwart und die großartige Qualität des Bildbestandes zeichnen die Galerie Neue Meister aus und machen sie zu einem der wichtigsten Museen seiner Art in Deutschland. In der neuen Präsentation im Albertinum sind Meisterwerke der Romantiker in einem Rundgang zu erleben, mit der Kunst des 20. Jahrhunderts und zeitgenössischen Arbeiten. Gegenwartskunst tritt in spannungsvollen Dialog mit gewachsenem Sammlungsbestand. Der Besucher des 21. Jahrhunderts durchschreitet ein weites geistiges Universum. In ungewohnter Nähe zueinander kann er die Epochen erleben und damit neu und anders entdecken.

Der Gang durch die Ausstellung beginnt gleich mit mehreren Meisterwerken von Caspar David Friedrich, dem bedeutendsten deutschen Künstler der Romantik. In chronologischer Reihenfolge folgen weitere Romantiker (Carl Gustav Carus, Johan Christian Dahl, Ludwig Richter), französische und deutsche Impressionisten (Claude Monet, Edgar Degas, Max Liebermann, Max Slevogt), Expressionisten mit Otto Dix und den Brücke-Künstlern (Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff) sowie Vertreter der Dresdner Sezession (Bernhard Kretzschmar, Carl Lohse). Erstmalig wird dem Künstler Georg Baselitz ein vollständiger Raum gewidmet.

Neue Medien sind in Form von (Klang-Video-)Installationen und Videofilmen vertreten. Zwei Säle mit Werken von Gerhard Richter, die der Künstler selbst einrichtete und für die er extra neue Werke schuf, beenden den Rundgang. An einigen Stellen überrascht die Begegnung mit Werken aus der Skulpturensammlung, auch sie ist im Albertinum zuhause. Die Präsentation der Skulpturensammlung beginnt mit Auguste Rodin und führt den Besucher, wie die Galerie Neue Meister, in die unmittelbare Gegenwart.

Ausstellungsdauer: dauerhaft

Website: www.skd.museum/de/museen-institutionen/albertinum/galerie-neue-meister

ArtKiss-Besuch: 15.03.2014

ArtKiss-Wertung:
5 Sterne: Ein Muss. Unbedingt anschauen!

In Berlin-Mitte hat sich in unnd rund um die Auguststraße ein schönes Galerienviertel etabliert. Mehr als 20 Galerien und Museen versammeln sich hier auf engstem Raum in einer guten Mischung mit Cafes und Restaurants.

Websites: www.coppi.de / www.dittrich-schlechtriem.com / www.galerie-berlin.de

ArtKiss-Besuch: 08.03.2014

ArtKiss-Wertung:
5 Sterne: Ein Muss. Unbedingt anschauen!

In der Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nimmt die US-Amerikanerin Dorothy Iannone (*1933, Boston) eine besondere Stellung ein. Sie vereinigt in ihrem Werk, das sich inzwischen über fünfzig Jahre erstreckt, Malerei und Bilderzählung, autobiografisches Schreiben und Filmen. Seit den 1960er Jahren gilt sie als eine Pionierin im Kampf gegen Zensur, für freie Liebe und weibliche Sexualität. Künstlerisch und konzeptuell geht sie bis heute kompromisslos ihren eigenen Weg.

Dorothy Iannones großes Thema ist die ekstatische Liebe. Die Gemälde, Bilderzählungen, Texte und Bücher dieser Vorreiterin für die sexuelle und intellektuelle Emanzipation der Frau speisen sich kompromisslos aus dem eigenen Leben. Iannones Kunst wurde immer wieder wegen angeblich pornografischer Inhalte zensiert. In der Tat ist ein Besuch der Ausstellung mit Kindern nicht zu empfehlen, da viele Bilder sehr explizit sind.

Doch  ihre Darstellungen der geschlechtlichen Vereinigung von Frau und Mann sollen eine mysthische Dimension besitzen, die von einer geistigen wie körperlichen Einheit der Gegensätze ausgeht. Hier verankert sich ihre Bildwelt in der Kulturgeschichte und interpretiert auf eine moderne und persönliche Weise Aspekte vorderasiatischer Religionen, etwa des Buddhismus.

Ausstellungsdauer: 20.02.2014 bis 02.06.2014

Website: www.berlinischegalerie.de

ArtKiss-Besuch: 08.03.2014

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.

„Official Welcome“ zeigt eine Auswahl von Ankäufen der Stiftung des Vereins der Freunde der Nationalgalerie für zeitgenössische Kunst. Die 2005 gegründete Stiftung erwirbt in erster Linie relevante Positionen der Gegenwartskunst. Dank des bemerkenswerten Engagements wurden in den letzten Jahren mehr als 70 Werke von rund 50 Künstlern Teil der Sammlung der Nationalgalerie.

Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin

Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin

Die für diese Präsentation ausgewählten Werke verbindet eine stark medienreflexive Arbeitsweise: Sieben Künstler arbeiten streng konzeptuell und theorieorientiert. Im Gegensatz zur dematerialisierten Ideenkunst der 1960er- und 1970er-Jahre konzentrieren sie sich jedoch auf die gezielte Auseinandersetzung mit den jeweiligen Kunstgattungen Malerei, Fotografie, Installation, Performance oder Assemblage.

Ausstellungsdauer: 17.12.2013 bis: 31.08.2014

Website: www.hamburgerbahnhof.de

ArtKiss-Besuch: 08.03.2014

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.