Max Pechstein. Künstler der Moderne

Mit der Ausstellung „Max Pechstein. Künstler der Moderne“ präsentiert das Bucerius Kunst Forum erstmals das Schaffen des deutschen Expressionisten in einer Einzelschau in Hamburg. Sie würdigt den Künstler Max Pechstein (1881-1955) als wegweisenden Vertreter der Moderne und lässt sein vielschichtiges Werk vor dem Hintergrund verschiedener biografischer und geografischer Schwerpunkte neu aufleben.

Max Pechstein (1881-1955): Max Pechstein, um 1900, Privatbesitz

Max Pechstein (1881-1955): Max Pechstein, um 1900, Privatbesitz

Die Schau zeigt, wie sich Pechsteins Stil mit jedem Aufenthaltsort veränderte und weiterentwickelte, darunter Paris, Berlin und Dresden, Monterosso in Italien und Palau in der Südsee. Über die motivische Prägung unterschiedlicher Lebensmittelpunkte hinaus ergründet die Ausstellung, wie der Künstler frühzeitig wichtige Strömungen und Neuerungen in der Malerei erspürte und in seiner Kunst verarbeitete.

Ausstellungsansicht: "Max Pechstein. Künstler der Moderne", © Bucerius Kunst Forum, 2017, Foto: Daniel Bockwoldt

Ausstellungsansicht: „Max Pechstein. Künstler der Moderne“, © Bucerius Kunst Forum, 2017, Foto: Daniel Bockwoldt

Die Schau gibt in über 70 Werken Einblick in alle signifikanten Werkgruppen und Schaffensperioden Pechsteins zwischen 1906 und 1932. Präsentiert werden neben einer Vielzahl seiner Gemälde auch Druckgraphiken, Zeichnungen, Aquarelle und Holzschnitte.

Max Pechstein (1881-1955): Junge mit Spielzeug, 1916, Hamburger Kunsthalle, Dauerleihgabe aus Privatsammlung, Frankreich © 2017 Pechstein Hamburg / Tökendorf

Max Pechstein (1881-1955): Junge mit Spielzeug, 1916, Hamburger Kunsthalle, Dauerleihgabe aus Privatsammlung, Frankreich © 2017 Pechstein Hamburg / Tökendorf

Max Pechstein rezipierte als einer der ersten deutschen Künstler die Ausdrucksmittel des französischen Fauvismus und wandelte sie in einen eigenständigen expressionistischen Stil um. Nach einem künstlerisch prägenden Parisaufenthalt zwischen 1907 und 1908 war er in Dresden und Berlin maßgeblich an der Bildung des „Brücke“-Stils beteiligt. Ab 1912 fanden auch Elemente des Kubismus Eingang in sein Werk.

Max Pechstein (1881-1955): Monterosso al Mare, 1924, Privatbesitz © 2017 Pechstein Hamburg / Tökendorf

Max Pechstein (1881-1955): Monterosso al Mare, 1924, Privatbesitz © 2017 Pechstein Hamburg / Tökendorf

Ausstellungsdauer: 20.05.2017 bis 03.09.2017

Website: www.buceriuskunstforum.de

ArtKiss-Besuch: 20.05.2017

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.

Max Ott - Munich Impressions (Detail)

Max Ott – Munich Impressions (Detail)

Der Fotokünstler und Dozent für Graphik, 3-D-Design und Fotodesign an der IFOG-Akademie München, Max Ott, präsentiert unter dem Titel „Munich / New York / Florida“ eine Auswahl von Fotodrucken, die er als Wahrnehmung der eigenen Stadt und der seiner Besuche in New York auf den Spuren seines dortigen Künstlerfreundes Paul Ching-Bor sowie in Florida im Atelier des Malers Marcus Jansen thematisiert hat und dann gestalterisch umsetzte.

Max Ott - One Hour Photo, Munich

Max Ott – One Hour Photo, Munich

Seine Stadt-Ansicht von München sind dargestellt etwa durch eine pittoreske Verkehrssituation an einer Kreuzung der Innenstadt mit lauter roten Autos, durch kreisrund wirbelnde Oktoberfest-Bahnen oder durch einen mit verzerrenden Fototechnik neuen Blick auf berühmte Meisterwerke in den Münchner Pinakotheken.

Max Ott - Art Reloaded

Max Ott – Art Reloaded

In New York sieht Ott vor allem die Dominanz der omnipräsenten rechteckigen Fassadenstrukturen. In Florida läßt er die Industrielandschaft hinter dem Ausgang des Studios von Marcus Jansen aus sich öffnen, hin zum Meer vor Fort Myers.

Max Ott - Wiesndelic, Oktoberfest

Max Ott – Wiesndelic, Oktoberfest

Die Brückenfunktion zwischen den Wahrnehmungen der drei Stadtsituationen stellt M­ax Ott mit 20 Foto-Tableaus von der Donnersberger Brücke als einer Art von „Müll-Partitur“ her – ausgelegt auf dem Boden der Galerie.

Ausstellungsdauer: 14.03.2017 bis 02.05.2017

Website: www.ott.photography

ArtKiss-Besuch: 25.03.2017

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.

Das Bucerius Kunst Forum präsentiert mit der Ausstellung zum Werk Paula Modersohn-Beckers eine konzentrierte Neubetrachtung der deutschen Ausnahmekünstlerin.

Paula Modersohn-Becker. Der Weg in die Moderne

Die Einzelausstellung veranschaulicht anhand von rund 80 Werken die singuläre Bedeutung ihres kurzen künstlerischen Schaffens in einer Zeit zwischen zwei grundverschiedenen Künstlergenerationen: den Spätimpressionisten und den Expressionisten.

Die Schau ermöglicht durch gezielt gewählte – teils auch weniger bekannte – Gemälde und Zeichnungen einen neuen Blick auf das herausragende Werk von Paula Modersohn-Becker. Die Präsentation motivischer Wiederholungen verdeutlicht die Entwicklung ihrer eigenen Bildmittel und Methodik im Verlauf ihres kurzen künstlerischen Schaffens.

Paula Modersohn-Becker - Kopf eines blonden Mädchens mit Strohhut, um 1904, Kunst- und Museumsverein Wuppertal

Paula Modersohn-Becker – Kopf eines blonden Mädchens mit Strohhut, um 1904, Kunst- und Museumsverein Wuppertal

Während Modersohn-Beckers eigenwilliger und avantgardistischer Stil zu ihren Lebzeiten als irritierend oder befremdlich empfunden wurde, gilt er heute als revolutionär und zukunftsweisend.

Ausstellungsdauer: 04.02.2017 bis 01.05.2017

Website: www.buceriuskunstforum.de

ArtKiss-Besuch: 10.03.2017

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!

Corita Kent (1918-1986) war eine US-amerikanische Nonne und Pop-Art-Künstlerin. Die Circle Culture Gallery würdigte ihre Werk mit einer Ausstellung historischer Serigraphien.

Kent war eine der innovativsten und ungewöhnlichsten Pop-Künstler der 1960er Jahre. Sie prangerte politische und religiöse Missstände an. Dazu mischte sie Werbeslogans und Poesie in Druckgrafiken und Installationen.

Corita Kent

Darüber hinaus zeigte die Circle Culture Gallery Werke von Stefan Strumbel, Katrin Fridriks, Aaron Rose und Adrian Falkner, die sich auf den künstlerischen Geist von Kent beziehen.

Ausstellungsdauer: 09.02.2017 bis 11.03.2017

Website: www.circleculture-gallery.de

ArtKiss-Besuch: 10.03.2017

Er sieht sich selbst eher als Maler und weniger als Fotograf, auch wenn er seine Werke nicht mit dem Pinsel erzeugt. Der Berliner Künstler Michael H. Rohde zeigt derzeit in Hamburg Arbeiten aus seiner Werkserie „From below“ und buchstäblich „New Perspectives“ – Räume und ganze Häuser von Berühmheiten wie von Privatpersonen von unten!

Michael H. Rohde – Zoula, 83x146cm / 187x327cm, 2016, pigmentierter Ink-Jet-Print auf Alu-Dibond, protected by „VG Bildkunst“ Germany

Ganz unten stehen ist irgendwie auch immer am Anfang stehen. Die Kunst Michael H. Rohdes ist Reflexion der Welt und zugleich existenzielle Selbstbespiegelung aus allen Blickwinkeln. Rohde selbst erlebte unsere Gesellschaft bereits aus verschiedenen Perspektiven: als Maschinenschlosser, Maschinenbauingenieur, studierte Kunsttherapie/-pädagogik, freie Kunst, zuletzt bei Bernhard Johannes Blume an der HfbK Hamburg. 2009 war der Künstler sogar über fünf Monate obdachlos.

Wie genau er seine Werke erstellt, möchte Michael H. Rohde nicht verraten – nur soviel: für das Bild Zoula beispielsweise hat er zwei Monate gebraucht.

level one ist ein Ausstellungsraum für Studierende und Absolventen der Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg. Er bietet den Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit, Ausstellungserfahrungen zu machen.

Ausstellungsdauer: 03.02.2017 bis 23.02.2017
(anschließend vom 25.02.2017 bis 26.03.2017 im Kunstverein Rotenburg)

Website: www.hks-levelone.de

ArtKiss-Besuch: 02.02.2017

The joy of guessing your way round

Die Ausstellung im MAC Lyon mit dem französichen Titel „Le bonheur de deviner peu à peu“ setzte sich aus Werken von sieben Künstlern (Eduardo Basualdo, Cai Guo-Qiang, Ilya Kabakov, Orlan, Jean-Luc Parant, Mel Ramos, Tavares Strachan) zusammen, wie ein Puzzle zusammengesetzt wurden.

ArtKiss hat die (Unter-)Ausstellung „Vertraute Schönheiten“ von Mel Ramos am besten gefallen, in der 57 Lithografien aus den Jahren 1995 bis 2016 gezeigt wurden.

Mel Ramos - 57 lithografies, 1995-2016

Mel Ramos - 57 lithografies, 1995-2016

Wall Drawings

Zeitgenössische Kunst und lokale Tradition: Wenn Kunst auf die Mauern und in Straßen der einer Stadt drängt, enstehen urbane Ikonen. Auf der ersten Etage des MAC Lyon wurden zehn Maler aus der ganzen Welt ausgestellt: Julien Malland alias Seth (Frankreich), Charley Case (Belgien), Jaz (Argentinien), Kid Kréol & Boogie (Réunion), Addam Yekutieli aka Know Hope (Israel), Reko Rennie (Australien), Saner (Mexiko), Teck (Ukraine), Elliot Tupac (Peru) und Wenna (China).

Wenna (China)

Wenna (China)
Ausstellungsdauer: 30.09.2016 bis 15.01.2017

Website: www.mac-lyon.com

ArtKiss-Besuch: 05.01.2017

ArtKiss-Wertung:
3 Sterne: Ganz okay, gutes Mittelmaß.

Richard Avedon, George Hoyningen-Huene, Irving Penn
Werke aus der Sammlung F.C. Gundlach

George Hoyningen-Huené, Ohne Titel (Miss Sonia, Kleid von Madeleine Vionnet) (Detail) © Estate George Hoyningen-Huené

Richard Avedon, George Hoyningen-Huene und Irving Penn – jeder einzelne dieser Fotografen stellt für sich bereits ein unschlagbares Highlight der amerikanischen Fotografiegeschichte dar. Die subtile Handhabung der Linie eint als signifikantes Merkmal die Arbeiten dieser drei Ikonen, ist dabei aber in Abhängigkeit von der jeweiligen Stilistik des Fotografen sehr unterschiedlich definiert. Gezeigt werden Porträts prominenter Persönlichkeiten, zudem außergewöhnliche Modeinszenierungen, Akte und Körperbilder.

Für Ausstellungsansichten auf Flickr hier klicken.

 

Ausstellungsdauer: 17.11.2016 bis 12.02.2017

Website: www.deichtorhallen.de

ArtKiss-Besuch: 29.12.2016

ArtKiss-Wertung:
4 Sterne: Sehenswert!